04.08.06

Architektenwettbewerb für Freie Schule Anne-Sophie entschieden - „Lebensort des Lernens“ nimmt nun auch äußere Formen an

Künzelsau. Das Architekturbüro Müller/Djordjevic aus Stuttgart belegte den ersten Platz bei der Auslobung des Gebäudes, welches zukünftig der von Bettina Würth ins Leben gerufenen Freien Schule Anne-Sophie im Ortsteil Künzelsau-Taläcker nahe des Stadtwaldes Lern- & Lebensraum bieten soll. „Ein Entwurf, der sowohl städtebaulich als auch funktional in hohem Maß die Erwartungen an einer ‚Lebensart des Lernens’ erfüllt“, so begründet Prof. Rainer Zinsmeister, Vorsitzender des Preisgerichts, die Entscheidung der Jury.

Gebäude für den „Lebensort des Lernens“

Insgesamt sechs Bewerber – namhafte Architekten vorwiegend aus Baden-Württemberg – nahmen an dem Wettbewerb teil, bei dem vor allem die Spiegelung und die Umsetzungsmöglichkeit des pädagogischen Konzepts der Schule innerhalb der zu schaffenden Räumlichkeiten im Mittelpunkt standen.

Ziel der Schule ist es, einen „Lebensort des Lernens“ anzubieten, an dem die Kinder und Jugendlichen Möglichkeiten finden, ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend gefördert zu werden. Charakteristisch für die Freie Schule Anne-Sophie ist die Schaffung von kleinen, überschaubaren Lern- und Lebensbereichen für die Schüler.

Entscheidung fiel am 12. Juli

Nach der Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen Anfang April diesen Jahres und der Einreichung der Wettbewerbsaufgaben durch die Architekten Anfang Juni fiel nun am 12. Juli 2006 die Entscheidung. Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Rainer Zinsmeister und den Sachpreisrichtern der Würth-Gruppe, Prof. Reinhold Würth, Bettina Würth, Dr. Harald Unkelbach und Dr. Roland Hartmann, befanden über die Sieger. Den dritten Platz belegte das Architekturbüro Hein, Hüttel und Lindenberger aus Ludwigsburg. Platz Zwei erlangte das Architekturbüro Prof. Arno Lederer mit der Architektin Jorunn Ragnarsdottir.

Konsens zwischen Städtebaulicher Entwicklung und Pädagogischem Konzept als Pluspunkt

Sowohl der Aspekt der städtebaulichen Entwicklung führte zum Zuschlag für Müller/Djordjevic als auch die sensible Auseinandersetzung mit den besonderen pädagogischen Anforderungen. Die Zugangssituation im Osten für Passagiere der Standseilbahn von Künzelau in den Ortsteil Taläcker wurde gut gelöst und auch der Zugang mit PKW oder Fahrrad zum Schulgebäude im Westen des Komplexes zeichnet sich durch kurze Wege aus. Die einzelnen Baukörper weisen in ihrer Gesamtheit eine aufgelockerte Gliederung auf. Die innere Wegführung ist räumlich differenziert mit schönen Raumabschnitten und flexiblen Raumzonen, in denen sich die vorbeschriebenen Lehr- und Lernformen besonders gut verwirklichen lassen.

Fertigstellung der ersten Bauphase in 2008

Baubeginn wird im Frühjahr 2007 sein, die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes ist für Herbst 2008 geplant. Dieser sieht sowohl eine vierteilige Sporthalle plus Schwimmhalle als auch die Räumlichkeiten für den Kindergarten, die Grundschule sowie für die Sekundarstufe I von Klasse 5-7 vor. In einem zweiten Bauabschnitt soll der Komplex bis 2010 um die Bereiche für die Sekundarstufe I von Klasse 8-10 und die Sekundarstufe II, Klasse 11-13, ergänzt werden.

Mit einer Ausstellung nach den Sommerferien werden die Wettbewerbs¬ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden.