09.05.07

Das Geschäftsjahr 2006 der Würth-Gruppe

  • Konsolidierter Umsatz steigt um 12 Prozent auf 7,75 Milliarden Euro
  • Betriebsergebnis wächst um 13 Prozent auf 515 Millionen Euro
  • Eigenkapital steigt auf 2,28 Milliarden Euro
  • Ende 2006: weltweit 54.906 Mitarbeiter

Künzelsau/Stuttgart. Die Würth-Gruppe mit Sitz im baden-württembergischen Künzelsau legte am Mittwoch, 09. Mai 2007 in Stuttgart ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2006 vor. „Unsere aktive und professionelle Marktbearbeitung und ein dynamischer Konjunkturverlauf haben zu einem sehr erfolgreichen Jahr 2006 für die Würth-Gruppe geführt“, sagte Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe.

Seit 30 Jahren kontinuierliches Umsatzwachstum

Das Geschäftsjahr 2006 konnte die Würth-Gruppe, die mit 370 Gesellschaften in 83 Ländern der Welt marktaktiv ist, mit einem konsolidierten Jahresumsatz von 7,75 Milliar¬den Euro abschließen, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 12,1 Prozent entspricht. Ohne Akquisitionen ergibt sich eine Steigerung des Wachstums von 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In lokaler Währung beträgt das Umsatzwachstum 12,3 Prozent. Seit Gründung des Unternehmens konnte die Würth-Gruppe ihren Umsatz – bis auf das Jahr 1975 – jedes Jahr steigern.

Das Betriebsergebnis vor Steuern in Höhe von 515 Millionen Euro übertraf die bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr (2005: 455 Millionen Euro) um 13,2 Prozent. Bereits das fünfte Jahr in Folge konnte die Würth-Gruppe damit das Betriebsergebnis überproportional zum Umsatz steigern. Die Umsatzrendite hat sich folglich ebenfalls verbessert: von 6,6 Prozent in 2005 auf 6,7 Prozent in 2006.

Hervorragendes zweistelliges Wachstum im In- und Ausland

Der Blick auf die einzelnen Unternehmensbereiche des Konzerns ergibt ein durchweg positives Bild. Allein die deutschen Gesellschaften der Würth-Gruppe erzielten einen Umsatz in Höhe von 3,1 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 12,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Über 40 Prozent des Gesamtumsatzes wurden somit alleine in Deutschland, dem traditionell umsatz- und mitarbeiterstärksten Einzelmarkt der Würth-Gruppe, erzielt.

Das Mutterhaus, die Adolf Würth GmbH & Co. KG (AWKG), erreichte mit einem Wachstum von knapp 10 Prozent einen Außenumsatz von 814 Millionen Euro und generierte damit 26 Prozent des deutschen Gesamtumsatzes. Die AWKG setzte damit ihre überdurchschnittlich erfolgreiche Unternehmensentwicklung fort.

Imposant war das Wachstum der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG. Diese Gesellschaft bietet individuelle Versorgungs- und Dienstleistungskonzepte für Industriekunden in den Bereichen Logistik und Disposition an. Eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr von 23,2 Prozent und ein Außenumsatz von 140 Millionen Euro in 2006 verdeutlichen die wachsende Bedeutung dieser Gesellschaft.

Die Auslandsgesellschaften der Würth-Gruppe steigerten ihren Umsatz um 11,9 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Besonders erfolgreich schloss die Region Südeuropa das Geschäftsjahr 2006 ab. Dabei lag Würth Spanien mit einem Umsatzwachstum von 13,2 Prozent auf 449 Millionen Euro deutlich über dem ohnehin hohen Wachstumsniveau der Würth-Gruppe.

Hohe Wachstumsraten in der Division Bau

Von den 128 Gesellschaften der Würth-Linie, die im Bereich Montage- und Befestigungsmaterial tätig sind, also im Kerngeschäft der Würth-Gruppe, konnte insbesondere die Division Bau vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. Sie verzeichnete ein Wachstum von 20,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Absolut gesehen ist die Division Metall mit 1,3 Milliarden Euro der stärkste Umsatzträger innerhalb der Würth-Linie.

