Mit 19 Jahren übernahm Reinhold Würth nach dem plötzlichen Tod seines Vaters dessen Schraubenhandlung und entwickelte den Zweimannbetrieb zum Weltmarktführer im Vertrieb von Befestigungs- und Montagematerial. Heute schreibt der Konzern mehr als 14 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigt weltweit über 78.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dankbarkeit, Bescheidenheit und Demut sind für Reinhold Würth Werte, die den Unternehmenserfolg ausmachen. Am 20. April 2020 wird der Vorsitzende des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe 85 Jahre, geht immer noch ins Büro und spricht Briefe ins Diktafon.

 

„Ich habe meinen Beruf nie als Last empfunden, sondern immer als Hobby, das mir Spaß und Freude macht.“ – Reinhold Würth

 

 

Er setzt auf Partnerschaft

 

Jahrelang war Reinhold Würth selbst als Verkäufer der eigenen Produkte unterwegs – zuerst mit seinem Vater, dann alleine. „Von ihm habe ich unheimlich viel gelernt“, sagt er noch heute dankbar über die gemeinsame Zeit, die ihn bis heute präge. Ein Beruf, der mehr eine Berufung als ein Job ist. Für Reinhold Würth waren und sind es auch heute noch die Kundenbeziehungen, die die Basis für den Geschäftserfolg bilden. Deren Ausbau und Pflege sind deshalb die wichtigsten Komponenten des täglichen Handelns im Vertrieb. Die persönliche Beziehung ist das Herzstück jeder Partnerschaft mit Würth.

 

„Ohne die vielen tüchtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätte dieses Werk niemals gelingen können.“ – Reinhold Würth

 

 

Ein Wertegerüst, das trägt

 

Das Bekenntnis zu den Wurzeln und seiner Heimat Hohenlohe prägt sein Tun von Anfang an. Das beweist das vielfältige Engagement in den Bereichen Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft sowie Bildung und Erziehung der Stiftung Würth, die Reinhold Würth gemeinsam mit seiner Frau Carmen vor 33 Jahren gegründet hat. Unterstützt werden auch soziale Projekte, wie die Integration von Flüchtlingen und Migranten. Es schreibt sich fort in der Unterstützung des Sports als Zeichen dafür, was Leidenschaft und der Wille zum Erfolg bewirken können. Das Engagement ist bei Würth Teil der Unternehmenskultur, die auf einem festen Wertegerüst aufbauend gerade in der jetzigen Zeit deutlich macht, dass Respekt, Achtung, Fürsorge, Bodenständigkeit, Rücksicht oder ein einfaches „Danke“ nicht aus der Mode kommen, sondern unsere Gemeinschaft auch durch schwierige Zeiten tragen.

 

„Wenn ich auf die Firma blicke, verspüre ich Freude, Befriedigung und Dankbarkeit.“ – Reinhold Würth

 

 

Seine Leidenschaft gilt der Kunst, Literatur und der Musik

 

Reinhold Würth ist ein passionierter Kunstsammler und ein engagierter Kulturförderer. Diese Leidenschaft entfachte bereits in den späten 1960er-Jahren. Inzwischen nach rund 60 Jahren umspannt seine Sammlung über 18.000 Kunstwerke aus mehr als 500 Jahren Kunstgeschichte – und wächst weiter. 2017 gab er, im Zuge der Einweihung des Carmen Würth Forum, den Anstoß, die Würth Philharmoniker als neues Orchester in der Region zu gründen. Zentrales Anliegen ist ihm dabei stets, die Inspiration aus Kunst, Musik und Literatur mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der interessierten Öffentlichkeit zu teilen. Im Sommer eröffnet das Museum Würth 2 in der Erweiterung des Carmen Würth Forum als fünftes Kunstmuseum in Deutschland und als fünfzehnter Kunstort in Europa. Wie immer bei freiem Eintritt finden dann Kunstwerke von Pablo Picasso, David Hockney, Max Beckmann und andere Werke der Sammlung Würth einen festen Ort in Hohenlohe.

 

Es gratulieren...

 

Prof. Dr. Herrmann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Herrmann Parzinger © SPK / Herlinde Koelbl

„Reinhold Würth hat bewiesen, wie sich kaufmännisches Denken mit einer ausgeprägten Leidenschaft für die Kunst aufs Beste verbindet. Beides, vor allem aber der große Erfolg seines unternehmerischen Wirkens ist die Grundlage für das mäzenatische Handeln, das der gesamten Gesellschaft zugutekommt.“

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, gemeinsam mit Reinhold Würth und dessen Frau Carmen

„Weitblick ist eine Eigenschaft, die Reinhold Würth in seinem ganzen Wirken auszeichnet. Mit Weitblick hat er sein Familienunternehmen in über 65 Jahren als Chef auf Weltniveau geführt. Mit Weitblick hat er Kunst erworben und nach und nach eigene Kunstgebäude eröffnet. Mit dem Museum Würth 2 entsteht das Fünfte am Firmenstandort Künzelsau und das Fünfzehnte europaweit. Diese mäzenatischen Impulse weit über die Region hinaus, die Reinhold Würth damit setzt, sind bemerkenswert und für Baden-Württemberg eine große Bereicherung. Visionen entwickeln und andere dafür begeistern ist eines seiner Markenzeichen. Seine Leidenschaft für Kunst hat dabei sicherlich auch sein berufliches Schaffen befruchtet.“

Bettina Würth, Vorsitzende des Beirats der Würth-Gruppe und Tochter von Reinhold Würth
Bettina Würth

„Ich bewundere ihn sehr für seine Lebensleistung: Mit tiefer Überzeugung, Leidenschaft und Durchsetzungsvermögen hat er einen Weltkonzern aufgebaut. Ich bin sehr dankbar, diesen Geburtstag mit ihm bei bester Gesundheit feiern zu können – gerade in der jetzigen Zeit wird uns allen bewusst, wie hoch wir dieses Gut würdigen müssen“

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe
Robert Friedmann

„Herr Würth hat dieses Unternehmen auf sehr starke Beine gestellt. Die Werte, die er dem Unternehmen von Anfang an eingehaucht hat und über all die Jahre nie aufgehört hat hochzuhalten, geben uns heute die Kraft und Energie und vor allen Dingen den Zusammenhalt, um auch in diesen Zeiten für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für unsere Kundinnen und Kunden ein starker Partner zu sein“

Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG
Norbert Heckmann

„Es ist einfach Wahnsinn, was Herr Würth in der Kürze der Zeit aus dem Zweimannbetrieb seines Vaters gemacht hat. Er hat sein Leben dem Unternehmen, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Kundinnen und Kunden gewidmet. Ohne ihn würde die Adolf Würth GmbH & Co. KG heute nicht den Meilenstein der 2-Milliarden-Euro-Umsatzgrenze feiern. Dafür bewundern wir ihn und sind ihm unendlich dankbar!“

Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth

 

Adolf Würth, der Vater von Prof. Reinhold Würth, gründete 1945 die Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau. 1949 begann Reinhold Würth mit 14 Jahren in der väterlichen Schraubenhandlung eine kaufmännische Lehre. Nach dem frühen Tod seines Vaters im Jahr 1954 übernahm der damals 19-Jährige das Geschäft und erweiterte es fortan. Ausgehend von den Aufbaujahren der Nachkriegszeit in Deutschland entwickelte er aus dem damaligen Zweimannbetrieb einen Weltkonzern mit über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern und über 78.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 2019 erwirtschaftete die Unternehmensgruppe, Weltmarktführer im Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial gemäß vorläufigem Jahresabschluss mit über 14,2 Milliarden Euro erneut einen Rekordumsatz.

 

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