17.01.17

Wirtschaft bereichert Forschung – Forschung inspiriert Wirtschaft. Erstmalig Symposium des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) und der Würth-Gruppe in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall

Schwäbisch Hall. Grundlagenforschung und freie Wirtschaft, kann das zusammengehen? Und wenn ja, welche Gemeinsamkeiten gibt es? Um diese Fragen kreiste das Symposium des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) und der Würth-Gruppe, das jetzt erstmals in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall veranstaltet wurde.

18 Würth-Nachwuchskräfte, so genannte High Potentials und 18 junge EMBL-Forscher setzten sich während der zweitägigen Veranstaltung mit vier Schwerpunkten auseinander: Wie können in Unternehmen und in der Forschung branchen- und bereichsübergreifendes, interdisziplinäres Innovationspotential genutzt werden? Wie gewinnt und bindet man Talente? Wie kann eine Forschungsidee in ein Start-up-Unternehmen umgewandelt werden? Und schließlich: Wie muss ein Businessplan für ein Start-up aussehen?

Initiiert worden war das Symposium von Professor Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Stiftungsaufsichtsratsvorsitzender der Würth-Gruppe, der bei seinem Grußwort Bodenständigkeit und Neugierde als Voraussetzung für grundlegenden Erfolg bezeichnete. Würth betonte den Experimentcharakter des Symposiums und benannte gleichzeitig Gemeinsamkeiten: Neue, kreative Wege zu gehen, gehöre sowohl zu Forschung und Wissenschaft als auch zu erfolgreichem Unternehmertum. EMBL Direktor Professor Dr. Matthias Hentze betonte, dass genauso wichtig aber Freiräume seien, die es erlaubten, Ideen zu verfolgen. Das EMBL schaffe solche Freiräume seit über 40 Jahren, indem es jungen Forschern beste Bedingungen und Technologien zur Verfügung stelle und sie ermutige, sich anspruchsvollen Forschungsfragen zu widmen.

Weitere Impulse erhielten die Teilnehmer bei Führungen durch die aktuellen Ausstellungen in der Kunsthalle Würth und der Johanniterkirche in Schwäbisch Hall.

Über European Molecular Biology Laboratory (EMBL):

Das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) ist Europas führendes Forschungsinstitut in den Lebenswissenschaften. Gegründet 1974 als zwischenstaatliche Einrichtung wird es von mehr als 20 Mitgliedstaaten unterstützt. In molekularbiologischer Grundlagenforschung untersucht das EMBL die Mechanismen des Lebens. Das Institut bildet Nachwuchswissenschaftler aus und fördert die Vernetzung der Lebenswissenschaften in Europa. Über 1600 Mitarbeiter aus mehr als 80 Ländern sind auf fünf Standorte in Grenoble (Frankreich), Hamburg, Heidelberg, Hinxton (Großbritannien) und Monterotondo (Italien) verteilt. Die Entwicklung neuer Instrumente und Methoden für die Forschung sowie Technologietransfer sind weitere Kernaufgaben.

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Sie besteht aktuell aus über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern und beschäftigt über 71.000 Mitarbeiter. Davon sind rund 31.500 fest angestellte Verkäufer im Außendienst.

Im Kerngeschäft, der Würth-Linie, umfasst das Verkaufsprogramm für Handwerk und Industrie über 125.000 Produkte: von Schrauben, Schraubenzubehör und Dübeln über Werkzeuge bis hin zu chemisch-technischen Produkten und Arbeitsschutz.

Die Allied Companies – Gesellschaften des Konzerns, die an das Kerngeschäft angrenzen oder diversifizierte Geschäftsbereiche bearbeiten – ergänzen das Angebot um Produkte für Bau- und Heimwerkermärkte, Elektroinstallationsmaterial, elektronische Bauteile (z. B. Leiterplatten) sowie Finanzdienstleistungen. Sie machen rund 40 Prozent des Umsatzes der Würth-Gruppe aus