Die 242 Allied Companies der Würth-Gruppe, welche angrenzende Geschäftsfelder zum Bereich Montage- und Befestigungsmaterial bearbeiten, erzielten 2006 einen weltweiten Umsatz von 3,2 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Hohe Wachstumsraten schrieb in diesem Bereich die Geschäftseinheit Elektrogroßhandel mit einer Umsatzsteigerung von 13,4 Prozent auf 753 Millionen Euro.

Motor Außendienst

Die Würth-Gruppe baut weiterhin kontinuierlich Mitarbeiter auf. Zum Jahresende 2006 beschäftigte der Konzern weltweit 54.906 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit stieg die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr um 4.139 (8,2 Prozent). Einen hohen Zuwachs an Beschäftigten verzeichneten die Auslandsgesellschaften mit einem Plus von 8,5 Prozent auf 39.608 Mitarbeiter. Besonders erfreulich ist auch, dass innerhalb der deutschen Gruppe mehr als 1.000 Arbeitsplätze hinzugekommen sind, was einem Zuwachs von 7,3 Prozent entspricht.

Im Innendienst wuchs die Zahl der Mitarbeiter um 11,2 Prozent auf 25.886 Beschäftigte. Darin enthalten sind 753 Arbeitsplätze, die durch Firmenzukäufe hinzugekommen sind. Der Motor der Würth-Gruppe ist jedoch weiterhin der Außendienst – daher wird die Vertriebsmannschaft auch in der Zukunft kontinuierlich erweitert. Insgesamt stieg die Anzahl der Außendienstmitarbeiter im letzten Jahr um 5,6 Prozent auf 29.020. Unter Hinzunahme der Vertriebsmitarbeiter aus dem Innendienst und den Mitarbeitern der Verkaufsniederlassungen sind 67,0 Prozent der Beschäftigten aktiv im Vertrieb tätig.

Die Würth-Gruppe engagiert sich stark in der Ausbildung und Nachwuchsförderung. Allein in Deutschland befinden sich aktuell 768 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Konzerngesellschaften in der Ausbildung.

Investitionen in das Kerngeschäft und Innovationskraft im Markt

Klare Akzente setzte die Würth-Gruppe im Jahr 2006 auch mit ihren Investitionen in Höhe von insgesamt 425 Millionen Euro. Schwerpunkte waren Lagerneubauten bzw. -erweiterungen, wodurch die Würth-Gruppe ihre Kernkompetenz im Bereich Logistik weiter¬entwickelte. Die größte Einzelinvestition wurde in Deutschland getätigt. Sie floss in die Errichtung der CISfab in Schwäbisch Hall, einer Produktionsstätte der Würth Solar für CIS-Solarmodule, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 55 Millionen Euro. Davon entfielen bereits 10 Millionen Euro auf das Jahr 2005. Mit der weltweit ersten Großserienproduktion dieser neuen Generation von Solarmodulen unterstreicht die Würth-Gruppe ihre Innovationskraft.

Die zum Wachstum notwendigen Investitionen konnte die Würth-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2006 wieder ausschließlich aus selbst erwirtschafteten Mitteln tätigen. Das Verhältnis von Investitionen (425 Millionen Euro) zum Brutto Cashflow (605 Millionen Euro) beträgt 70,2 Prozent und verdeutlicht die finanzielle Stabilität des Unternehmens.

Hervorragendes Rating

Das Eigenkapital der Würth-Gruppe wuchs 2006 um 229 Millionen Euro auf 2,3 Milliarden Euro. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 5,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,1 Milliarden Euro) ergibt sich eine Verminderung der Eigenkapitalquote auf 44,8 Prozent (Vorjahr: 49,5 Prozent). Dies ist auf die Erstkonsolidierung der Internationales Bankhaus Bodensee AG zurückzuführen, die eine Bilanzsumme von 560 Millionen ausweist.

Die Bewertung der finanziellen Situation der Würth-Gruppe im Jahr 2006 durch die führenden Rating-Agenturen Standard & Poor’s und FitchRatings ergab nicht nur ein erneut positives Bild der Bonität und der Entwicklungschancen des Unternehmens, sondern bestätigte auch das bisherige Rating „A/outlook stable“.