28.02.05

60 Jahre Würth - eine weltweite Erfolgsgeschichte

Künzelsau. Als Adolf Würth im Jahr 1945 einen Schraubenhandel in Künzelsau (Hohenlohekreis) gründete, hätte er sich vermutlich nicht träumen lassen, dass sein Unternehmen eines Tages fünf Kontinente umspannen würde. 60 Jahre später erwirtschaften heute mehr als 47.000 Würth-Mitarbeiter in weltweit 80 Ländern über sechs Milliarden Euro. Nur wenige Unternehmen können auf eine derart dynamische und gleichzeitig konstante Entwicklung zurückblicken: Würth schreibt seit seiner Gründung stets schwarze Zahlen und konnte mit einer einzigen Ausnahme (Geschäftsjahr 1975) den Umsatz Jahr für Jahr steigern - häufig mit zweistelligen Wachstumsraten.
Nach dem frühen Tod des Vaters übernahm Reinhold Würth im Jahr 1954 den väterlichen Betrieb und die Entwicklung von Würth tritt in eine neue Phase ein: Aus dem Zweimannbetrieb wird eine deutschlandweit operierende Handelsgruppe für Befestigungs- und Montagetechnik. Ermutigt durch den Erfolg in Deutschland wagt Würth schon bald den Sprung ins Ausland: 1962 in die Niederlande und in rascher Folge in weitere europäische Länder. 1969 folgen die USA. Zum 25-jährigen Firmenjubiläum im Jahr 1970 steigt der Umsatz um 50 Prozent auf 32,9 Millionen Euro und Würth expandiert erstmals nach Afrika. 1981 folgt Australien und mit neuen Niederlassungen in Japan und Malaysia ist Würth 1987 schließlich auf fünf Kontinenten präsent. Im Jahr 1989 überspringt der Umsatz die Schwelle von einer Milliarde Euro. Und auch das Betriebsergebnis hält mit dieser rasanten Entwicklung Schritt.

Seit 60 Jahren bewährt: das Erfolgsmodell Würth

Das Geschäftsmodell hat sich seit 1945 im Kern nicht grundlegend verändert, wohl aber das Angebotsspektrum: Würth verkauft längst nicht mehr nur Schrauben, sondern über 100.000 Produkte für Befestigungs- und Montagetechnik. Ein wichtiges Erfolgsrezept der Würth-Gruppe sind die kleinen, schlagkräftigen und unternehmerisch handelnden Einheiten. Die Würth-Vertriebsorganisation mit weltweit über 26.000 Verkäufern betreut gut 2,5 Millionen Geschäftskunden von Argentinien bis nach Australien, in der Mehrzahl Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen vieler Branchen, von großen Autowerkstätten bis zum Kunstschreiner. Der Durchschnittswert eines Auftrags ist deshalb relativ gering und liegt bei rund 200 Euro. Genau darin sieht Reinhold Würth einen entscheidenden Erfolgsfaktor: "Wir sind in der glücklichen Lage, nicht von Großkunden abhängig zu sein." Und durch die breite Aufstellung in verschiedenen Branchen ist Würth auch weniger konjunkturanfällig - eine wesentliche Voraussetzung für das ungebremste Wachstum der vergangenen 60 Jahre.
Das Geschäft mit "kleinen Teilen" ist auch eine große Herausforderung: Um mit diesen geringen Volumina pro Auftrag 6,2 Milliarden Euro Umsatz zu erwirtschaften sind hoch motivierte Mitarbeiter, eine ausgefeilte Logistik sowie gut abgestimmtes Marketing nötig. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist sicherlich, dass es Würth in 60 Jahren geschafft hat, sich einen Namen für Kompetenz, Qualität und Kundennähe zu machen. Würth nutzt diese Nähe zu seinen Kunden, um deren Bedürfnisse genau kennen zu lernen und möglichst umfassend zu erfüllen. So wuchs nicht nur das Angebotsspektrum immer weiter; Würth setzte in den letzten 60 Jahren auch immer wieder neue Standards in der Branche.
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Unternehmenskultur, die eng mit der Person Reinhold Würth verbunden ist. Zum einen verkörpert er als Vorzeigeentrepreneur das Leistungsprinzip, das fest verankert ist im Unternehmen. Mit Hilfe angemessener Bezahlung, einem erfolgsabhängigen Bonusssystem sowie einem Maximum an unternehmerischem Freiraum motiviert das Unternehmen seine Mitarbeiter zu Spitzenleistungen. Zum anderen bildet das soziale Engagement und die großzügige Förderung von Kunst, Kultur, Wissenschaft und Sport, auch durch Reinhold Würth persönlich, einen wichtigen Bestandteil der Unternehmenskultur, die nicht nur für ein angenehmes Arbeitsumfeld sorgt sondern auch als Identifikationspunkt dient und das Miteinander über das engere Arbeitsumfeld hinaus prägt.

Familienstiftungen garantieren die Zukunft des Unternehmens

Die Zukunft des Unternehmens fest im Blick, kümmerte sich Reinhold Würth schon frühzeitig um eine Nachfolgeregelung. Bereits im Jahr 1994 schied er aus der operativen Geschäftsleitung aus und überließ die Konzernführung einem heute fünfköpfigen Managementgremium, dem auch seine Tochter Bettina Würth angehört. Bereits im Jahr 1987 brachte Reinhold Würth das Unternehmen in fünf Familienstiftungen ein um so den Fortbestand der Würth-Gruppe über zukünftige Generationen hinweg zu sichern. Ein seit Jahren bewährtes Management-Team sowie klar definierte Aufsichts- und Kontrollgremien in Form eines Stiftungsaufsichtsrats bzw. Unternehmensbeirats legen die Basis dafür, dass das Unternehmen Würth seine Erfolgsgeschichte auch in den kommenden Jahrzehnten fortsetzen kann. Die Würth-Gruppe wird bereits seit zehn Jahren von den Ratingagenturen Standard & Poor´s sowie Fitch mit einem Rating im A Bereich bewertet. Für das Geschäftsjahr 2004 bestätigte Standard & Poor´s der Würth-Gruppe das Rating A/outlook stable".