20.01.10

Erfahrungsaustausch zum Würth Bildungspreis: Unternehmerisches Denken in den Schulen integrieren - Würth Bildungspreis geht in eine neue Runde

Künzelsau. Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Gemeinnützigen Stiftung Würth hatte am Mittwoch, 20. Januar 16 Lehrerinnen und Lehrer zu einem Erfahrungsaustausch in die Freie Schule Anne-Sophie eingeladen.

Die Veranstaltung richtete sich an Lehrkräfte der Schulen, die den Preis 2008 und 2009 gewonnen haben, sowie an die Pädagogen, die im laufenden Schuljahr am Würth Bildungspreis teilnehmen. Ziel des Nachmittags war, die Erfahrungen, die die Lehrer bei der Teilnahme am Würth Bildungspreis gesammelt haben, weiterzugeben und so die aktuellen Teilnehmer bei ihren Projekten zu unterstützen.

Die Preisträger des letzten Jahres stellten ihre Projekte vor, die sich mit unterschiedlichsten Themengebieten befassen. So erläuterte beispielsweise die Haierschule Faurndau (Göppingen), wie sie die Schülerfirma „Haiershop AG“ aufgebaut hat, die jetzt Schreibwaren verkauft und Dienstleistungen wie den Verleih von Taschenrechnern anbietet.

„Durch die Präsentationen der ausgezeichneten Schulen haben wir neue Ideen und Anregungen bekommen, an die wir im Vorfeld gar nicht gedacht hatten“, sagte Werner Klingel von der Albertville-Realschule Winnenden. „Es waren für uns Informationen, die wir sehr gut bei unseren Projekten einbringen können.“ Bei der anschließenden Diskussionsrunde vertieften die Lehrerinnen und Lehrer einzelne Themenpunkte.

Den besonderen Schlusspunkt der Veranstaltung bildete eine Führung durch die Freie Schule Anne-Sophie, bei der Michael Buck, Mitglied im Leitungsteam der Freien Schule Anne-Sophie, das pädagogische Konzept der Schule erläuterte.

Der Würth Bildungspreis

Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Gemeinnützigen Stiftung Würth schreibt den Würth Bildungspreis jährlich für zukunftsorientierte Ökonomie-Schulprojekte aus. Initiator des Preises ist der Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, der im Jahr 2005 mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums Ökonomische Bildung einen deutlichen Impuls dafür gegeben hat, dass Wirtschaftswissen verstärkt in den Schulen vermittelt wird. Das Kompetenzzentrum kooperiert in diesem Rahmen eng mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Um den Würth Bildungspreis können sich alle weiterführenden, allgemein bildenden Schulen in Baden-Württemberg bewerben. Im Unterschied zu vielen anderen Preisen wird nicht ein bereits abgeschlossenes, in der Vergangenheit durchgeführtes Projekt bewertet, sondern es geht um ein neuartiges Projektvorhaben, das die jeweiligen Schulen im folgenden Schuljahr umsetzen wollen. Die in diesem Rahmen durchgeführten Projekte sollen in erster Linie unternehmerisches und wirtschaftliches Denken und Handeln in der Schule stärken.

Unter allen Bewerbern werden in einem ersten Schritt jährlich jeweils zwei Haupt- und Realschulen sowie zwei Gymnasien ausgewählt, die bei der Umsetzung ihrer Projekte professionelle Beratung und finanzielle Unterstützung erhalten. Nach Ablauf eines Jahres zeichnet das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung die besten dieser Projekte mit dem Würth Bildungspreis aus, der mit weiteren 12.000 Euro dotiert ist, und vergibt die Trophäe „Oscar-Fasty“.

Der Würth Bildungspreis geht in eine neue Runde: Interessierte Schulen können sich bis zum 31. Juli 2010 mit ihren Projekten um den Würth Bildungspreis für das Schuljahr 2010/2011 bewerben. Weitere Informationen sind bei Stefanie Wilhelm im Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung, Telefonnummer 07940 15-2092 erhältlich.