08.10.07

Musikvermittler par excellence - Artemis Quartett mit Würth Preis ausgezeichnet

Künzelsau/Berlin. Der Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) ist am Sonntag, 7. Oktober 2007 in der Berliner Philharmonie dem Artemis Quartett verliehen worden.

Als „Musikvermittler im emphatischen Sinne dieses Wortes“ bezeichnete JMD-Vorsitzender Hans-Herwig Geyer die Mitglieder des seit Jahren international gefeierten Streichquartetts. Sie verdeutlichen Musik mit einer nie gehörten Plastik und emotionalen Tiefe, spielen ohne Meister-Attitüde für ihr Publikum, widmen sich intensiv der Ausbildung junger Talente. „Für das Artemis Quartett steht der Mensch im Mittelpunkt der Musik“, begründete Geyer die Entscheidung des musikalischen Jugendverbandes.

Harald Unkelbach, Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe, nannte die Kultur ein wichtiges Fundament unserer Gesellschaft. Ihre Wertschätzung und Förderung sei eine bürgerschaftliche Aufgabe weitsichtiger Unternehmer. Die Zusammenarbeit mit der JMD bezeichnete Unkelbach dabei als sichere Garantie, immer wieder würdige Preisträger auszumachen.

Der in diesem Jahr mit 15.000 Euro dotierte Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland ist eine der exklusiven Auszeichnungen in der deutschen Musiklandschaft. In Zusammenarbeit mit der Jeunesses Musicales Deutschland e.V. vergibt die Gemeinnützige Stiftung Würth seit 1991 diesen Preis. Er wird an Künstler, Ensembles und Projekte verliehen, die Werte und Zielsetzungen der JMD vorbildhaft erfüllen. Seit 1991 erhielten ihn Persönlichkeiten wie der Dirigent Claudio Abbado oder der Musikpublizist Theo Geißler, Ensembles wie die Junge Deutsche Philharmonie oder das Ensemble Resonanz sowie Projekte wie das Jugendorchestersystem Venezuelas oder das Education-Programm der Berliner Philharmoniker.

Bisherige Preisträger des Würth-Preises der Jeunesses Musicales Deutschland von 1991 bis 2007

1991 Dennis Russell Davies
1992 Arcis-Quintett
1993 Philip Glass
1994 Nicaragua-Projekt „Casa des los tres Mundos“
1995 Kinderchöre des „Brundibár“-Projektes
1996 Yakov Kreizberg
1997 Junge Deutsche Philharmonie
1998 Henry W. Meyer
1999 Tabea Zimmermann
2000 Nationales Kinderorchester Venezuela
2001 Claudio Abbado
2002 Ensemble Resonanz
2003 Theo Geißler
2004 Education Programm der Berliner Philharmoniker
2005 Philharmonie der Nationen
2006 Michael Kaufmann
2007 Artemis Quartett

Die Gemeinnützige Stiftung Würth

Die Gemeinnützige Stiftung Würth wurde im Jahr 1987 von Reinhold und Carmen Würth gegründet und verfolgt den Zweck, mit den Erträgen des Stiftungskapitals Projekte aus Kunst und Kultur, Forschung, Wissenschaft sowie Bildung und Erziehung zu fördern. Das Stiftungskapital beträgt derzeit 3,86 Millionen Euro.

Die Gemeinnützige Stiftung Würth entfaltet eigene Aktivitäten und fördert solche mit Schwerpunkt auf der Region Hohenlohe. Derzeit entsteht die Freie Schule Anne-Sophie, die mit rund 700 Schülerinnen und Schülern von der Vorschule bis zum Abitur führen wird.

Vor rund zwei Jahren wurde das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung eingerichtet, dessen Ziel es ist, in den allgemein bildenden Schulen Baden-Württembergs die ökonomische Bildung nach vorne zu rücken.

Im regionalen Bereich sind der „Historische Verein Württemberg-Franken“ sowie der „Hohenloher Kultursommer“ mit dem Violinwettbewerb regelmäßige Förderschwerpunkte neben zahlreichen Einzelförderungen, die meist als Anschubfinanzierung gedacht sind.

Derzeit vergibt die Gemeinnützige Stiftung folgende Preise:
Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland
Robert Jacobsen Preis (Bildhauer)
Würth Bildungspreis