12.05.05

3. Das Geschäftsjahr 2004 der Würth-Gruppe

  • Würth-Gruppe steigert Umsatz um 13,8 Prozent auf neuen Rekordwert von 6,203 Milliarden Euro
  • Betriebsergebnis legt um 19,7 Prozent auf 395 Millionen Euro zu
  • Eigenkapitalquote unverändert hoch bei 48,0 Prozent
  • Weltweit 5.021 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt

Künzelsau/Hohenlohekreis. „Mit einem Umsatzsprung um 13,8 Prozent sowie einem Wachstum des Betriebsergebnisses um 19,7 Prozent haben wir unsere eigenen Ziele sogar noch übertroffen. Dass der Ertrag noch deutlich schneller wuchs als der Umsatz, untermauert den gesunden Wachstumskurs unseres inzwischen 60-jährigen Unternehmens.“ Mit diesen Worten kommentierte Dr. Walter Jaeger, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, die Vorlage des Konzernabschlusses des Geschäftsjahrs 2004 am Firmensitz in Künzelsau-Gaisbach. Laut Jaeger habe der konsequente Ausbau des weltweiten Vertriebs, verbunden mit der Einstellung 2.597 neuer Außendienstmitarbeiter sowie der Einstellung von 2.424 Innendienstmitarbeiter zu diesem Unternehmenserfolg beigetragen.

Das weltweit größte Handelsunternehmen auf dem Gebiet der Befestigungs- und Montagetechnik steigerte den konsolidierten Gesamtumsatz um 13,8 Prozent auf 6,203 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,45 Milliarden Euro). Bereinigt um die Auswirkungen der Wechselkursschwankungen und Firmenzukäufe stieg der Gesamtumsatz der Würth-Gruppe um zehn Prozent.

Mit 395 Millionen Euro (Vorjahr: 330 Millionen Euro) erwirtschafteten die 314 Gesellschaften der Würth-Gruppe einen neuen Rekordwert beim Ertrag vor Steuern und übertrafen damit die alte Bestmarke von 330 Millionen Euro aus dem Geschäftsjahr 2003 um 19,7 Prozent. Der Jahresüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr um 39 Millionen Euro auf 258 Millionen Euro.

Akquisitionsbedingt höheres Wachstum in Deutschland als im Ausland

Entgegen den Vorjahren ist der Umsatz in Deutschland im Geschäftsjahr 2004 schneller gewachsen als im Ausland. Die deutschen Gesellschaften erwirtschafteten im vergangenen Jahr mit 2,5 Milliarden Euro 14,6 Prozent mehr Umsatz (Vorjahr: 2,2 Milliarden Euro). Zum Teil ist dieses Wachstum auf Akquisitionen zurückzuführen, die zusammen einen Jahresumsatz von 161 Millionen Euro erzielten. Bereinigt um diese Zukäufe konnte der Umsatz in Deutschland trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen um 6,8 Prozent gesteigert werden. Zu den Akquisitionen in Deutschland zählen der Nürnberger Elektrogroßhändler LICHT Zentrale Thurner GmbH und die Wuppertaler DIY World GmbH, die europaweit Bau- und Heimwerkermärkte beliefert. Von den 6,2 Milliarden Euro, die die Würth-Gruppe weltweit erwirtschaftet hat, entfallen 40,7 Prozent auf deutsche Gesellschaften.

Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz der Würth-Gruppe betrug 59,3 Prozent (Vorjahr: 59,6 Prozent). Im Ausland erhöhten sich die Handelsumsätze um 13,2 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,3 Milliarden Euro). Bereinigt um Auswirkungen der Wechselkursschwankungen und Akquisitionen betrug das Wachstum des Auslandskonzerns 12,1 Prozent. Besonders erfreulich entwickelte sich das Geschäft in den USA: Die 18 US-Gesellschaften steigerten den Umsatz um 32,2 Prozent auf 763 Millionen US-Dollar - allein durch organisches Wachstum. Lag der Anteil des US-Geschäfts am Konzernumsatz vor zehn Jahren noch bei 1,4 Prozent, ist er mittlerweile auf rund zehn Prozent gestiegen.

