12.05.04

Bilanzpressekonferenz am 12. Mai 2004

3. Das Geschäftsjahr 2003 der Würth-Gruppe (ausführliche Fassung)

  • Würth-Gruppe steigert den Umsatz auf die neue Rekordmarke von 5,45 Milliarden Euro
  • Betriebsergebnis wächst überproportional zum Umsatzwachstum auf 330 Millionen Euro
  • Jahresüberschuss steigt auf 219 Millionen Euro
  • Eigenkapitalquote liegt bei 48,0 Prozent
  • Weltweit 1.519 zusätzliche Verkäufer eingestellt

Künzelsau/Hohenlohekreis. "Mit neuen Rekordmarken beim Umsatz und beim Betriebsergebnis sehen wir unsere Geschäftspolitik im Jahr 2003 bestätigt". Mit diesen Worten kommentierte Dr. Walter Jaeger, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, die Vorlage der Bilanz der Würth-Gruppe zum Geschäftsjahr 2003 am Mittwoch, 12. Mai 2004, am Firmensitz in Künzelsau-Gaisbach. Insbesondere die Einstellung von 1.519 zusätzlichen Verkäufern, so Jaeger, habe zu diesem Erfolg beigetragen.

Das weltweit größte Handelsunternehmen auf dem Gebiet der Befestigungs- und Montagetechnik mit Sitz in Künzelsau/Hohenlohekreis steigerte den konsolidierten Gesamtumsatz um 1,7 Prozent auf 5,45 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,36 Milliarden Euro). Wechselkurs bereinigt betrug das Wachstum 4,4 Prozent. Im Jahresverlauf setzte im zweiten Halbjahr 2003 - nach dem Ende des Irakkrieges - eine Trendwende ein. Im dritten Quartal verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzplus von 1,8 Prozent, im vierten Quartal stieg die Wachstumsrate auf 2,7 Prozent.

Mit dem Rekordumsatz 2003 ist es der Würth-Gruppe gelungen, an die erfolgreichen Vorjahre anzuschließen, denn bis auf das Jahr 1975 erwirtschaftete der Handelskonzern in seiner nunmehr 59-jährigen Geschichte in jedem Jahr einen neuen Umsatzrekord. Dieser bestätigt auch die Geschäftspolitik der letzten zwei Jahre, in denen das Unternehmen trotz des schwierigen Marktumfeldes durch Einstellung zusätzlicher Verkäufer kräftig in den Ausbau des Vertriebs investiert hat.

Im Geschäftsjahr 2003 sind unsere Auslandsgesellschaften wieder schneller gewachsen als die Inlandsgruppe. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz der Würth-Gruppe betrug 59,6 Prozent (Vorjahr: 58,8 Prozent). Im Ausland erhöhten wir unsere Handelsumsätze um drei Prozent auf 3,25 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,15 Milliarden Euro). Bereinigt um die Kursschwankungen des Dollars stieg der Umsatz unserer Auslandsgesellschaften um 7,6 Prozent.

Nicht zufrieden stellend verlief das Geschäftsjahr 2003 für unsere Gesellschaften in Deutschland. Von den 5,45 Milliarden Euro, die die Würth-Gruppe erwirtschaftet hat, entfallen 40,4 Prozent auf Deutschland. In Deutschland ging der Umsatz um 0,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,21 Milliarden Euro) zurück.

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, größte Einzelgesellschaft innerhalb der Würth-Gruppe, litt 2003 besonders unter der schwierigen Konjunktur der Bauwirtschaft und des Bauhaupt- und Baunebengewerbes. Für die Branche war es das schlechteste Jahr seit der deutschen Einheit. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks errechnete für die Handwerksbetriebe im Jahr 2003 ein Umsatzminus von rund vier Prozent. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, die traditionell zu 60 Prozent von der Handwerksbranche abhängig ist, schloss das Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang von zwei Prozent auf 788 Millionen Euro ab (Vorjahr: 804 Millionen Euro).

