Reinhold Würth und Innovationen

Seit den Anfängen der Produkt- und Markenentwicklung im Unternehmen in den siebziger Jahren liegt der Fokus bei Würth darauf, immer wieder Produkte anzubieten, die durch Innovation erlebbaren Kundennutzen schaffen. So wurde beispielsweise eine neue Schraubengeneration mit einem hervorragenden Schraubenantrieb entwickelt – die ASSY®-Schraube mit dem patentierten AW®-Antrieb. Im Blickpunkt steht stets, auf die Kundenbedürfnisse zu achten und darauf ausgerichtet neue, innovative Produkte zu generieren. „Wir sind die Angestellten unserer Kunden”, lautet ein Credo von Reinhold Würth. Diese Haltung hat die Unternehmenskultur in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich geprägt und ist zu einem der wichtigsten Grundwerte in der Würth-Gruppe geworden.

ASSY® 3.0 - die neue Schraubengeneration für hocheffiziente Holzverschraubungen kam 2008 auf den Markt.

ASSY® 3.0 - die neue Schraubengeneration für hocheffiziente Holzverschraubungen kam 2008 auf den Markt.

Schon frühzeitig begann das Unternehmen Würth damit, als Handelsunternehmen nicht nur Produkte zu vertreiben, sondern diese auch selbst zu entwickeln und zu produzieren. Die treibende Kraft hinter diesem für einen Händler ungewöhnlichen Schritt war Reinhold Würth. 1958 überraschte er seine Mitarbeiter mit der Ankündigung: „Jetzt werden wir auch selbst Schrauben herstellen!” Im November des gleichen Jahres wurde die Fabrikation im Untergeschoss des Firmengebäudes am Bahnhof in Künzelsau aufgenommen.

Damit begann für die Geschichte des Unternehmens ein neuer Abschnitt: Ein gewisser Teil der Artikel, mit denen Würth damals handelte, wurde nicht mehr bei fremden Herstellern eingekauft, sondern man produzierte sie selbst. Dies bot den Vorteil gegenüber den Kunden, schneller liefern zu können und flexibler zu sein. Reinhold Würths Entschluss, seinem Handelsunternehmen eine Schraubenfabrikation anzuschließen, sorgte damals für eine beachtliche Aufwärtsentwicklung des noch jungen Unternehmens. Heute firmiert die einstige Schraubenproduktion unter SWG Schraubenwerk Gaisbach GmbH mit Sitz in Waldenburg nahe Künzelsau.

Zu den Strategien, die ab Mitte der siebziger Jahre im Hause Würth ausgearbeitet wurden, gehörte auch eine neue Produktpolitik: 1975 begann Würth, selbst Produkte zu entwickeln und unter eigenem Namen zu vertreiben. Bei der Einführung neuer Konzepte in diesem Bereich war Reinhold Würth federführend und ließ im Unternehmen eine interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung einrichten. Die Eigenmarke ZEBRA® wurde für hochwertige Erzeugnisse eingeführt, deren Qualität über der marktüblichen lag. Zunächst wurden Schlauchschellen, bald auch Spiralbohrer und Kabelrollgeräte sowie chemisch-technische Produkte und ein Werkzeugprogramm unter der neuen Bezeichnung auf den Markt gebracht. Seit diesem Zeitpunkt wurde das Sortiment der Marke ZEBRA® systematisch weiterentwickelt. Heute zählen die ZEBRA®-Produkte zu den Top-Marken bei Würth. Ihre besondere Qualität wird durch das Versprechen „100 Prozent Qualität, 0 Prozent Diskussion” unterstrichen: Ist ein Kunde mit einem dieser Artikel nicht zufrieden, kann er ihn kompromisslos und ohne Diskussion umtauschen.