07.05.08

Würth-Gruppe schließt Geschäftsjahr 2007 erfolgreich ab - Nachhaltige Erträge sichern langfristig erfolgreiche Entwicklung

  • Konsolidierter Umsatz steigt um 9,6 Prozent auf 8,49 Milliarden Euro
  • Betriebsergebnis um 24,3 Prozent auf 640 Millionen Euro erhöht
  • Über 63.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit (+16,0 Prozent)
  • Eigenkapitalquote liegt bei 42,3 Prozent

Künzelsau/Stuttgart. Die Würth-Gruppe mit Sitz im baden-württembergischen Künzelsau legte auf ihrer Bilanzpressekonferenz am 7. Mai 2008 in Stuttgart ihren testierten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007 vor.

Die Unternehmensgruppe Würth, die mit über 400 Gesellschaften in 86 Ländern weltweit aktiv ist, blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 zurück. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Prozent auf insgesamt 8,49 Milliarden Euro. Dieses Wachstum wurde trotz einer schwachen Konjunktur in Amerika und der Währungseffekte aufgrund des schwachen US-Dollarkurses erzielt. Wechselkursbereinigt lag die Umsatzsteigerung sogar bei 10,5 Prozent. Auch im Betriebsergebnis legte der Konzern kräftig zu. Mit 24,3 Prozent stieg das Betriebsergebnis überproportional zum Umsatz auf 640 Millionen Euro.

Divisionen Metall und Auto am umsatzstärksten – Division Bau verzeichnet höchste Umsatzsteigerung

Die 136 Gesellschaften der Würth-Linie, die im Kerngeschäft Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial betreiben, wuchsen 2007 durchschnittlich um 9,2 Prozent auf 4,94 Milliarden Euro. Die Divisionen Metall und Auto schlossen das Geschäftsjahr 2007 dabei am umsatzstärksten ab. Die Division Metall erzielte einen Umsatz von 1.469 Millionen Euro, die Division Auto von 1.315 Millionen Euro. Prozentual betrachtet erzielte die Division Bau mit 13,9 Prozent die höchste Umsatzsteigerung (Umsatz: 500 Millionen Euro).

Die 264 Allied Companies der Würth-Gruppe, welche angrenzende Geschäftsfelder zum Bereich Montage- und Befestigungsmaterial bearbeiten, entwickelten sich im Geschäftsjahr 2007 dynamisch und steigerten ihren Umsatz weltweit um 10,1 Prozent auf 3,55 Milliarden Euro.

„Durch unsere dezentrale Struktur zeichnen wir uns in allen Geschäftsbereichen und Regionen durch eine sehr hohe Beweglichkeit aus und können somit ganz flexibel an unterschiedlichen Stellschrauben ansetzen, um erfolgreich zu arbeiten. Dies spiegelt sich unter anderem in der Vertriebsstruktur und in unserem Sortiment wieder, die wir ganz flexibel auf die Anforderungen der Kunden im jeweiligen Markt anpassen“, beschreibt Robert Friedmann die Strategie der Würth-Gruppe.

Zweistelliges Umsatzwachstum in Deutschland

Die deutschen Gesellschaften der Würth-Gruppe erwirtschafteten im vergangenen Geschäftsjahr 3,45 Milliarden Euro, was einem Umsatzwachstum von 10,4 Prozent entspricht. Deutschland leistet damit einen Anteil von über 40 Prozent am Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe. Einen großen Anteil an diesem Erfolg hatte das Mutterhaus der Würth-Gruppe, die Adolf Würth GmbH & Co. KG. Als erste Einzelgesellschaft erzielte sie innerhalb eines Geschäftsjahres mehr als eine Milliarde Euro Umsatz, einschließlich konzerninterner Umsätze.

Die internationalen Gesellschaften steigerten ihren Umsatz um 9,0 Prozent auf 5,04 Milliarden Euro. 86 Prozent des Umsatzes der Würth-Gruppe wurden in Europa erwirtschaftet. Die Würth-Gruppe ist in allen Regionen, außer in den USA, deutlich gewachsen. Der Umsatz der US-Gesellschaften ging um 4,7 Prozent auf 746 Millionen Euro zurück. Grund hierfür war zum einen die schwache Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro, zum anderen die Verunsicherung auf dem US-amerikanischen Markt, die vor allem durch die Krise am Immobilienmarkt ausgelöst wurde.

Mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen

Auch im Jahr 2007 stellte die Würth-Gruppe wieder weltweit neue Mitarbeiter ein. Insgesamt stieg die Zahl der Beschäftigten um 16,0 Prozent auf 63.699. Davon kamen 5.282 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Firmenzukäufe hinzu. Besonders erfreulich ist, dass die Würth-Gruppe in Deutschland bereits im zweiten Jahr in Folge über 1.000 Arbeitsplätze neu geschaffen hat.

Ein besonderes Augenmerk legt der Konzern, dessen Erfolg maßgeblich auf einem starken Direktvertrieb beruht, auf die Entwicklung seiner Außendienstmannschaft. Die Anzahl der Verkäufer stieg 2007 um 5,6 Prozent auf 30.650.

Überdurchschnittliche Eigenkapitalquote

Die Würth-Gruppe investierte im letzten Geschäftsjahr 479 Millionen Euro in ihre Märkte. Das sind 54 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. 227 Millionen Euro (47,4 Prozent) entfallen dabei auf Deutschland. Der Schwerpunkt der Investitionen lag in den Bereichen Lagerneubau und Lagererweiterung der Vertriebsgesellschaften sowie im Ausbau von technischen Anlagen und Maschinen in den Produktionsbetrieben.

Wie bereits in den Vorjahren konnten die Investitionen vollständig aus selbst erwirtschafteten Mitteln getätigt werden. Der Brutto Cashflow der Würth-Gruppe betrug 745 Millionen Euro (2006: 605 Millionen Euro). Das Verhältnis von Investitionen zu Brutto Cashflow hat sich gegenüber dem Vorjahr mit 64,3 Prozent leicht verbessert (2006: 70,2 Prozent). Der Cashflow aus operativer Tätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 23,0 Prozent auf 506 Millionen Euro.

Im Geschäftsjahr 2007 wuchs das Eigenkapital der Würth-Gruppe um 124 Millionen Euro auf 2,40 Milliarden Euro. Der Konzern verfügt damit über eine Eigenkapitalquote von 42,3 Prozent, mit der er nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt europäischer Handelsunternehmen liegt. Die finanziell sehr gute Position der Würth-Gruppe und die positiven Zukunftsaussichten des Konzerns wurden 2007 erneut von den führenden Rating-Agenturen Standard & Poor’s sowie Fitch Ratings durch das Rating „A / outlook stable“ bestätigt.