25.05.07

Delegation des französischen Senats besucht Würth-Gruppe

Künzelsau. Das Duale Bildungssystem in Deutschland genießt international einen ausgezeichneten Ruf, denn ein wesentlicher Grund für die wirtschaftliche Stärke Deutschlands ist die einheitliche und qualitativ gute berufliche Aus- und Weiterbildung. Um sich konkret über dieses System zu informieren, stattete eine neunköpfige Delegation des französischen Senats dem Land Baden-Württemberg einen zweitägigen Besuch ab und war am Mittwoch, 23. Mai 2007 auch bei der Würth-Gruppe in Künzelsau zu Gast.

In einem halbtägigen Symposium erfuhren die französischen Gäste Details zur praktischen Ausbildungsarbeit des Unternehmens. Dr. Harald Unkelbach, Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe, gab zunächst einen kurzen Überblick über das Unternehmen. Thomas Wagner, Ausbildungsleiter bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG, verdeutlichte anschließend die Vorteile der dualen Ausbildung für die Gesamtwirtschaft und stellte die konkrete Ausbildungssituation bei der Würth-Gruppe dar. Aktuell befinden sich in den verschiedenen Konzerngesellschaften des Unternehmens in Deutschland 767 Menschen in der Ausbildung. „Wir wollen, dass der Sprung von der Schule in das Berufsleben herausfordernd und mit Spaß gelingt“, so Thomas Wagner. „Den Auszubildenden werden daher durch die Teilnahme an Seminaren und Workshops, Praktika in Konzernfirmen im In- und Ausland sowie Außendienstmitreisen viele Chancen eröffnet.“

Mit der Würth-Gruppe als größtem Ausbildungsbetrieb in der Region verbindet die Kaufmännische Schule Künzelsau eine jahrzehntelange, enge Zusammenarbeit. Gerald Bollgönn, Leiter dieser Schule, erläuterte die Funktion der Berufsschule als dualer Partner und verwies darauf, dass ohne eine intensive Theorievermittlung und inhaltlich auf die Belange der Wirtschaft abgestimmte Inhalte ein dauerhafter Erfolg des Ausbildungs-systems nicht möglich sei.

Dass Ausbildung nicht nur eine Herausforderung darstellt, in dem sie Leistung verlangt, persönliche und soziale Kompetenzen voraussetzt, sondern auch Spaß machen kann, wurde durch die gelungene Präsentation dreier Auszubildender der Adolf Würth GmbH & Co. KG deutlich: Yasmin Hartmann und Annika Vogt, beide absolvieren eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel, sowie Marcel Breuninger, Student an der Berufsakademie Mosbach im Studiengang Handel, berichteten über ihre jeweiligen Ausbildungsschwerpunkte und über die Weiterbildungs-möglichkeiten nach der Ausbildung.

Anschließend bot sich Zeit für einen regen Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Begeistert von den Vorträgen luden die französischen Senatoren Vertreter der Würth-Gruppe ein, am 29. Mai 2007 bei einem „runden Tisch“ das Ausbildungssystem im französischen Senat in Paris vorzustellen.