08.11.07

Erster Würth Bildungspreis verliehen Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung zeichnet zukunftsorientierte Schulprojekte aus

Künzelsau/Stuttgart. Das „Rennen“ um den erstmalig vergebenen Würth Bildungspreis ist entschieden: Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung zeichnete das Projekt der Kirbachschule Sachsenheim-Hohenhaslach am Mittwoch, 7. November 2007 im Rahmen einer offiziellen Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart mit dem in Höhe von 4.000 Euro dotierten ersten Preis aus.

Die Hauptschüler der Klassen 7 bis 9 konnten die Jury mit Ihrem Projekt – dem Bewirtschaften eines Schulweinbergs und der Vermarktung des Weines im Rahmen einer Schülerfirma – überzeugen. Sie wurden Erster unter sechs Schulen, die in die Endrunde des Wettbewerbs gekommen waren.

Zunächst präsentierten die sechs teilnehmenden Schulen ihre Projekte. Im Anschluss erhielten die Preisträger ihre Auszeichnungen aus der Hand von Prof. Dr. h. c. Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe, sowie durch Helmut Rau MdL, Minister für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Auch Günther H. Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und Schirmherr des Würth Bildungspreises, sprach bei der Veranstaltung ein Grußwort.

Den zweiten Platz (3.000 Euro) errang das Deutschorden-Gymnasium Bad Mergentheim, das im vergangenen Jahr vielfältige ökonomische Aktivitäten an der Schule entwickelt und etabliert hat. Der Bronzepreis (2.000 Euro) ging an die Projektgruppe der Schule Eigeltingen am Bodensee. Dort übernehmen Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Pantoffel trifft Turnschuh“ den Zimmerservice für eine benachbarte Seniorenwohngruppe.

Drei weitere Schulen teilten sich den mit jeweils 1.000 Euro dotierten vierten Platz: Die Georg-Wagner-Realschule aus Künzelsau mit dem Projekt „Schulkleidung“, die Mädchenrealschule St. Bernhard Bad Mergentheim mit der „Musicalcompany“ und das Erasmus-Gymnasium Denzlingen mit der „Solar-AG“.

„Es ist schön zu sehen, mit welch vielfältigen Projekten die Lehrer das Wirtschaftswissen der Schüler fördern und mit welcher Kreativität und mit welchem Einsatz die Kinder und Jugendlichen die Projekte anpacken“, lobte Sven Entenmann, Leiter des Kompetenzzentrums Ökonomische Bildung, das Engagement der teilnehmenden Schulen.

Auch Kultusminister Helmut Rau gratulierte den Preisträgern und würdigte das Engagement des Kompetenzzentrums Ökonomische Bildung. Er bezeichnete den Ansatz des Würth Bildungspreises als „innovativ“. Rau wörtlich: „Unterstützt werden die Schulen nicht für bereits geleistete Maßnahmen, sondern sie erhalten professionelle Begleitung für die Umsetzung zukunftsweisender Projekte.“ Seit der Bildungsplanreform im Jahr 2004 habe die Vermittlung ökonomischer Kenntnisse in den Schulen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Der Bildungspreis unterstütze diese Entwicklung und fördere eine kreative Auseinandersetzung mit Themen aus der Wirtschaft.

Im Anschluss an die Verleihung des Würth Bildungspreises 2006/2007 setzte sich die Veranstaltung mit dem „Kick-off-Meeting“ der nachfolgenden sechs Schulen fort, die sich um den Würth Bildungspreis 2007/2008 beworben haben. Die teilnehmenden Schulen stellten in diesem Rahmen erstmalig ihre Projektvorhaben vor, die sie im laufenden Schuljahr umsetzen möchten.

Sie wurden in einem ersten Auswahlverfahren unter insgesamt 13 Schulen aus ganz Baden-Württemberg ausgewählt. Im Einzelnen sind dies: die beiden Hauptschulen Weygangschule Öhringen und Golden-Bühl-Schule (Villingen), die Realschule Bissingen, die Wernher-von-Braun Realschule (Rheinstetten), das Lichtenstern-Gymnasium (Sachsenheim) und das Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd.

Der Würth Bildungspreis

Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Gemeinnützigen Stiftung Würth schreibt den Würth Bildungspreis jährlich für zukunftsorientierte Ökonomie-Schulprojekte aus. Die erstmalige Auslobung fand im Frühjahr 2006 statt.

Initiator des Preises ist der Unternehmer Prof. Dr. h. c. Reinhold Würth, der seit vielen Jahren die ökonomische Bildung Jugendlicher aufmerksam im Blick hat und im Jahr 2005 mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums Ökonomische Bildung einen deutlichen Impuls dafür gegeben hat, dass Wirtschaftswissen verstärkt in den Schulen vermittelt wird. Das Kompetenzzentrum kooperiert in diesem Rahmen eng mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Günther H. Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, hat die Schirmherrschaft über den Würth Bildungspreis übernommen.

Um den Würth Bildungspreis können sich alle weiterführenden, allgemein bildenden Schulen in Baden-Württemberg bewerben. Im Unterschied zu vielen anderen Preisen wird nicht ein bereits abgeschlossenes, in der Vergangenheit durchgeführtes Projekt bewertet, sondern es geht um ein innovatives Projektvorhaben, das die jeweiligen Schulen im folgenden Schuljahr umsetzen wollen. Die in diesem Rahmen durchgeführten Projekte sollen in erster Linie unternehmerisches und wirtschaftliches Denken und Handeln in der Schule stärken.

Unter allen Bewerbern werden in einem ersten Schritt jährlich jeweils zwei Haupt- und Realschulen sowie zwei Gymnasien ausgewählt, die bei der Umsetzung ihrer Projekte professionelle Beratung und finanzielle Unterstützung erhalten. Nach Ablauf eines Jahres zeichnet das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung die besten dieser Projekte mit dem Würth Bildungspreis aus, der mit weiteren 12.000 Euro dotiert ist, und vergibt die Trophäe „Oscar-Fasty“.