07.05.15

Würth wächst weiter

  • Steigerung des Betriebsergebnisses um 15,7 Prozent
  • E-Business wächst mit 21 Prozent
  • Guter Start ins Geschäftsjahr 2015 mit 8 Prozent Wachstum

Künzelsau. Die Würth-Gruppe ist gut ins Geschäftsjahr 2015 gestartet. Im ersten Tertial stieg der Umsatz um 8 Prozent. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Plus bei rund fünf Prozent. Damit knüpft die Würth-Gruppe an das gute vierte Quartal 2014 an. „Wir sind 2014 in der Würth-Gruppe mit 3,9 Prozent auf 10,13 Milliarden Euro gewachsen und konnten das Betriebsergebnis überproportional auf 515 Millionen Euro steigern. Damit sind wir zufrieden, denn wir konnten die wesentlichen Steuerungsgrößen fast durchgängig verbessern“, so kommentiert Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, das Geschäftsjahr 2014. In Lokalwährungen lag die Umsatzsteigerung sogar bei 4,8 Prozent. In vielen Ländern, im Besonderen in Südeuropa, haben sich 2014 die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert. Nordamerika entwickelte sich mit einem kursbereinigten Wachstum von 8,6 Prozent überdurchschnittlich gut. Sehr erfolgreich war Würth wiederum im Heimatmarkt Deutschland. Während die Gesellschaften in Deutschland ein Umsatzplus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreichten, lag der Umsatz im Ausland bei einem Zuwachs von 3,6 Prozent (währungsbereinigt 5,3 Prozent). Insgesamt steht Deutschland für ein Betriebsergebnis von 290 Millionen Euro (2013: 226 Millionen Euro) und einen Umsatzanteil von 45 Prozent.

Betriebsergebnis steigt überproportional

Das Betriebsergebnis der Würth-Gruppe 2014 konnte auf 515 Millionen Euro gesteigert werden (2013: 445 Millionen Euro). Das entspricht einem Plus von 15,7 Prozent. Die herausragende Ertragskraft einzelner Gesellschaften wie der Adolf Würth GmbH & Co. KG, der Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG oder von Würth Finnland tragen einen großen Teil dazu bei. „Die Investitionen in Wachstumsfelder und eine gezielte Restrukturierungspolitik zahlen sich aus“, so Friedmann.

Mitarbeiteraufbau 2014

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist zum 31. Dezember 2014 um 3,9 Prozent (+2.473 Mitarbeiter) auf 66.044 gestiegen (2013: 63.571). In Deutschland zählte die Würth-Gruppe 20.226 Beschäftigte (2013: 19.415), im Ausland 45.818 (2013: 44.156). Die Zahl der Außendienstmitarbeiter stieg weltweit auf 29.923 Beschäftigte an (2013: 29.157).

Weiterer Ausbau des E-Business

Zur weiteren Stärkung des Multi-Kanal-Vertriebs investierte Würth auch 2014 zusätzlich zum Direktvertrieb in das E-Business. Onlineshop, Würth App, E-Procurement-Lösungen und scannergestützte Bestellsysteme sind etablierte Einkaufsmöglichkeiten neben den Niederlassungen und der Betreuung durch den Außendienst. Der Anteil des E-Business am Gesamtumsatz der Adolf Würth GmbH & Co. KG ist auf 13 Prozent gestiegen, was einem Zuwachs von 21 Prozent entspricht. Die Würth App verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 230 Prozent. 2015 wird das Online-Angebot weiter ausgebaut, in dem zum Beispiel weitere Service-Funktionen angeboten werden.

Hohe finanzielle Stabilität

Die Eigenkapitalquote stieg auf 45,2 Prozent (2013: 42,6 Prozent). Das Eigenkapital liegt bei insgesamt 3.683 Millionen Euro (2013: 3.399 Millionen Euro), was einem Zuwachs um 284 Millionen Euro entspricht. Die Ratingagentur Standard & Poor‘s bewertete 2014 die Würth-Gruppe mit „A/outlook stable“. Der operative Cashflow lag bei 612 Millionen Euro und zum 31.12.2014 verfügte die Würth-Gruppe über liquide Mittel in Höhe von 602 Millionen Euro (2013: 749 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss ist mit 378 Millionen Euro der zweithöchste Wert in der Unternehmensgeschichte.

Investitionen in Wachstumsfelder

Die Investitionen gingen 2014 von 433 Millionen Euro (2013) auf 367 Millionen Euro zurück. Grund war auch der Abschluss einiger Großinvestitionsprojekte im Jahr 2013. Schwerpunkte der Investitionen im vergangenen Jahr waren der Ausbau von Lagerkapazitäten für die Vertriebsgesellschaften sowie Produktionsgebäude und technische Anlagen für die Produktionsgesellschaften. 2014 wurde mit dem Bau eines neuen IT-Technologiezentrums in Waldzimmern begonnen, in enger Nachbarschaft zum 2014 eröffneten Neubau der Würth Elektronik ICS. Würth Kanada eröffnete ein neues Verwaltungsgebäude mit Vertriebszentrum. Im September 2014 fand zudem in Künzelsau-Gaisbach der Spatenstich für die neue Niederlassung statt.

Erfolgreich akquiriert

Zur Wachstumsstrategie der Würth-Gruppe gehört es, erfolgreiche Unternehmensbereiche durch gezielte Akquisitionen sinnvoll zu ergänzen. So wurde die italienische Gesellschaft Stelvio Kontek SpA im Juli 2014 durch die Würth-Gruppe übernommen. Das Unternehmen beschäftigt 366 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat 2014 einen Umsatz von über 21 Millionen Euro erwirtschaftet. Mit dem Erwerb der Stelvio Kontek SpA begrüßt die Würth Elektronik eiSos Gruppe ein Produktionsunternehmen, das Spezialist im Bereich Terminal-Blocks und Board-to-Board-Steckverbinder ist.

Weiterhin wurde im April 2014 Timberline Fasteners, USA übernommen. Das Unternehmen beschäftigt 71 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte 2014 einen Jahresumsatz von rund 24 Millionen US-Dollar. Die Gesellschaft ergänzt regional das Netzwerk der Würth Industrie in Nordamerika.

Ausblick

„Unsere Ziele für 2015 sind weiter ehrgeizig. Wir rechnen mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses auf über 540 Millionen Euro bei einem geplanten Umsatzwachstum von 5 Prozent. Dabei setzen wir neben organischem Wachstum verstärkt auf Zukäufe und den Ausbau des E-Business.“ (Robert Friedmann)

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Sie besteht aktuell aus über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern und beschäftigt über 67.000 Mitarbeiter. Davon sind 30.000 fest angestellte Verkäufer im Außendienst.

Im Kerngeschäft, der Würth-Linie, umfasst das Verkaufsprogramm für Handwerk und Industrie über 100.000 Produkte: von Schrauben, Schraubenzubehör und Dübeln über Werkzeuge bis hin zu chemisch-technischen Produkten und Arbeitsschutz.

Die Allied Companies – Gesellschaften des Konzerns, die an das Kerngeschäft angrenzen oder diversifizierte Geschäftsbereiche bearbeiten – ergänzen das Angebot um Produkte für Bau- und Heimwerkermärkte, Elektroinstallationsmaterial, elektronische Bauteile (z.B. Leiterplatten) sowie Finanzdienstleistungen. Sie machen über 40 Prozent des Umsatzes der Würth-Gruppe aus.