12.05.04

Bilanzpressekonferenz am 12. Mai 2004

4. Geschäftsentwicklung nach den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2004

  • Würth wächst wieder kräftiger: Umsatz steigt um 6,4 Prozent
  • Betriebsergebnis liegt um 34,9 Prozent über dem Vorjahreswert
  • Würth-Gruppe übernimmt drei Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von 350 Millionen Euro pro Jahr

Künzelsau/Hohenlohekreis. Würth wächst wieder kräftiger: In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2004 steigerte die Würth-Gruppe den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro.

Im Ausland stieg der Umsatz um 7,4 Prozent auf 884 Millionen Euro. Die deutsche Gruppe verbesserte den Umsatz um 4,8 Prozent auf 573 Millionen Euro. "Wir wachsen wieder schneller und nachhaltiger", kommentierte Konzernsprecher Dr. Walter Jaeger die Zahlen des ersten Quartals 2004. Unter dem Motto "Go for 6!" will Würth den Umsatz bis zum Jahresende auf sechs Milliarden Euro steigern.

Die positive Betriebsergebnisentwicklung des Vorjahres hält auch im neuen Geschäftsjahr an. Nach dem 1. Quartal 2004 lag der Ertrag der Würth-Gruppe bei 112 Millionen Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 34,9 Prozent entspricht. Diese Zahlen nannte das Unternehmen am Mittwoch, 12. Mai 2004, im Rahmen der Vorlage der Konzern-Bilanz für das Geschäftsjahr 2003.

Aufgrund der schwachen Konjunktur in Deutschland und der unsicheren Entwicklung der Weltwirtschaft hatte sich die Würth-Gruppe in den vergangenen zwei Jahren einen Konsolidierungskurs verordnet. "Wir haben die wirtschaftliche Stagnation genutzt, um unsere Strukturen und Prozesse zu optimieren", betonte Dr. Walter Jaeger. Um jedoch wieder schneller zu wachsen, will das Unternehmen den weltweiten Ausbau des Vertriebs im Jahr 2004 fortsetzen und erneut zusätzliche Verkäufer einstellen. Zum Ende des 1. Quartals 2004 beschäftigte die Würth-Gruppe 43.207 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (+ 6,0 Prozent), davon 24.262 im Außendienst (+ 7,2 Prozent).

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2004 hat die Würth-Gruppe erstmals wieder substantiell Unternehmen zugekauft. Mit der Übernahme der LICHT Zentrale Thurner GmbH in Nürnberg, des österreichischen Beschlägeherstellers Grass und des Baumarktzulieferers DIY World GmbH integrierte die Würth-Gruppe im ersten Quartal 2004 drei Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von zusammen 350 Millionen Euro pro volles Geschäftsjahr. Mit den Zukäufen stärkt das Handelsunternehmen die Geschäftseinheiten Elektrogroßhandel, Handel mit Bau- und Heimwerkermärkten sowie Produktion von Möbelbeschlägen.

Die LICHT Zentrale Thurner GmbH ist Spezialist für Leuchten und Leuchtmittel (Außenleuchten, Scheinwerfer, Strahler, Arbeitsplatzbeleuchtungen, Designleuchten) und erwirtschaftete 2003 mit 100 Mitarbeitern einen Umsatz von 60 Millionen Euro. Das Elektrogroßhandelsunternehmen verstärkt innerhalb der Geschäftseinheit Elektrogroßhandel die bereits in diesem Markt tätigen Würth-Tochtergesellschaften FEGA Elektrogroßhandels GmbH in Ansbach und Schmitt Elektrogroßhandel GmbH in Fulda.

Das Unternehmen DIY World GmbH in Wuppertal beliefert europaweit sämtliche namhaften Bau- und Heimwerkermärkte mit Werkzeug, Elektromaschinen, Eisenwaren oder Möbelbeschlägen und setzte im Jahr 2003 mit 370 Mitarbeitern 170 Millionen Euro um.

Mit der Übernahme des Beschlägeherstellers Grass mit Sitz in Hoechst/Österreich rundet die Würth-Gruppe die Produktionssparte von Möbelbeschlägen ab, in der sie bereits mit der Mepla Alfit Gruppe am Markt tätig ist. Die Grass-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2003/2004 mit 900 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 115 Millionen Euro.

Alle Zukäufe werden innerhalb der Würth-Gruppe als rechtlich selbständige Firmen weitergeführt. Die Würth-Gruppe ist inzwischen mit 305 Gesellschaften in 80 Ländern tätig.