11.05.06

Das Geschäftsjahr 2005 der Würth-Gruppe

  • Würth-Gruppe steigert Umsatz um 11,5 Prozent auf den neuen Rekordwert von 6,9 Milliarden Euro
  • Betriebsergebnis wächst auf 455 Millionen Euro
  • Eigenkapitalquote liegt bei 49,5 Prozent
  • 50.000ster Mitarbeiter wird eingestellt

Künzelsau/Hohenlohekreis. „Das Jubiläumsjahr war für die Würth-Gruppe ein gutes Jahr: Wir konnten unser Rekordwachstum des Vorjahres fortsetzen und legten sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsergebnis zweistellig zu“, so Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe mit Firmensitz in Künzelsau-Gaisbach, bei der Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2005. Das weltweit führende Handelsunternehmen für Befestigungs- und Montagetechnik mit Sitz in Künzelsau (Hohenlohekreis) legte im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag, 11. Mai 2006 in Stuttgart den Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2005 vor.

Das weltweit führende Handelsunternehmen für Befestigungs- und Montagetechnik mit Sitz in Künzelsau (Hohenlohekreis) legte im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag, 11. Mai 2006 in Stuttgart den Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2005 vor.

Betriebsergebnis erreicht neue Höchstmarke

Die Würth-Gruppe knüpfte an die Wachstumsdynamik aus dem Vorjahr an und schloss das Jahr 2005 mit einem erneuten Rekordumsatz in Höhe von 6,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 6,2 Milliarden Euro) ab. Der konsolidierte Gesamtumsatz stieg somit um 11,5 Prozent. Bereinigt um die getätigten Akquisitionen und um die Auswirkungen der Wechselkursschwankungen konnte ein Wachstum von 8,3 Prozent erreicht werden.Das Betriebsergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich an und wuchs überproportional zum Umsatz um 15,2 Prozent auf 455 Millionen Euro (Vorjahr: 395 Millionen Euro). „Dank absoluter Vertriebsorientierung und einem hohen Maß an Beratungskompetenz konnte die Würth-Gruppe auch in 2005 gesund wachsen. Die unbedingte Lust am Verkaufen treibt uns an“, kommentierte Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, die Konzernbilanz für das Geschäftsjahr 2005.

Inlands- und Auslandskonzern weiterhin auf Wachstumskurs

Nach 60 Jahren ist die Adolf Würth GmbH & Co. KG, das deutsche Mutterhaus der Würth-Gruppe, weiterhin eines der wichtigsten Flaggschiffe im Konzern. War die Entwicklung Anfang des Jahrzehnts noch von der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland geprägt, ist es im Jubiläumsjahr 2005 gelungen, den bereits 2003 eingeschlagenen positiven Kurs fortzuführen.Die Adolf Würth GmbH & Co. KG glänzte im Einzelabschluss mit einem Umsatz von 871 Millionen Euro und erwirtschaftete ein Betriebsergebnis von 51 Millionen Euro. Nach vielen Jahren ist es erstmals wieder gelungen, den Anteil der Adolf Würth GmbH & Co. KG am Gesamtergebnis der Würth-Gruppe auf über zehn Prozent zu steigern. Der Umsatz der deutschen Gruppe konnte um 10,1 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gesteigert werden.
Die Würth-Gruppe, die auf allen fünf Kontinenten tätig ist, verstärkte 2005 erneut die globale Ausrichtung ihrer Geschäftsaktivitäten. Die Anzahl der marktaktiven Verkaufsgesellschaften verdoppelte sich im Zeitraum von 1998 bis 2005 auf nunmehr 351 Gesellschaften. In weltweit 81 Ländern wurde ein Gesamtumsatz in Höhe von 6,9 Milliarden Euro erzielt, wovon 4,1 Milliarden, ein Anteil von 59,8 Prozent, im Ausland erwirtschaftet wurden.

Allied Companies und Würth-Linie mit neuem Rekordumsatz

Bei der differenzierten Betrachtung des Konzernwachstums erzielten die 231 Tochtergesellschaften der nicht unter dem Namen Würth firmierenden Allied Companies, die überwiegend als Handelsunternehmen in angrenzenden Geschäftsfeldern tätig sind, ein Wachstum von 14,2 Prozent und steigerten den Umsatz auf die neue Rekordmarke von 2,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,5 Milliarden Euro). Die Gesellschaften der Würth-Linie sind allesamt Handelsunternehmen auf dem Gebiet der Montage- und Befestigungstechnik, dem Kerngeschäft der Würth-Gruppe. Sie vertreiben Produkte in den fünf Divisionen des Unternehmens - Auto, Metall, Holz, Bau und Industrie. Innerhalb der Würth-Linie, die 120 der insgesamt 351 marktaktiven Konzernunternehmen umfasst, stieg der Umsatz weltweit um 9,7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,7 Milliarden Euro). Das größte Umsatzwachstum verzeichnete die Division Industrie mit 18,4 Prozent.