Die Umsatzentwicklung der Würth-Gruppe, getrennt nach Würth-Linie und AC-Linie, ergab folgendes Bild: Das Wachstum der 120 Unternehmen der Würth-Linie lag insbesondere aufgrund des höheren Anteils von Umsätzen im US-Dollar-Raum mit 1,0 Prozent unter dem Gesamtwachstum der Würth-Gruppe, während die 174 Gesellschaften der Allied Companies um 3,1 Prozent gewachsen sind. Der Umsatz der Würth-Linie betrug 3,44 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,41 Milliarden Euro). Der Gesamtumsatz der Allied Companies, die rund 37 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaften, betrug zwei Milliarden Euro (Vorjahr: 1,95 Milliarden Euro).

"Gewinnwachstum geht vor Umsatzwachstum - dieses Ziel haben wir 2003 konsequent umgesetzt", erklärte Dr. Walter Jaeger bei der Vorlage der Bilanz den gegenüber dem Umsatzwachstum überproportionalen Anstieg des Betriebsergebisses um 17,4 Prozent. Mit 330 Millionen Euro (Vorjahr: 281 Millionen Euro) erwirtschafteten die 294 Gesellschaften der Würth-Gruppe einen neuen Spitzenwert beim Ertrag vor Steuern und übertrafen damit die alte Bestmarke von 305 Millionen Euro aus dem Jahr 2000 um 25 Millionen Euro.

Der Jahresüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr als Ergebnis unserer konsequent auf Konsolidierung und Stabilisierung ausgerichteten Geschäftspolitik um 52 Millionen Euro auf 219 Millionen Euro. Die Konsolidierung der Bilanzstrukturen mit geringen Akquisitionen, Sicherung der Liquidität sowie Optimierung des Working Capitals führte zur weiteren Verbesserung der Bilanzrelationen. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Würth-Gruppe ist 2003 auf 1,5 Milliarden Euro angewachsen. Die Würth-Gruppe verfügt damit über eine beachtliche Eigenkapitalquote von 48,0 Prozent (Vorjahr: 45,5 Prozent), mit der das Unternehmen weit über dem Durchschnitt europäischer Handelsunternehmen liegt.

Auch bei der jüngsten Bewertung der finanziellen Situation der Würth-Gruppe durch die Ratingagentur Standard & Poor`s wude die Bonität und Entwicklung des Unternehmens erneut positiv eingeschätzt und das Konzern-Rating wie bisher mit einem "A/outlook stable" bewertet.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2003 bestand die Würth-Gruppe aus 294 Gesellschaften in 80 Ländern. Die Zahl der Zukäufe und Neugründungen bewegte sich aufgrund des Konsolidierungskurses in moderatem Rahmen. Fünf Zukäufen standen insgesamt 13 Neugründungen gegenüber, wobei die regionale Expansion innerhalb der Würth-Linie nahezu stagnierte. Die neuen Gesellschaften wurden hauptsächlich als Tochterunternehmen unserer Allied Companies gegründet.

In den letzten vier Jahren hat sich die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um mehr als 10.000 erhöht. Zum 31. Dezember 2003 stieg die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr (39.809) um 2.143 auf 41.952. Das entspricht einem Zuwachs von 5,4 Prozent. Darin enthalten sind 561 neue Arbeitsplätze durch Firmenzukäufe.

In den beiden vergangenen Jahren investierte die Würth-Gruppe massiv in den Ausbau des weltweiten Vertriebs. Insbesondere die Einstellung von 1.519 zusätzlichen Verkäufern im Jahr 2003 hat wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg beigetragen. Die Zahl der Verkäufer wuchs um 6,9 Prozent (1.519) auf 23.488 (Vorjahr: 21.969). Im Innendienst stieg die Zahl der Beschäftigten um 624 auf 18.464 (Vorjahr: 17.840). In Deutschland wuchs die Zahl der Mitarbeiter um 1,5 Prozent auf 12.835 (Vorjahr: 12.648).