14.10.08

Gemeinnützige Stiftung Würth und Robert Bosch Stiftung überreichen Wörterbuch an isländischen Präsidenten

Reykjavík. Mit der Überreichung des deutsch-isländischen Wörterbuchs an den isländischen Präsidenten Ólafur Ragnar Grímsson fand ein gemeinsames Förderprojekt der Gemeinnützigen Stiftung Würth und der Robert Bosch Stiftung am Samstag, den 11. Oktober, seinen Abschluss.

Im Rahmen einer feierlichen Ausstellungseröffnung der Sammlung Würth in der National Gallery of Iceland in Reykjavík überbrachten Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe und Frank W. Albers, Projektleiter Kunst und Kultur der Robert Bosch Stiftung, das Wörterbuch an den isländischen Präsidenten. Bereits im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft im Juni 2006 hatten die beiden gemeinnützigen Stiftungen mit einem „DeutschMobil“, das durch Island tourte, auf das baldige Erscheinen des Wörterbuchs aufmerksam gemacht.

Das Förderprojekt war im Jahr 2003 auf Initiative von Reinhold Würth, in seiner damaligen Funktion als Gesellschafter und Mitglied des Kuratoriums der Robert Bosch Stiftung, in Angriff genommen worden. Die Robert Bosch Stiftung hatte das Projekt federführend geleitet. Finanzielle Unterstützung war zusätzlich durch die Gemeinnützige Stiftung Würth geflossen.

In Island waren die germanistische Fakultät und das Lexographische Institut der Universität Island beratend an der Erstellung des Wörterbuchs beteiligt. In Deutschland zeichnet der Verlag PONS für das Nachschlagewerk verantwortlich, das er hier von Anfang 2009 an vertreibt. In Island hält der Verlag OPNA die Rechte an dem Wörterbuch, das dort bereits Mitte November 2008 auf dem Markt erhältlich sein wird.

„Die direkten Vorgänger dieses Wörterbuchs sind 20 oder – was die Übersetzung vom Deutschen ins Isländische angeht – sogar über 60 Jahre alt. Deshalb freuen wir uns, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung fördern konnten und heute an den Präsidenten übergeben dürfen“, so Reinhold Würth bei den Feierlichkeiten am Samstag.

Gemeinnützige Stiftung Würth

Die Gemeinnützige Stiftung Würth wurde im Jahr 1987 von Reinhold und Carmen Würth gegründet. Sie fördert eine Vielzahl an Projekten aus Kunst und Kultur, Forschung, Wissenschaft sowie Bildung und Erziehung. Das Stiftungskapital beträgt derzeit 4,1 Millionen Euro.

Die Gemeinnützige Stiftung Würth entfaltet eigene Aktivitäten und fördert darüber hinaus Projekte anderer Veranstalter mit Schwerpunkt auf der Region Hohenlohe (Baden-Württemberg).

Vor rund drei Jahren wurde beispielsweise das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung Baden-Württemberg unter dem Dach der Stiftung eingerichtet, dessen Ziel es ist, Schulen näher an Wirtschaftsthemen heranzuführen. Das Kompetenzzentrum vergibt jährlich den Würth Bildungspreis.

Des Weiteren ist die Gemeinnützige Stiftung Würth Trägerin der 2006 gegründeten Freien Schule Anne-Sophie in Künzelsau, einer staatlich anerkannten Privatschule mit Ganztagsbetreuung für alle Bildungsgänge – von der Vorschule bis zum Abitur. Die Schule arbeitet nach einem eigenen pädagogischen Konzept.

Die von der Gemeinnützigen Stiftung Würth verwaltete Stiftung zur Förderung der Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn in Künzelsau widmet sich der Förderung von Forschung und Lehre an dieser Hochschule. Ihr steht ein Volumen von jährlich rund 500.000 Euro zur Verfügung.

Besonders bedeutsame Projekte anderer Veranstalter, die bisher eine regelmäßige Förderung erfahren haben, sind der Hohenloher Kultursommer sowie der in diesem Rahmen alle zwei Jahre stattfindende Internationale Violinwettbewerb der Kulturstiftung Hohenlohe und die Arbeit des Historischen Vereins Württemberg-Franken.

Derzeit vergibt die Gemeinnützige Stiftung Würth folgende Preise:
Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland
Robert-Jacobsen-Preis
Würth Bildungspreis

Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Ihr gehören 92 Prozent des Stammkapitals der Robert Bosch GmbH. Sie wurde 1964 gegründet und setzt die gemeinnützigen Bestrebungen des Firmengründers und Stifters Robert Bosch (1861-1942) fort.

Die Stiftung konzentriert sich in ihrer Arbeit auf die Bereiche Wissenschaft, Gesundheit, Völkerverständigung, Bildung, Gesellschaft und Kultur. Sie betreibt in Stuttgart das Robert-Bosch-Krankenhaus, das Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für klinische Pharmakologie und das Institut für Geschichte der Medizin.

Von 1964 bis 2007 gab die Stiftung rund 840 Millionen Euro für die Förderung aus. Im Jahr 2007 wurden rund 58,9 Millionen Euro bewilligt.

Information zur Ausstellung „Liebe auf den ersten Blick“ der Sammlung Würth in der National Gallery of Iceland in Reykjavík (11.10.2008 – 18.01.2009)

Die Ausstellung „Liebe auf den ersten Blick” ist nach ihrer ersten Station im Museum Würth, Künzelsau nun im Kunstmuseum von Reykjavík zu sehen. Anlässlich des 20-jährigen Firmenjubiläums von Würth Island wird diese erfolgreiche Ausstellung von Neuerwerbungen in der National Gallery of Iceland präsentiert.

Eine Auswahl von 46 Gemälden, Grafiken und Skulpturen repräsentieren die Neuerwerbungen der Jahre 2004 bis 2006, die der Sammler und Unternehmer Reinhold Würth für seine Unternehmenssammlung entdeckte.

Kunsthistoriker und Kunstkritiker Werner Spies stellte in enger Zusammenarbeit mit dem Museum Würth diesen Querschnitt durch das Spannungsfeld der Moderne zusammen. Ausgangspunkt bilden Impressionisten, wie Camille Pissarro und Max Liebermann, deren Kunst mit ihrer neuen Flüchtigkeit den Aufbruch in die Moderne einleitet. Weiter spannt sich der zeitliche Bogen von Vertretern des Expressionismus wie Ernst Ludwig Kirchner über herausragende Künstlerpersönlichkeiten wie Max Beckmann und Edvard Munch sowie den Surrealisten bis hin zur Kunst nach 1945. Hier setzt die Ausstellung ihren Schwerpunkt. Werke von der Nachkriegszeit bis heute geben Einblick in die Kunstentwicklung auf internationaler Ebene. Willi Baumeister, Roy Lichtenstein, Alex Katz, Günther Uecker, Jesús Rafael Soto, Christo und Jeanne-Claude, Gerhard Richter, Anselm Kiefer sowie Skulpturen von Stephan Balkenhol, Antony Gormley und Bernar Venet versprechen die unterschiedlichsten Zugänge und Positionen dieser Epoche.