08.05.19

Würth-Gruppe meldet erneut Rekord bei Umsatz und Betriebsergebnis

Künzelsau/Schwäbisch Hall. Die Würth-Gruppe, Weltmarktführer im Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial, meldet neue Rekorde bei Umsatz und Betriebsergebnis. Ein Erfolg, der den Wandel der Unternehmensgruppe vom Händler zum Hersteller untermauert. Multi-Kanal-Strategie beweist nach wie vor Zugkraft. Umsätze im E-Business bestätigen diesen Kurs mit einem Wachstum von 24,6 Prozent.

  • Umsatz wächst um 7,1 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro – bereinigt um Wechselkurseffekte sind es 8,6 Prozent
  • Betriebsergebnis mit 870 Millionen Euro höchstes in der Unternehmensgeschichte
  • Innovationszentrum verstärkt Voraussetzung für den Wandel vom Händler zum Hersteller

Auch 2018 ist für die Würth-Gruppe ein Rekordjahr: Der Umsatz steigt um 7,1 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro (2017: 12,7 Milliarden Euro), berei¬nigt um Wechselkurseffekte liegt das Wachstum bei einem Plus von 8,6 Pro¬zent. Das Betriebsergebnis wuchs überproportional zum Umsatz auf 870 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein mittleres einstelliges Umsatzwachstum erwartet. Aufgelaufen per April 2019 verzeichnet die Würth-Gruppe ein Umsatzwachstum von 7,1 Prozent.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis in Höhe von 870 Millionen Euro (2017: 780 Millio-nen Euro) ist das höchste der Unternehmensgeschichte. Die Rendite lag 2018 bei 6,4 Prozent (2017: 6,1 Prozent). Diese Verbesserung ist einer-seits auf die Produktivitätssteigerung – begünstigt durch die guten konjunk-turellen Rahmenbedingungen – zurückzuführen, andererseits zeigt die Konzentration auf den Ausbau der Multi-Kanal-Strategie ihre Wirkung. Allerdings geht der Konzern aufgrund aktueller Prognosen davon aus, dass die sehr gute konjunkturelle Lage 2018 ihr Niveau 2019 nicht halten wird.

„Die anhaltenden Handels- und Zollkonflikte, die Ungewissheit hinsichtlich des Brexits – es gibt viele Themen, die die globale Wachstumsdynamik verlangsamen. Sollte es zu keinen Verwerfungen kommen, gehen wir nach wie vor von einem zufriedenstellenden Wachstumsjahr 2019 aus“, schaut Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, auf das laufende Geschäftsjahr.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten hat sich 2018 von 74.159 um 2.921 auf 77.080 erhöht, eine Steigerung um 3,9 Prozent. In Deutschland arbeiten 23.772 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was einer Steigerung zum Vor-jahr von 5,1 Prozent entspricht. Im Außendienst beschäftigt der Konzern 33.218 Mitarbeiter (2017: 32.295). Durch Akquisitionen kamen 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinzu.

Deutschland ertragreichste Region

Innerhalb der Regionen überzeugten vor allem Süd- und Osteuropa mit Wachstumsraten beim Umsatz von über 10 Prozent – vornehmlich erzielt durch die Gesellschaften der Würth-Linie. Hervorzuheben ist Spanien mit einem Umsatzwachstum von 11,2 Prozent sowie Italien mit 15,7 Prozent. „Unsere Unternehmensstrategie basiert auf dem Anspruch, möglichst nahe am zweistelligen Wachstum zu sein“, zeigt sich Robert Friedmann zufrieden. „Für diese Gesellschaften freue ich mich besonders, weil sie es aus der Krise heraus wieder auf die Erfolgsspur geschafft haben.“

Der wichtigste Einzelmarkt des Konzerns ist nach wie vor Deutschland: Hier wurde mit einem Umsatzanteil von 42,4 Prozent ein Umsatzwachstum von 7,0 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro (2017: 5,4 Milliarden Euro) erzielt. Mit einem Betriebsergebnis von 436 Millionen Euro (2017: 421 Millionen Euro) ist Deutschland auch die ertragreichste Region im Konzern. Der Umsatz wuchs im Ausland um 7,1 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro.

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG erwirtschaftete 2018 mit 7.160 Mit-arbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro und liegt mit einem Plus von 9,0 Prozent über dem Konzerndurchschnitt. Diese Entwicklung ist auch Voraussetzung für Investitionen in zukunftsweisende Vertriebs-, Logistik- und Produktlösungen. Aktuelles Beispiel ist der Bau eines neuen Umschlaglagers direkt an der A6.

