06.05.14

Guter Start der Würth-Gruppe ins Geschäftsjahr 2014 sorgt für Optimismus

  • Steigerung des Betriebsergebnisses 2013
  • Eigenkapital wächst um 195 Millionen Euro
  • Fokus auf weiterem Ausbau des Multi-Kanal-Vertriebs

Künzelsau. „2013 bedeutete für uns: Stagnation im Umsatz, Wachstum im Ergebnis“, so fasst Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, das Geschäftsjahr 2013 knapp und bündig zusammen. Die Würth-Gruppe erreichte mit 9,75 Milliarden Euro einen geringeren Umsatz als im Vorjahr (2012: 9,98 Milliarden Euro). Bereinigt um die 2012 aufgegebenen Solaraktivitäten beträgt der Umsatzrückgang 0,1 Prozent. Während die Gesellschaften in Deutschland ein bereinigtes Umsatzplus von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreichten, lag der bereinigte Umsatz im Ausland um 1,4 Prozent unter dem Vorjahr.

Deutschland bleibt wichtigster Einzelmarkt

Die umsatzstärkste Region in der Unternehmensgruppe war wiederum Deutschland. Hier wurden 4,4 Milliarden Euro erzielt, was einem Anteil am Gesamtumsatz von 45,2 Prozent entspricht. Insgesamt steht Deutschland für ein Betriebsergebnis von 226 Millionen Euro (2012: 210 Millionen Euro) und ist damit auch die ertragreichste Region.

Deutliches Ergebniswachstum 2013

Positiv sieht Friedmann die Steigerung im Betriebsergebnis, die beweist, „dass Kostensenkungsmaßnahmen und Produktivitätssteigerungen sich spürbar bemerkbar gemacht haben“. Das Betriebsergebnis 2013 konnte auf 445 Millionen Euro gesteigert werden (2012: 415 Millionen Euro). Das entspricht einem Plus von 7,2 Prozent.

Mitarbeiteraufbau 2014

Entsprechend der rückläufigen Umsatzentwicklung im Ausland wurde im vergangenen Geschäftsjahr die Zahl der Beschäftigten angepasst. Insgesamt führte dies zu einem Rückgang auf 63.571 Beschäftigte weltweit (-2,5 Prozent). Aufgrund der positiven Konjunkturentwicklung ist 2014 jedoch wieder ein Aufbau der Vertriebsmannschaft geplant. Bis zum Jahresende sollen rund 1.800 Außendienstmitarbeiter hinzukommen. Im ersten Quartal 2014 hat sich die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Dezember 2013 bereits um 834 erhöht, davon sind 360 Verkäufer.

Die Zukunft von Würth liegt im Multi-Kanal-Vertrieb

„Wir setzen auf die Verzahnung aller unserer Vertriebskanäle, also Direktvertrieb durch den Außendienst, enges Niederlassungsnetz, E-Business-Aktivitäten und Telefonverkauf. Hier verfügen wir über eine einzigartige Bandbreite an Möglichkeiten, die andere erst aufbauen müssen“, so Friedmann. Bereits 2013 wurde die E-Business-Strategie weiterentwickelt. Im April 2014 ging der neue Onlineshop an den Start. Auch die Würth App verzeichnet von Monat zu Monat stark steigende Nutzerzahlen und das System Click & Collect trifft ebenfalls auf breite Resonanz. Der Schlüssel für erfolgreiches E-Business im B2B-Geschäft liegt im Zusammenspiel aller Vertriebskanäle. Würth plant mittelfristig den Anteil der E-Business-Umsätze auf 30 Prozent auszubauen.

Finanzlage

Die Eigenkapitalquote stieg auf 42,6 Prozent (2012: 41,9 Prozent). Das Eigenkapital belief sich insgesamt auf 3,4 Milliarden Euro (2012: 3,2 Milliarden Euro). Die Ratingagentur Standard & Poor‘s bewertet die Würth-Gruppe aktuell mit „A/outlook stable“. Der operative Cashflow lag bei 599 Millionen Euro und zum 31.12.2013 verfügte die Würth-Gruppe über liquide Mittel in Höhe von 749 Millionen Euro (2012: 572 Millionen Euro).