Allied Companies und Division Industrie mit stärkstem Wachstum

Das Umsatzwachstum der Allied Companies, jenen Gesellschaften, die nicht unter dem Namen Würth firmieren und überwiegend als Handelsunternehmen in angrenzenden Geschäftsfeldern tätig sind, lag mit 22,4 Prozent deutlich über dem der Würth-Linie von 8,7 Prozent. Mit 3,7 Milliarden Euro (Vorjahr 3,4 Milliarden Euro) trug die Würth-Linie 60,3 Prozent zum Gesamtumsatz bei, während auf die Allied Companies mit 2,5 Milliarden Euro (Vorjahr: zwei Milliarden Euro) 39,7 Prozent entfielen. Unter der Würth-Linie sind 120 der insgesamt 314 Gesellschaften der Würth-Gruppe zusammengefasst, allesamt Handelsunternehmen auf dem Gebiet der Montage- und Befestigungstechnik. Unter den fünf Divisionen innerhalb der Würth-Linie verzeichnete die Division Industrie mit einem Umsatzwachstum von 29 Prozent auf 391 Millionen Euro den größten Zuwachs.

Cashflow, Eigenkapital und Investitionen legen zu

Das wirtschaftliche Eigenkapital der Würth-Gruppe ist 2004 auf 1,734 Milliarden Euro angewachsen. Die Würth-Gruppe verfügt damit weiterhin über eine beachtliche Eigenkapitalquote von 48 Prozent (Vorjahr: 48 Prozent), mit der das Unternehmen weit über dem Durchschnitt europäischer Handelsunternehmen liegt. Der Brutto-Cashflow stieg im selben Zeitraum von 431 auf 487 Millionen Euro, die Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Anlagen und Finanzanlagen stiegen um 20 Millionen Euro auf 237 Millionen Euro.

Auch bei der letzten Bewertung der finanziellen Situation der Würth-Gruppe durch die Ratingagentur Standard & Poor`s wurde die Bonität und Entwicklung des Unternehmens erneut positiv eingeschätzt und das Konzern-Rating wie bisher mit einem „A/outlook stable“ bewertet.

5.021 zusätzliche Mitarbeiter

In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Würth Gruppe um mehr als 15.000 erhöht. Zum 31. Dezember 2004 stieg die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr (41.952) um 5.021 auf 46.973. Das entspricht einem Zuwachs von 12 Prozent.

„Zusätzliche Arbeitskräfte sehen wir als Investition in unseren zukünftigen Erfolg und als Chance, neue Kunden und Märkte zu erschließen. Denn mit einem weltweiten Marktanteil von rund vier Prozent hat Würth das Wachstumspotenzial noch lange nicht ausgeschöpft“, so Jaeger.

„Mit über 5.000 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben Vertrieb, Logistik und Innendienst die nötigen Ressourcen, noch mehr Kunden von der Qualität unserer Produkte zu überzeugen. Die Grundlagen für den weiteren Erfolgskurs von Würth sind damit gelegt.“

Von den 5.021 neuen Arbeitsplätzen entfielen 1.395 auf Firmenzukäufe. Ebenfalls bedingt durch diese Zukäufe stieg die Zahl der Innendienstmitarbeiter (20.888 / + 13,1 Prozent) stärker an als die der Außendienstmitarbeiter (26.085 / + 11,1 Prozent). In Deutschland waren 8,6 Prozent mehr Mitarbeiter beschäftigt (13.941), im Ausland stieg die Zahl um 13,4 Prozent auf 33.032.

Partner des Handwerks

Mit Sorge betrachtet die Würth-Gruppe die schwierige Lage des deutschen Handwerks, der wichtigsten Kundengruppe des Unternehmens. Das Jubiläumsjahr 2005 stellt die Adolf Würth GmbH & Co. KG deshalb unter das Motto „Ein Hoch dem Handwerk“. Würth möchte dem deutschen Handwerk, das seit Jahren mit stagnierenden oder sinkenden Umsätzen kämpft, ein verlässlicher Partner sein und mithelfen, Wege aus der Krise zu finden. So stellte Würth während der Jubiläumsfeierlichkeiten den Reinhold Würth Handwerks-Spiegel „manufactum“ vor, der Chancen, Profile und Lösungen für das Handwerk untersucht und praxisnahe Tipps bietet.