Forschung und Entwicklung auf höchstem Niveau – Lösung für den Mobilitätskollaps

Im März 2019 erfolgte der Spatenstich für das neue Innovationszentrum am Standort des Mutterunternehmens in Künzelsau. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG investiert rund 70 Millionen Euro und baut auf rund 15.000 m² mo-dernste Labore und Werkstätten, welche unter anderem mit hoch-modernen 3-D-Druckern ausgestattet sind. In einer Klimakammer und einem zertifizier-ten Dübellabor können eigene Zulassungsversuche durchgeführt werden.

Befestigungen in Erdbebengebieten oder die nachträgliche Verstärkung von Bauwerken wie zum Beispiel im Brücken- und Tunnelbau stehen im Fokus. Augenfällige Probleme wie etwa der drohende Mobilitätskollaps durch langjährige Sanierungsmaßnahmen an Brücken oder Tunneln werden konkret aufgegriffen und Lösungen dafür gesucht. Es gibt heute schon Betonschrauben, die, tief in das Bauwerk eingeschraubt, fehlende oder beschädigte Armierungen ersetzen, um so die Lebensdauer maroder Bau-werke nachträglich zu verlängern. Mit dem Innovationszentrum werden diese Forschungsmöglichkeiten um ein Vielfaches erhöht.

Rund 250 Menschen werden im Innovationszentrum Ideen zur Umsetzung bringen und in die Zukunft tragen: Mitarbeiter aus dem Bereich Forschung und Entwicklung der Adolf Würth GmbH & Co. KG und aus den Konzern-Tochtergesellschaften, die im produzierenden Bereich tätig sind, sowie ex-terne Forscher. Durch die Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Techno-logie KIT sowie den Universitäten Innsbruck und Stuttgart entsteht ein Cluster aus Wissen und Know-how.

Vom Händler zum Hersteller – entstanden aus den Ideen von Handwerkern, entwickelt von Würth

Die Kernkompetenz von Würth beruht schon immer auf der hohen Produkt-qualität, die sich an den Anforderungen des professionellen Handwerks orientiert. Der enge Kontakt über die direkte Partnerschaft mit dem Außen-dienst spiegelt der Adolf Würth GmbH & Co. KG die Wahrnehmung der Kunden im konkreten täglichen Umgang mit den Würth Produkten wider. Diese Rückmeldungen von Handwerk und Industrie aus täglich 40.000 Kundenkontakten setzt das Unternehmen um und brachte 2018 unter dem Motto WÜRTH MASTER. FULL POWER. FULL SERVICE. das erste Akku-Ma-schinenprogramm heraus, das auf einer leistungsstarken Würth-eigenen Akku-Technologie basiert. Der Akku-Bohrschrauber ABS 18 COMPACT ist das erste Gerät dieser Serie. Seit April 2019 ergänzt ein Winkelschleifer dieses Programm. Bis Ende 2020 wird eine 12- und 18-Volt-Serie auf der neuen Akku-Plattform für die Kunden verfügbar sein.

Investitionen

Mit einem Investitionsvolumen von 635 Millionen Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen der Würth-Gruppe 2018 auf dem Ausbau von IT-Infrastruk-tur und Lagerkapazitäten für die Vertriebsgesellschaften sowie in den Berei-chen Produktionsgebäude, technische Anlagen und Maschinen für die Pro-duktionsgesellschaften. Auch 2018 wurden die Investitionen vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert.

Konstante finanzielle Stabilität

Das Eigenkapital der Würth-Gruppe stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,2 Prozent auf 5.172 Millionen Euro – ein Plus von 393 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote liegt damit zum Jahresende bei 47,1 Prozent (2017: 46,5 Prozent). Die Ratingagentur Standard & Poor´s bestätigte 2018 erneut das Rating der Würth-Gruppe mit A/outlook stable.

Robert Friedmann und Joachim Kaltmaier

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe und Joachim Kaltmaier, Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe, stellen den Jahresabschluss 2018 der Würth-Gruppe auf der Bilanzpressekonferenz in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall vor.

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Robert Friedmann präsentiert Jahresabschluss

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe präsentiert Jahresabschluss 2018 der Würth-Gruppe auf der Bilanzpressekonferenz der Würth-Gruppe in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall.

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Robert Friedmann präsentiert reLAST

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe demonstriert die Wirkungsweise des Brückensanierungssystems reLAST.

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