15.07.08

Würthler aus Leidenschaft: Rolf Bauer, stellvertretender Sprecher der Würth-Gruppe feiert 45-jähriges Firmenjubiläum

Rolf Bauer (64), stellvertretender Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe feiert am 15. Juli 2008 sein 45-jähriges Firmenjubiläum bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG. Er hat das rasante Wachstum der gesamten Unternehmensgruppe in den letzten Jahrzehnten entscheidend mit vorangetrieben und das Unternehmen durch sein besonderes Engagement geprägt. Er ist maßgeblich an der Entwicklung des Familienunternehmens zum Weltkonzern beteiligt.

Die Stationen eines „Machers“

Ganz nach dem Wahlspruch „Würthler aus Leidenschaft“ steht Rolf Bauer für eine typische Würth Karriere. Nach einer Lehre als Elektromechaniker beim Künzelsauer Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg wechselte er am 15. Juli 1963 zu der Adolf Würth GmbH & Co. KG, um eine kaufmännische Ausbildung zu absolvieren.

Selbstinitiative und -verantwortung, strategische Weitsicht, kaufmännisches Kalkül und die Qualitäten eines Machers prägen seinen weiteren Werdegang. Von 1966 bis 1970 leitete Rolf Bauer die Einkaufsabteilung, von 1970 bis 1980 den innerbetrieblichen Verkauf, später das Marketing. Bereits mit 24 Jahren erhielt Rolf Bauer Prokura, 1980 berief ihn Reinhold Würth zum Geschäftsführer. Seit der Gründung im Jahr 1980 bis 2001 gehörte er der Führungskonferenz der Würth-Gruppe an, die die operative Konzerngeschäftsleitung bildet. 2001 wurde das Gremium der Konzernführung der Würth-Gruppe eingerichtet und Rolf Bauer wurde zu dessen stellvertretendem Sprecher ernannt. Zu den wichtigsten Aufgaben der Konzernführung zählen die strategische Unternehmensplanung, die Auswahl von Führungskräften und die Steuerung strategischer Geschäftseinheiten.

Unzählige Projekte hat Rolf Bauer auf den Weg gebracht und mit Hartnäckigkeit weiterverfolgt, zahlreiche Stellschrauben hat er für die Entwicklung des Konzerns in die entscheidende Richtung gedreht. In seiner besonderen Verantwortung liegen heute die Würth Gesellschaften im Bereich Elektrogroßhandel, die Gesellschaften der Würth Elektronik Gruppe und die Produktionsgesellschaften der Würth-Gruppe.

Mit Weitblick voran

Exemplarisch sei an dieser Stelle der Aufbau der Würth Tochtergesellschaft Würth Solar genannt, die Rolf Bauer von Anfang an mitgestemmt hat und die als Innovationsführer in der CIS-Technologie zur photovoltaischen Energieerzeugung für die dynamische Weiterentwicklung der Würth-Gruppe steht. Würth Solar wurde 1999 von Reinhold Würth mit dem Ziel gegründet, eine noch junge, viel versprechende Solartechnologie zur industriellen Serienreife weiter zu entwickeln. 2007 erwirtschaftete Würth Solar bereits einen Umsatz von 63 Millionen Euro und hat die Verdopplung ihrer Fabrikkapazität durch Produktionssteigerung auf 30 Megawatt 2008 vollzogen.

Mit seiner Erfahrung und Vorausschau hat Rolf Bauer diese Weiterentwicklung mit genauso viel Engagement vorangetrieben wie er auch Traditionsunternehmen der Schraubenproduktion wie z. B. die SWG Schraubenwerk Gaisbach GmbH, die Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG und die REISSER Schraubentechnik GmbH auf dem Pfad des Erfolgs innerhalb der Würth-Gruppe geführt hat.

Erfolgsmensch mit beiden Füßen fest auf dem Boden

Unter seinen Kollegen genießt Rolf Bauer, Vater von zwei erwachsenen Töchtern, der als echter Hohenloher seinen Wohnsitz in Waldenburg hat und als Genießer von gutem Essen und einem guten Tropfen Wein bekannt ist, große Wertschätzung und Ansehen. Als Manager, aber nicht zuletzt auch als Mensch verkörpert er voll und ganz die Werte der Würth Unternehmenskultur wie Bescheidenheit und Berechenbarkeit. Reinhold Würth: „Rolf Bauer ist mein engster Wegbegleiter in der Würth-Gruppe und ein guter Freund. Er ist ein Erfolgsmensch, der mit beiden Füßen fest auf dem Boden steht. Für die letzten 45 Jahre voller Einsatz und Leidenschaft für das was er getan hat, danke ich ihm von ganzem Herzen.“

Zum 31. Dezember 2008 wird Rolf Bauer aus der operativen Verantwortung treten und somit seine Aufgaben als Mitglied des obersten operativen Entscheidungsgremiums des Konzerns abgeben.

Bezeichnend für die Karriere von Rolf Bauer ist eine Schilderung aus dem Buch „Nach oben geschraubt. Reinhold Würth: Die Karriere eines Unternehmers.“ (erschienen 1991):

>>Im September 1967 stellt sich die Firma Würth zum ersten Mal auf einer Messe vor. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt kann sie viele neue Kunden gewinnen. Die Leitung des Standaufbaus hat Rolf Bauer übernommen, der heute als Mitglied der Konzernführungskonferenz für Marketing, Einkauf und Distribution verantwortlich ist. Reinhold Würth selbst beteiligt sich bis tief in die Nacht am Aufbau des Messestandes. Auf dieser IAA wird zum ersten Mal ein Würth-Katalog verbreitet, den Bauer in vielen Abendstunden “zusammengebastelt“ hat. Der damals 26-jährige Rolf Bauer, der ab 1963 bei Würth seine kaufmännische Ausbildung absolviert hat und zunächst in der Buchhaltung und in der Auftragsbearbeitung tätig gewesen ist, übt schon 1967 die Funktion eines Einkaufsleiters aus. Eine spezielle Einkaufsabteilung hat es bis dahin in der Firma nicht gegeben. Bauer hat die Chance gesehen, dieses Arbeitsgebiet zu übernehmen, und Reinhold Würth hat zugestimmt. Der aktive und vielseitige Rolf Bauer, der schon in jungen Jahren aus eigener Initiative Verantwortung übernimmt, wird für Reinhold Würth zu einem „Mit-Macher“, auf den er bauen kann. Um die Entwicklung des Konzerns erwirbt er sich mit seiner strategischen Weitsicht außergewöhnliche Verdienste.<<