30.11.04

Ein Pionier und Unternehmer im Sinne Rudolf Diesels

Bayerns Staatsminister Thomas Goppel zeichnet in München Reinhold Würth mit der Dieselmedaille in Gold aus - Festveranstaltung im Ehrensaal des Deutschen Museums - Lebenswerk gewürdigt

München/Künzelsau. Die Liste hochkarätiger Ehrungen für Reinhold Würth ist lang. Nun kam eine weitere bedeutende Auszeichnung für den Hohenloher Vorzeigeunternehmer hinzu: die Dieselmedaille in Gold.

Mit dieser Auszeichnung des Kuratoriums des Deutschen Institutes für Erfindungswesen steht Reinhold Würth in einer Reihe mit großen deutschen Persönlichkeiten wie Ernst Heinkel, Claudius Dornier, Gottlieb Bauknecht, Wernher von Braun, Ludwig Bölkow oder Ernst Wankel. Sie alle stehen für bahnbrechende Innovationen und Erfindungen und sind Träger der Dieselmedaille in Gold.

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Ehrensaal des Deutschen Museums zeichnete Bayerns Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Thomas Goppel, den Vorsitzenden des Beirats der Würth-Gruppe, Professor Dr. h. c. Reinhold Würth vor 300 Festgästen mit der Dieselmedaille in Gold aus. Die Dieselmedaille wird seit 1952 verliehen und wurde im Andenken an Rudolf Diesel als einen der großen Pioniere und Erfinder initiiert. Die Auszeichnung würdigt nicht nur die wissenschaftliche Bedeutung und Leistung von Erfindungen, sondern vor allem auch ihre volkswirtschaftliche Relevanz und die unternehmerische Umsetzung.

"Allein die beeindruckenden Zahlen der Unternehmensgruppe Würth machen deutlich", so der Präsident i. R. des Europäischen Patentamtes Ingo Kober in seiner Laudatio auf Reinhold Würth, "dass hier ein Erfinder, Pionier und Unternehmer im Sinne Rudolf Diesels vor uns steht". Die Gesamtheit seines Werkes und die dahinter stehende fundamentale Energie machten die Bedeutung aus. "Die Mächtigkeit und Nachhaltigkeit der Idee und ihre Durchsetzung sind die eigentliche erfinderische Leistung". Der Laudator würdigte das Lebenswerk von Reinhold Würth, der ein besonderes Gespür dafür habe, dass "die größte Innovationskraft aus Phantasie entsteht".

In seiner launigen und mit bayerischem Charme und Selbstbewusstsein vorgetragenen Festrede ("Bayern ist so etwas wie die globalisierte Entwicklung vorweggenommen") stellte Staatsminister Thomas Goppel den Zusammenhang zwischen Innovation und wirtschaftlichem Erfolg heraus. Mit Blick auf den Hohenloher Unternehmer Würth sagte Goppel: "Reinhold Würth hat dies gelebt". Garant für den Wohlstand, so Goppel, sei die Innovation. "Erfindergeist ist der Rohstoff unseres Landes und ein unerschöpflicher Rohstoff dazu".

Selbstkritisch nahm Goppel den Vorwurf an die Politik auf, sie behindere durch Bürokratie und Regulierungswut mutige Unternehmensgründungen. "Der Vorwurf ist berechtigt, aber ändern müssen wir die Situation gemeinsam", sagte Goppel. Sein Appell: "Helfen Sie uns zu entbürokratisieren und Gängeleien zu beenden".

Neben Reinhold Würth erhielten in diesem Jahr weitere fünf Persönlichkeiten, darunter in der 50-jährigen Geschichte erstmals auch eine Frau, die Dieselmedaille in Gold: Sybill Storz, Günther Kampichler, Prof. Dr. Anton Kathrein, Jörgen Skafte Rasmussen und Prof. Dr. Fritz Sennheiser.