10.05.10

Jenseits musikalischer Schwerkraft: Martin Grubinger mit Würth Preis der Jeunesses Musicales ausgezeichnet

Künzelsau/Köln. Der mit 10.000 Euro dotierte Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) wurde am Sonntag, 9. Mai, in Köln an den österreichischen Multipercussionisten Martin Grubinger verliehen. In ihrer Laudatio hob die Intendantin des Beethovenfestes Bonn Ilona Schmiel den interkulturellen Beitrag Grubingers im internationalen klassischen Musikleben hervor.

In seinen Konzerten erschließt Grubinger Ausdrucksformen, die einen unerhörten Zugang zur Musik öffnen. Mit spielerischer Eleganz, Temperament und einer traumwandlerischen Virtuosität, die einen schwindeln macht, überwindet er Grenzen zwischen Stilen und Kulturen. Dieser neugierige Idealismus verbindet ihn mit dem musikalischen Jugendverband Jeunesses Musicales, der in seinen Projekten und Kursen jährlich viele tausend Jugendliche aus aller Welt zusammenbringt und ihnen ein inspirierendes und nachhaltiges Musikerlebnis ermöglicht. „Mit Martin Grubinger zeichnen wir einen jungen Musiker aus, der insbesondere der musikalischen Jugend als Musiker, wie auch in seiner menschlichen Haltung Vorbild sein kann“, so JMD-Vizepräsident Stefan Piendl. Prof. Dr. Harald Unkelbach, Vorstand der Gemeinnützigen Stiftung Würth, betonte bei der Preisverleihung: „Mit der Vergabe des Preises stehen Sie in der Tradition von Dennis Russell Davies, Philip Glass, dem Nationalen Kinderorchester Venezuela, Gustavo Dudamel und dem Arab-Jewish Youth Orchestra Israel. Trotz Ihrer jungen Jahre wecken Sie die Begeisterung für Trommel und Percussion. Die große Zustimmung über alle Generationen hinweg macht dies deutlich.“

Der Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland ist eine der exklusiven Auszeichnungen in der deutschen Musiklandschaft. Er wird an Künstler, Ensembles und Projekte verliehen, die Werte und Zielsetzungen der JMD vorbildhaft erfüllen. Seit 1991 erhielten ihn Persönlichkeiten wie der Musikpublizist Theo Geißler, Ensembles wie die Junge Deutsche Philharmonie oder das Ensemble Resonanz und das Education-Programm der Berliner Philharmoniker.

Info: Gemeinnützige Stiftung Würth

Die Gemeinnützige Stiftung Würth wurde im Jahr 1987 von Reinhold und Carmen Würth gegründet. Sie fördert eine Vielzahl an Projekten aus Kunst und Kultur, Forschung, Wissenschaft sowie Bildung und Erziehung. Das Stiftungskapital beträgt derzeit fünf Millionen Euro.

Die Gemeinnützige Stiftung Würth entfaltet eigene Aktivitäten und fördert darüber hinaus Projekte anderer Veranstalter mit Schwerpunkt auf der Region Hohenlohe. 2005 wurde beispielsweise das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung Baden-Württemberg unter dem Dach der Stiftung eingerichtet, dessen Ziel es ist, Schulen näher an Wirtschaftsthemen heranzuführen. Das Kompetenzzentrum vergibt jährlich den Würth Bildungspreis.

Des Weiteren ist die Gemeinnützige Stiftung Würth Trägerin der 2006 gegründeten Freien Schule Anne-Sophie in Künzelsau, einer Privatschule mit Ganztagsbetreuung für alle Bildungsgänge – von der Vorschule bis zum Abitur. Die Schule arbeitet nach einem eigenen pädagogischen Konzept.

Die von der Gemeinnützigen Stiftung Würth verwaltete Stiftung zur Förderung der Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn in Künzelsau widmet sich der Förderung von Forschung und Lehre an dieser Hochschule. Ihr wurden aus der Würth-Gruppe zehn Millionen Euro als Stiftungskapital zur Verfügung gestellt.

Besonders bedeutsame Projekte anderer Veranstalter, die bisher eine regelmäßige Förderung erfahren haben, sind der Hohenloher Kultursommer sowie der in diesem Rahmen alle zwei Jahre stattfindende Internationale Violinwettbewerb der Kulturstiftung Hohenlohe, die Junge Oper Schloss Weikersheim und die Arbeit des Historischen Vereins Württemberg-Franken.

Derzeit vergibt die Gemeinnützige Stiftung Würth folgende Preise:

  • Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland
  • Robert-Jacobsen-Preis
  • Würth Bildungspreis