14.05.07

Reinhold Würth erhält Ehrendoktorwürde der Universität Palermo

Künzelsau/Palermo. Reinhold Würth, Stiftungsaufsichtsratsvorsitzender der Würth-Gruppe, erhielt am 10. Mai 2007 in Palermo (Italien) im Beisein von rund 150 Gästen die Ehrendoktorwürde in Kunstgeschichte und Museographie der Universität Palermo. Diese Auszeichnung wurde vergeben für das vielfältige kulturelle Engagement des Unternehmers in Palermo.

„Meiner Ansicht nach kann man nicht besser beschreiben, wie Reinhold Würth die Rolle des erfolgreichen Geschäftsmanns und des leidenschaftlichen Kunstsammlers in seiner Person vereint”, sagte Prof. Dr. Maria Concetta Di Natale, Professorin für Museumskunde an der Universität Palermo, in Ihrer Lobrede bei der Verleihungszeremonie in der Aula Magna der Universität Palermo. „Ich möchte mich bei Ihrer ehrwürdigen Universität für das Ehrendoktorat sehr herzlich bedanken: Diese Würde nehme ich in Bescheidenheit auch im Namen meiner lieben Frau und meiner 60.000 Mitarbeiter an“, so Reinhold Würth in seiner ´Lectio Doctoralis`.

Im Jahr 2003 schloss die Stiftung Würth der Würth-Gruppe einen Vertrag mit der Region Sizilien und dem sizilianischen Regionalparlament ab, um die 2001 von einem Erdbeben beschädigte Palatinische Kapelle in Palermo zu restaurieren und Ausstellungen mit Werken der Sammlung Würth zu organisieren. Außerdem unterstützt das Unternehmen diverse Kunstausstellungen und Konzertveranstaltungen in Palermo.

1999 erhielt Reinhold Würth bereits die Ehrendoktorwürde der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen. Prof. Dr. Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen, begleitete den Unternehmer auch nach Sizilien und knüpfte erste Kontakte zu Prof. Giuseppe Silvestri, dem Rektor der Universität Palermo. Ein Austausch der beiden Universitäten ist angedacht.

Reinhold Würth und sein Engagement für Kunst und Kultur

Am 20. April 1935 in Öhringen geboren, trat Reinhold Würth 1949 als zweiter Mitarbeiter und erster Lehrling in die Schraubengroßhandlung seines Vaters in Künzelsau ein. Im Alter von 19 Jahren übernahm Reinhold Würth 1954 nach dem frühen Tod des Vaters die Geschäftsleitung. Aus dem regionalen Geschäft baute Reinhold Würth in den kommenden Jahrzehnten ein weltweit agierendes Handelsunternehmen auf. Heute hat er den Vorsitz des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe inne.

Mit dem Kauf eines Aquarells von Emil Nolde in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts begann seine Leidenschaft für das Sammeln von Kunst. Inzwischen hat er eine bedeutende Kunstsammlung von rund 10.500 Werken zusammengetragen, darunter Bilder, Zeichnungen und Skulpturen von Edvard Munch, Pablo Picasso, Alfred Hrdlicka, Markus Lüpertz oder Christo.

Ende 1991 machte der engagierte Förderer von Kunst und Kultur seine Sammlung im Zuge der Einweihung eines neuen Verwaltungsgebäudes am Stammsitz in Künzelsau-Gaisbach in einem eigenen Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Das Museum moderner Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ist für Mitarbeiter und für die interessierte Öffentlichkeit jederzeit zugänglich und präsentiert alljährlich drei bis vier wechselnde Ausstellungen. Ein weiteres attraktives Forum für die Sammlung schuf Reinhold Würth mit der im Mai 2001 eröffneten Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall.