30.11.17

Sammlung Würth erwirbt Arbeiten aus der Sammlung Essl

Künzelsau/Wien. Die Sammlung Würth erwirbt Arbeiten aus der Sammlung Essl und ergänzt damit die eigene Sammlung. Die Auswahl wurde in enger Zusammenarbeit mit Prof. Karlheinz Essl und in Abstimmung mit der Albertina in Wien getroffen, in deren Obhut sich die Werke derzeit befinden.

Der Generaldirektor der Albertina, Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder, kommentiert dies: „Ich freue mich, dass mit der Sammlung Würth ein Käufer gefunden wurde, mit dem die Albertina seit Jahren kooperiert sowie Ausstellungen und wichtige Leihgaben austauscht.“ Das Konvolut setzt sich aus bedeutenden Arbeiten von Künstlern wie Karel Appel, Georg Baselitz, Stefan Balkenhol, Tony Cragg, Asger Jorn, Alex Katz, Anselm Kiefer, Martin Kippenberger, Maria Lassnig, Arnulf Rainer oder David Salle zusammen und ergänzt die bereits bestehenden Schwerpunkte innerhalb der Sammlung Würth. Der Erwerb wurde längerfristig geplant und ergab sich nicht zuletzt aus der Beziehung der drei Institutionen, die seit vielen Jahren über einen intensiven Austausch an Leihgaben und Kooperationen bei Ausstellungen eine lebendige Kommunikation pflegen.

Die Sammlung Würth, deren Grundstein von Reinhold Würth in den 1960er Jahren gelegt wurde und deren Ausrichtung er bis heute maßgeblich begleitet, umfasst mittlerweile über 17.500 Kunstwerke. Die Akzente der Sammlung liegen auf Skulpturen, Malerei und Grafiken vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Ein besonderer Sammlungskomplex widmet sich der Kunst des Spätmittelalters im Südwesten und am Oberrhein. Höhepunkt dieses Sammlungskomplexes ist die 2012 erworbene Schutzmantelmadonna von Hans Holbein dem Jüngeren, die als Hauptwerk deutscher Renaissancemalerei gilt.

Die Sammlung Würth ist mit wechselnden Ausstellungen an insgesamt 14 Spielorten innerhalb der Würth-Gruppe sowie an ausgewählten Orten weltweit präsent. Auch österreichische Kunst ist seit den Gründertagen im Blick des Sammlers. Mittlerweile vereint die Sammlung Würth die größte Sammlung österreichischer Kunst außerhalb Österreichs. Der Österreich-Bezug der Sammlung Würth manifestiert sich auch im Ausstellungsprogramm. So sind zurzeit bis April 2018 unter dem Titel „Verborgene Schätze aus Wien“ die Kunstsammlungen der Akademie der bildenden Künste Wien zu Gast in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall. Die „Kunstkammer Würth“, die in Auszügen auch als Dauerpräsentation im Bode-Museum in Berlin gezeigt wird, ist im Sommer in einer exquisiten Auswahl im Salzburger Domquartier zu sehen. In Salzburg nennt die Sammlung Würth auch den Walk of Modern Art ihr Eigen und bespielt den Würth Skulpturenpark bei Schloss Arenberg.

Auch die Arbeiten aus der Sammlung Essl werden in Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.