11.07.13

Würth-Gruppe strebt Überschreitung der Umsatzgrenze von 10 Milliarden Euro an

Das erste Halbjahr 2013:

  • Umsatzrückgang aufgrund schwachem ersten Quartal 2013
  • Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau
  • Neuorganisation der Unternehmensführung
  • 64.064 Mitarbeiter weltweit (Stand 30.06.2013)

Die Würth-Gruppe hat das erste Halbjahr 2013 mit einem Gesamtumsatz von 4,9 Milliarden Euro abgeschlossen. Das bedeutet einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Prozent. Zurückzuführen ist dies auf die schlechten Rahmenbedingungen vor allem im ersten Quartal des Jahres 2013 in Schlüsselmärkten wie in Deutschland. Der lange Winter etwa ließ die Umsätze in dem für Würth wichtigen Bereich Bau zurückgehen. Hinzu kommt die wirtschaftlich instabile Lage in Südeuropa, die das Geschäft von Würth seit mehreren Jahren belastet. Bereinigt um die zwischenzeitlich aufgegebenen Solaraktivitäten beträgt der Umsatzrückgang 0,8 Prozent. Das Betriebsergebnis liegt mit 205 Millionen Euro stabil auf Vorjahresniveau.

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, beurteilt die Lage als herausfordernd, blickt aber optimistisch auf das zweite Halbjahr. „Es ist nicht zu leugnen, dass die konjunkturellen Umstände unsere Geschäftsentwicklung nicht zu unseren Gunsten beeinflussen. Zum Beispiel bedeutet dies oft geringere Auftragswerte. Bereits das zweite Quartal 2013 zeigt hier aber einen Aufwärtstrend. Auch lassen Frühindikatoren wie der Auftragseingang bei der Elektronik Gruppe oder die Entwicklung des Automotive Bereichs mit einem stärkeren Umsatzwachstum der Würth-Gruppe in den nächsten sechs Monaten rechnen.“

Beispiele für eine gute Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr sind der Bereich Holz in Nordamerika, Würth-Gruppe China, das Elektronikunternehmen eiSos sowie eine Vielzahl der Unternehmen in Südamerika. In volkswirtschaftlichen Krisenzeiten zeigt sich wiederum, dass die regionale Diversität sich für Würth ebenso auszahlt wie die Vielzahl unterschiedlicher Geschäftsfelder.

Neuorganisation der Unternehmensführung

Zum 1. Juli 2013 hat die Würth-Gruppe ihre Führungsstruktur verschlankt. Kurze Entscheidungswege und konzentrierte Verantwortlichkeiten erhöhen die Schlagkraft des Unternehmens. Das Gremium wurde von sieben Mitgliedern auf vier Personen reduziert. Unverändert Sprecher der Konzernführung ist Robert Friedmann sowie Peter Zürn stellvertretender Sprecher, Joachim Kaltmaier behält wie seither die Aufgabe des Finanzbereichsleiters. Neu ins Gremium wurde Uwe Hohlfeld für den Bereich strategische Planung und Controlling berufen, seit 2003 Mitglied der Geschäftsführung der Adolf Würth GmbH & Co. KG.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl ist im ersten Halbjahr 2013 auf 64.064 gesunken (Dezember 2012: 65.169). Die rückläufige Umsatzentwicklung machte einen weiteren Abbau der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter notwendig. In Deutschland zählt die Würth-Gruppe 19.413 Mitarbeiter, in den Würth Gesellschaften außerhalb Deutschlands sind 44.651 Mitarbeiter tätig.

Ausblick

Würth setzt auf den Ausbau neuer Geschäftsfelder wie E-Business und gezielte Investitionen in Wachstumsmärkte, um die Umsatzmarke von 10 Milliarden Euro im aktuellen Geschäftsjahr zu überschreiten. „Wir rechnen für 2013 weiterhin mit einem niedrigen einstelligen Umsatzwachstum und einer angemessenen Entwicklung des Betriebsergebnisses.“ (Friedmann)

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Sie besteht aktuell aus über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern und beschäftigt über 64.000 Mitarbeiter. Davon sind rund 30.000 fest angestellte Verkäufer im Außendienst. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die Würth-Gruppe einen Umsatz von 9,98 Milliarden Euro.

Im Kerngeschäft, der Würth-Linie, umfasst das Verkaufsprogramm für Handwerk und Industrie über 100.000 Produkte: Von Schrauben, Schraubenzubehör und Dübeln über Werkzeuge bis hin zu chemisch-technischen Produkten und Arbeitsschutz.

Die Allied Companies – Gesellschaften des Konzerns, die an das Kerngeschäft angrenzen oder diversifizierte Geschäftsbereiche bearbeiten – ergänzen das Angebot um Produkte für Bau- und Heimwerkermärkte, Elektroinstallationsmaterial, elektronische Bauteile (z.B. Leiterplatten) sowie Finanzdienstleistungen. Sie machen über 40 Prozent des Umsatzes der Würth-Gruppe aus.