Investitionen durch Cashflow gedeckt und Eigenkapitalquote weiter erhöht

Der Unternehmensleitsatz „Wachstum ohne Gewinn ist tödlich“ hat die Würth-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2005 angetrieben: Neben dem zweistelligen Umsatzwachstum ist es gelungen, parallel den Ertrag zu steigern – das Indiz für ein gesundes Wachstum. Die seit Jahren positive Entwicklung der Umsatzrendite unterstreicht dies zusätzlich. Mit 6,6 Prozent konnte die Würth-Gruppe 2005 die Höchstmarke im Fünfjahresvergleich erreichen.
Die Würth-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2005 einen Cashflow aus operativer Tätigkeit von 455 Millionen Euro (Vorjahr: 339 Millionen Euro), aus dem die gesamten Investitionen von 310 Millionen Euro (Vorjahr: 237 Millionen Euro) gedeckt werden konnten. 159 Millionen Euro entfielen auf das Ausland, 151 auf das Inland. Das Eigenkapital wuchs 2005 weiter auf 2,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,7 Milliarden Euro). Die Eigenkapitalquote lag damit bei 49,5 Prozent (Vorjahr: 47,4 Prozent) und dokumentiert gemeinsam mit der Eigenkapitalrendite von 24,2 Prozent die finanzielle Stabilität der Würth-Gruppe.

Einstellung des 50.000sten Mitarbeiters

Trotz der weltweiten Zunahme des E-Business bleibt Würth seinem Geschäftsmodell treu: Würth ist ein Direktvertriebsunternehmen, bei dem der persönliche Kontakt zwischen Verkäufer und Kunde im Vordergrund steht. Verkaufen ist in der Philosophie der Würth-Gruppe gleichbedeutend mit einer gut funktionierenden Kundenkommunikation, die durch einen exzellenten Service ergänzt wird.Der Erfolgsformel der Außendienstmultiplikation „Mehr Verkäufer bedeuten mehr Kundenkontakte bedeuten mehr Umsatz“ ist die Würth-Gruppe auch 2005 treu geblieben und hat dementsprechend die Vertriebsmannschaft weiter aufgestockt. Im September 2005 wurde mit der Einstellung des 50.000sten Mitarbeiters – ein Außendienstmitarbeiter der Direktvertriebsgesellschaft Würth Guangzhou in China – ein neuer Meilenstein in der Firmengeschichte erreicht. Innerhalb von nur acht Jahren hat sich die Mitarbeiterzahl der Würth-Gruppe mehr als verdoppelt. Ende 2005 beschäftigte die Würth-Gruppe 50.767 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – das waren 3.794 Beschäftigte oder 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich durch Firmenzukäufe um 1.273, 2.521 neue Arbeitsplätze wurden in den Gesellschaften durch organisches Wachstum geschaffen. Ebenfalls bedingt durch diese Zukäufe stieg die Zahl der Innendienstmitarbeiter (23.279 / +11,4 Prozent) im abgelaufenen Geschäftsjahr stärker an als die der Außendienstmitarbeiter (27.488 / +5,4 Prozent). Den höchsten Zuwachs an Beschäftigten verzeichneten die Auslandsgesellschaften mit einem Plus von 10,5 Prozent auf 36.504 (Vorjahr: 33.032). In Deutschland arbeiteten im Berichtszeitraum 14.263 Mitarbeiter, was einem Zuwachs von 2,3 Prozent entspricht.

„Ein Hoch dem Handwerk“ – Würth unterstützt als Partner des Handwerks die Branche

Neben dem Ausbau seiner weltweiten Marktpräsenz demonstriert Würth gleichzeitig seine Verbundenheit mit seinem Heimatmarkt Deutschland. Hier erwirtschaftete die Würth-Gruppe 2005 mit 71 Gesellschaften rund 40 Prozent des Konzernumsatzes.Dabei ist es auch erklärtes Ziel des Unternehmens, das deutsche Handwerk, die wichtigste Kundengruppe der Würth-Gruppe, zu unterstützen. Zum einen geht es dabei um eine Stärkung des positiven Images des Handwerks, was mit dem jeweiligen Jahresmotto des Unternehmens Würth unterstrichen werden soll: 2005 lautete dieses „Ein Hoch dem Handwerk“, 2006 heißt es „Handwerk begeistert“. Zum anderen möchte Würth die Branche ganz konkret unterstützen. Mit dem „Reinhold Würth Handwerks-Studie“, legte das Unternehmen 2004 den Grundstein für eine umfassende Analyse des deutschen Handwerks. 2005 wurden die Ergebnisse in einem Buch mit dem Titel „manufactum“ veröffentlicht. Das Unternehmen verfolgt damit das Ziel, Anregungen zu liefern, wie Handwerksbetriebe trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erfolgreich sein können. Das Buch enthält die Kapitel „Chancen und Prognosen für das Handwerk“, „Selbsteinschätzung und Profile im Handwerk“ sowie „Strategien und Erfolgsstorys im Handwerk“. Der nächste Entwicklungsschritt dieses Projektes: 2005 wurde das Portal im Internet für alle Handwerksbetriebe geöffnet und bietet damit jedem Unternehmen die Möglichkeit, seinen individuellen Betriebsreport erstellen zu lassen.
Einen weiteren Baustein zur Stärkung des Handwerks stellen die Kundenseminare des Unternehmens Würth dar. Im Fokus dieses Angebotes steht die Vermittlung produktspezifischer Kenntnisse und betriebswirtschaftlichen Wissens. Diese Seminare werden regional angeboten, in enger Zusammenarbeit mit den Kunden, der Produktabteilung und den Divisionen erarbeitet und direkt bei den Kunden und in den Würth Niederlassungen durchgeführt. Jedes Seminar kann mit einem Zertifikat abgeschlossen werden. Alleine im Jahr 2005 haben über 6.500 Kunden an den Würth Kundenseminaren teilgenommen.