Vielzahl von Investitionen geplant

Trotz stagnierender Umsätze im Jahr 2013 investierte Würth kräftig in das Wachstum seiner unterschiedlichen Geschäftsbereiche und Märkte. Mit 433 Millionen Euro liegen die Investitionen auf dem Niveau der letzten Jahre. Alleine in Deutschland wurden 201 Millionen Euro investiert. Auch 2013 hat die Würth-Gruppe alle Investitionen aus dem operativen Cashflow finanziert. Großprojekte im Geschäftsjahr 2014 sind beispielsweise der Lagerneubau der UNI ELEKTRO Fachgroßhandel GmbH & Co. KG in Eschborn sowie Neubauten von Lager- und Verwaltungsgebäuden bei der Würth Elektronik ICS GmbH & Co. KG in Waldzimmern, bei Würth Schweden und bei Würth Kanada.

Mehr Marktanteile durch Akquisitionen

Die Würth-Gruppe trägt mit ihren Tochterunternehmen erfolgreiche Vertriebskonzepte in neue Märkte. Gezielte Akquisitionen ergänzen das organische Wachstum. Im Februar 2014 hat die Würth-Gruppe das südkoreanische Unternehmen Korea Fasteners Limited übernommen. Korea Fasteners Limited ist im Bereich Vertrieb von Befestigungsmaterial an Industriegesellschaften tätig. Im April 2014 konnte die Würth-Gruppe die US-Gesellschaft RL Industries, Inc., die unter dem Name Timberline Fasteners tätig ist, erwerben. Timberline Fasteners ist im Vertrieb von Befestigungsmaterial und Werkzeugen an Industrie-gesellschaften tätig. Sitz der Gesellschaft ist in Commerce City, Colorado (USA), womit sie regional das Netzwerk der Würth Industrie in Nordamerika sehr gut ergänzt.

Ausblick

„Optimistisch stimmen nicht nur konjunkturelle und volkswirtschaftliche Prognosen wie im Besonderen die Wachstumsraten in den europäischen Märkten, sondern auch unsere eigene Entwicklung in den ersten drei Monaten.“ (Robert Friedmann) Die Würth-Gruppe verzeichnet im ersten Quartal ein Wachstumsplus von 4,8 Prozent, in Deutschland liegt es bei 7,1 Prozent, während die Gruppe International ein Wachstum von 3,0 Prozent verzeichnet. Währungseinflüsse belasten das in Euro berechnete Wachstum der Gruppe International. In Lokalwährung gemessen liegt das Umsatzplus der Würth-Gruppe im ersten Quartal 2014 bei 6,8 Prozent. Die Würth-Gruppe strebt im Geschäftsjahr 2014 insgesamt ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich und ein Betriebsergebnis von mehr als 500 Millionen Euro an.

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Sie besteht aktuell aus über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern und beschäftigt 63.600 Mitarbeiter. Davon sind rund 30.000 fest angestellte Verkäufer im Außendienst.

Im Kerngeschäft, der Würth-Linie, umfasst das Verkaufsprogramm für Handwerk und Industrie über 100.000 Produkte: von Schrauben, Schraubenzubehör und Dübeln über Werkzeuge bis hin zu chemisch-technischen Produkten und Arbeitsschutz.

Die Allied Companies – Gesellschaften des Konzerns, die an das Kerngeschäft angrenzen oder diversifizierte Geschäftsbereiche bearbeiten – ergänzen das Angebot um Produkte für Bau- und Heimwerkermärkte, Elektroinstallationsmaterial, elektronische Bauteile (z.B. Leiterplatten) sowie Finanzdienstleistungen. Sie machen über 40 Prozent des Umsatzes der Würth-Gruppe aus.

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

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