07.11.06

Feierliche Einweihung des „Würzburger Baus“ – Erweiterung des Hotel-Restaurants Anne-Sophie

Künzelsau. Am Dienstag, 7. November 2006 war es soweit: Im Rahmen einer Feierstunde wurde die neue Dependance des Hotel-Restaurants Anne-Sophie – der so genannte „Würzburger Bau“ – in Betrieb genommen. Das historische Gebäude befindet sich in der Künzelsauer Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Haupthaus entfernt. Es wird in Form eines „garni“ (Übernachtung mit Frühstück) geführt, womit sich die Zimmeranzahl des Hotel-Restaurants Anne-Sophie von 12 auf nunmehr 29 erhöht.

Nach drei erfolgreichen Jahren erweitert damit das Haus sein Angebot und setzt das Konzept einer integrativen Zusammenarbeit von behinderten und nicht behinderten Menschen im Berufsleben fort.
Zur offiziellen Eröffnung des Würzburger Baus sprachen die Initiatorin des Projekts, Carmen Würth, sowie Prof. Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe. „Die Einträge im Gästebuch des Hotel-Restaurants Anne-Sophie zeigen, dass die Besucher den besonderen Geist des Hauses zu schätzen wissen“, so Carmen Würth in ihrer Eröffnungsrede. „Dies ist ein Zeichen, dass das Konzept von den Besuchern und Gästen gut aufgenommen wird.“
Auch Volker Lenz, Bürgermeister der Stadt Künzelsau, und Stefan Kraut, Stadtarchivar von Künzelsau, überbrachten die besten Wünsche für die Zukunft des Hauses. Ein Flöten- und Streicherensemble des Schlossgymnasiums Künzelsau sorgte für die musikalische Umrahmung. Bei einem anschließenden Rundgang konnten sich die geladenen Gäste einen ersten Eindruck von dem gelungenen Umbau des ehemaligen Finanzamtes machen. „Ich freue mich darüber, dass es uns gelungen ist, den warmen Charakter des Hauses Anne-Sophie, gepaart mit Komfort und Eleganz, auch auf das neue Gebäude zu übertragen“, beschreibt der federführende Architekt Thomas Müller die größte Herausforderung bei der Planung und Umsetzung der Renovierungsarbeiten.

Konzept des Hotel-Restaurants Anne-Sophie

Das Hotel-Restaurant Anne-Sophie öffnete seine Pforten im Jahr 2003 als ein bundesweit einzigartiges Projekt: Ziel der Initiatorin Carmen Würth war es, in Künzelsau eine Einrichtung zu schaffen, in der die Integration und Persönlichkeitsentfaltung von behinderten Menschen gefördert wird. Das Hotel-Restaurant Anne-Sophie soll ihnen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und eine sinnvolle berufliche Beschäftigung ermöglichen.
Das Haus in der Künzelsauer Altstadt beherbergt ein Hotel, ein Restaurant mit Café, einen Gewölbekeller für Veranstaltungen sowie einen Akademiebereich. Zurzeit sind hier (inkl. Würzburger Bau) 18 behinderte Menschen im Dienstleistungsbereich tätig; sie arbeiten Hand in Hand mit ihren 21 nicht behinderten Kollegen. Sie werden sowohl von gastronomisch als auch pädagogisch ausgebildetem Personal mit dem Ziel angelernt, selbstständig in den Bereichen Küche, Service und Etage zu arbeiten. Betreiber der Einrichtung ist die Anne-Sophie GmbH mit Carmen Würth als Geschäftsführerin.

Der Würzburger Bau

Der Würzburger Bau in der Scharfengasse 6 in der Künzelsauer Altstadt wurde im Jahr 1710 als Verwaltungszentrum des Bistums Würzburg errichtet. Im Jahr 1930 schenkte Konsul Otto Uebele, Ehrenbürger von Künzelsau, das Gebäude seiner Stadt. Von 1936 bis 2005 wurde der Würzburger Bau als Finanzamt genutzt und im Mai 2005 von der Adolf Würth GmbH & Co. KG gekauft.
Die Fassade des Würzburger Baus befindet sich im historischen Originalzustand; die Innenräume des Hauses wurden im Laufe der Zeit mehrfach verändert. An dem aktuellen Umbau - im Zeichen des Denkmalschutzes - mit einer Bauzeit von Juni bis Ende Oktober 2006 waren rund 40 Handwerksfirmen aus der Region beteiligt. Carmen Würth begleitete den Umbau von Bauherrenseite. Die Projektleitung trug Bauingenieur Paul Krämer von der Adolf Würth GmbH & Co. KG. Das Architekturbüro H + T Müller aus Öhringen mit dem Bauleiter Igor Hess wurde mit der Planung der Baumaßnahmen beauftragt.
Der Würzburger Bau als Erweiterung des Hotel-Restaurants Anne-Sophie bietet den Gästen 17 komfortabel eingerichtete Doppelzimmer, einen großen Veranstaltungsraum mit Kamin für Konferenzen sowie einen Frühstücksraum. Die maßgeschneiderte Inneneinrichtung verleiht dem Haus ein gleichermaßen warmes und elegantes Ambiente. Zwei der Gästezimmer sind rollstuhlgerecht; zudem verfügt das Haus über einen Aufzug und kameraüberwachte Parkplätze. Des Weiteren ist im Würzburger Bau eine hauseigene Konditorei untergebracht, in der Kuchen, Torten und Gebäck für die eigenen Gäste und für das Panorama-Hotel in Waldenburg, das Sudhaus und die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall hergestellt werden.