17.01.14

Würth-Gruppe steigert Betriebsergebnis 2013

  • Umsatz stagniert (bereinigt im Vergleich zum Vorjahr)
  • Südeuropäische Märkte belasten die Geschäftsentwicklung der Würth-Gruppe weiterhin
  • Hohe Investitionen in Logistik und Infrastruktur

Künzelsau. Die Würth-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2013 mit 9,74 Milliarden Euro einen geringeren Umsatz als im Vorjahr (2012: 9,98 Milliarden Euro). Das entspricht gemäß vorläufigem Jahresabschluss einem Rückgang um 2,4 Prozent. Bereinigt um die 2012 aufgegebenen Solaraktivitäten beträgt der Umsatzrückgang 0,1 Prozent. Der Solarbereich erzielte im Jahr 2012 rund eine viertel Milliarde Euro Umsatz.

Während die Gesellschaften in Deutschland ein bereinigtes Umsatzplus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreichten, lag der bereinigte Umsatz im Ausland um 1,5 Prozent unter dem Vorjahr. Dies ist vor allem auf die nach wie vor schwierige wirtschaftliche Lage in den für Würth wichtigen Märkten Südeuropas zurückzuführen.

Aufgrund der guten Entwicklung einzelner Gesellschaften wie der Adolf Würth GmbH & Co. KG, der Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG oder der Würth Elektronik Gruppe wird das Betriebsergebnis zwischen 440 und 450 Millionen Euro liegen (Vorjahr: 415 Millionen Euro), was einer Steigerung von mindestens 6 Prozent entspricht. Die Anzahl der Mitarbeiter ging weltweit um 2,5 Prozent auf 63.571 zurück (Vorjahr: 65.169), wobei der Großteil des Mitarbeiterrückgangs entsprechend der Umsatzentwicklung im Ausland erfolgte.

Die Würth-Gruppe investiert kontinuierlich auf hohem Niveau, 2013 über 400 Millionen Euro. Beispiele hierfür sind das neue Vertriebszentrum der Adolf Würth GmbH & Co. KG am Standort Gaisbach sowie die Erweiterung des Niederlassungsnetzes der Würth-Gruppe. Weltweit wurden rund 90 neue Niederlassungen eröffnet.

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, resümiert das zurückliegende Geschäftsjahr: „Die Steigerung des Ergebnisses zeigt, dass die Würth-Gruppe trotz schwieriger Rahmenbedingungen über eine starke Ertragskraft verfügt und unsere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung und zum Fixkostenabbau greifen. Die positive Entwicklung des Umsatzwachstums im 4. Quartal 2013 stimmt uns zuversichtlich, unsere Pläne im Jahr 2014 zu erreichen.“

Strategische Optimierungsprozesse, die geplante Einstellung von 1.800 neuen Mitarbeitern im Außendienst und der Ausbau des E-Business werden ebenso Auswirkungen zeigen wie die prognostizierte positive Konjunkturentwicklung. 2014 sollen in der Würth-Gruppe mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet werden und das Ergebnis über 500 Millionen Euro betragen.

Mit einem Eigenkapitalzuwachs von rund 200 Millionen Euro auf 3,4 Milliarden Euro weist die Würth-Gruppe im Geschäftsjahr 2013 eine Eigenkapitalquote von rund 42 Prozent aus und ist damit sehr solide finanziert.

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Sie besteht aktuell aus über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern und beschäftigt 63.600 Mitarbeiter. Davon sind rund 30.000 fest angestellte Verkäufer im Außendienst.

Im Kerngeschäft, der Würth-Linie, umfasst das Verkaufsprogramm für Handwerk und Industrie über 100.000 Produkte: von Schrauben, Schraubenzubehör und Dübeln über Werkzeuge bis hin zu chemisch-technischen Produkten und Arbeitsschutz.

Die Allied Companies – Gesellschaften des Konzerns, die an das Kerngeschäft angrenzen oder diversifizierte Geschäftsbereiche bearbeiten – ergänzen das Angebot um Produkte für Bau- und Heimwerkermärkte, Elektroinstallationsmaterial, elektronische Bauteile (z.B. Leiterplatten) sowie Finanzdienstleistungen. Sie machen über 40 Prozent des Umsatzes der Würth-Gruppe aus.

neues Vertriebszentrum am Standort Künzelsau neues Vertriebszentrum am Standort Künzelsau

Die Würth-Gruppe investierte mit einem neuen Vertriebszentrum in den Standort Künzelsau-Gaisbach.