Strenge Erziehung hat noch keinem geschadet?

Spätestens seit wir „Tiger Mom“ kennen, sind wir verwirrt. Präsentiert Amy Chua in ihrem Buch „Die Mutter des Erfolgs: Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte“ Drill tatsächlich als Katalysator für den Erfolg? Ein Aufschrei geht durch die Reihen. „Tiger Mom“ wird „Monster Mom“. Wer entscheidet zwischen gut und böse? Wer zwischen richtig oder falsch? „Ich frage mich schon, wie aus uns und unseren Kindern etwas werden konnte“, sagen Eltern, die in Nachkriegsdeutschland aufwuchsen, in den 60ern, 70ern erzogen haben und über heutige Methoden diskutieren. Sich selbst in Frage stellen? Neuen Erkenntnissen aus Wissenschaft, Forschung oder einfach nur aus Erfahrung eine Chance geben? Nicht einfach, aber Würth.

In der Trägerschaft der Stiftung Würth liegt die Freie Schule Anne-Sophie. 2006 gegründet, ­initiiert von Bettina Würth, mit eigenem Konzept: Der Lernwunsch des Kindes steht im Mittelpunkt. Das Leben ist eine Pralinenschachtel voller Überraschungen? Nein. Eltern sortieren vor. Kommt ein Kind auf die Welt, haben wir unsere Planung schon abgeschlossen. Kita-Platz, Kindergarten, Grundschule, Art und Ort der weiterführenden Schule: Alles ausgesucht. Wir haben schon alles fertig im Kopf. Alles geplant. Und was, wenn das Kind nicht zu diesem Plan passt?

Keine Angst haben, zu versagen. Die eigene Leistung zeigen, ohne Druck und Stress. Fünf Minuten länger für eine Aufgabe benötigen, ohne dass gleich ein Urteil gefällt wird: besser oder schlechter? Zeit haben. Zufrieden mit sich selbst und seiner Leistung. Glücklich sein?

Das ist doch eine Traumwelt. Sicher, das sind keine Eigenschaften, die in Bewerbungsmappen Eindruck schinden. Geht es darum in unserer Schulzeit? Geht es nicht darum, sich selbst zu finden? Stärken, Schwächen, Charaktereigenschaften, Talente, um so den eigenen Weg richtig zu wählen?

Die Freie Schule Anne-Sophie ist kein Elfenbeinturm und auch nicht das Paradies auf Erden. Die Kinder legen dieselben Prüfungen ab wie an staatlichen Schulen. Auch in dieser Schule geht es um Leistung. Der Unterschied? Wir fördern die Selbstbestimmung der Kinder und geben ihnen Instrumente an die Hand, mit denen sie sich zurechtfinden können. Es ist die Umgebung, die wir gestalten. Die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen. Die Kultur des Respekts vor jedem Einzelnen.Denn wie sagten schon unsere Eltern? „Der Ton macht die Musik.“

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