13.01.09

Vorläufiger Jahresabschluss 2008: Würth-Gruppe mit erneutem Umsatzrekord

  • Jahresumsatz wuchs um 3,9 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro – währungsbereinigt beträgt das Wachstum 5,1 Prozent
  • Betriebsergebnis von 520 Millionen Euro erwartet
  • 240 neue Arbeitsplätze in Deutschland
  • Veränderungen im Top-Management

Künzelsau. Die Würth-Gruppe hat gemäß vorläufigem Jahresabschluss ihren Umsatz 2008 auf 8,8 Milliarden Euro gesteigert. In einem vor allem in der zweiten Jahreshälfte schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld erreichte der Konzern zwar nicht seine zu Anfang des Jahres gesetzten, ehrgeizigen Wachstumsziele, erwirtschaftete aber dennoch gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum von 3,9 Prozent, um Währungseffekte bereinigt 5,1 Prozent.

„Ein Wachstum wie im Ausnahmejahr 2007 zu erreichen, war in der wirtschaftlich zunehmend schwierigeren Situation des abgelaufenen Jahres schlicht nicht möglich. Aber vor dem Hintergrund der großen konjunkturellen Schwierigkeiten vor allem ab Oktober können wir mit dem Umsatzwachstum doch zufrieden sein. Wichtig ist zudem, dass wir trotz aller wirtschaftlicher Verwerfungen auch im Jahr 2008 wieder profitabel gewachsen sind und ein gutes Betriebsergebnis erzielt haben”, sagt Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe.

Noch bis zum Ende des dritten Quartals 2008 konnte Würth gruppenweit die Wachstumsgeschwindigkeit hoch halten – das Umsatzwachstum des Konzerns lag bis einschließlich September 2008 bei 6,4 Prozent (7,8 Prozent währungsbereinigt) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den letzten drei Monaten des Jahres wurde das Geschäft allerdings durch die massive Eintrübung der weltweiten Konjunktur nachhaltig beeinflusst und so auch das Wachstum des Jahresumsatzes stark gebremst.

Erfreulich war die Entwicklung der deutschen Würth-Gruppe. Mit einem Umsatzplus von 6,5 Prozent im Jahr 2008 trug die deutsche Gruppe entscheidend zum Erfolg des Gesamtkonzerns bei. Bis einschließlich September konnte in Deutschland noch eine fast zweistellige Umsatzsteigerung erwirtschaftet werden.

Außerhalb Deutschlands erreichte die Würth-Gruppe im Jahr 2008 ein Wachstum von 2,1 Prozent, was hauptsächlich der wirtschaftlich schlechten Situation in den USA und dem ungünstigen Dollarkurs geschuldet ist. Um Währungseffekte bereinigt betrug das Umsatzwachstum der internationalen Würth-Gruppe 4,1 Prozent.

Im Betriebsergebnis erreichte das weltweit führende Handelsunternehmen für Befestigungs- und Montagematerial das zweitbeste Resultat seiner Firmengeschichte nach 2007: Gemäß vorläufiger Berechnungen liegt es bei 520 Millionen Euro (2007: 640 Millionen Euro).

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Würth-Gruppe sank weltweit 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent auf insgesamt 62.811. Dieser Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die chinesischen Fertigungswerke der Wurth Electronics Midcom zunehmend automatisiert und nach europäischen Standards optimiert wurden. Wurth Electronics Midcom wurde 2007 von der Würth-Gruppe übernommen. Unter anderem wurde die Belegschaft an den Midcom Produktionsstandorten in China um 1.449 reduziert. In Deutschland wurden 2008 innerhalb der Würth-Gruppe 240 Arbeitsplätze neu geschaffen.

Den testierten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008 wird die Würth-Gruppe auf ihrer Bilanzpressekonferenz am 6. Mai 2009 in Künzelsau vorlegen.

Veränderungen im Top-Management der Würth-Gruppe sowie der Adolf Würth GmbH & Co. KG

Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 haben der Stiftungsaufsichtsrat und der Beirat der Würth-Gruppe den bisherigen Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG, Peter Zürn (49), zum stellvertretenden Sprecher der Konzernführung berufen. Bereits im vergangenen Jahr war diese Veränderung angekündigt worden.

Peter Zürn folgt damit Rolf Bauer (65), der aus Altersgründen aus seinem Amt scheidet und in den Beirat der Würth-Gruppe wechselt. Nachfolger von Peter Zürn als Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG ist Norbert Heckmann (41), zuletzt als Geschäftsführer verantwortlich für die Würth Elektronik eiSos Gruppe.

Die Beiratsvorsitzende Bettina Würth dankte Rolf Bauer für seinen bisherigen Einsatz für die Würth-Gruppe: „Rolf Bauer hat 45 Jahre lang das Wachstum unserer Unternehmensgruppe entscheidend mit vorangetrieben und durch sein besonderes Engagement geprägt. Wir freuen uns auf seine Verstärkung im Beirat der Würth-Gruppe.”

Die Konzernführung der Würth-Gruppe besteht zum 1. Januar 2009 aus:

  • Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung
  • Peter Zürn, stellvertretender Sprecher der Konzernführung
  • Joachim Kaltmaier
  • Dr. Reiner Specht
  • Prof. Dr. Harald Unkelbach

Peter Zürn begann 1979 eine Ausbildung als Industriekaufmann bei Würth. Von 1987 bis 1990 war er Geschäftsführer der Würth Auslandsgesellschaft in Australien und wurde dann in die Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG berufen. In seiner Verantwortung lag dabei unter anderem die Leitung der Division Auto, für die er seit 1997 als Mitglied der Führungskonferenz der Würth-Gruppe auch international verantwortlich zeichnete. Seit Oktober 2002 war er Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG und damit wesentlich verantwortlich für die beeindruckende Erfolgsgeschichte der größten Einzelgesellschaft der Würth-Gruppe.

Norbert Heckmann startete seine erfolgreiche Karriere innerhalb der Würth-Gruppe 1992 im Produktmanagement der Adolf Würth GmbH & Co. KG. Von 1994 bis 1996 unterstützte er vor Ort den Aufbau von Würth China in Tianjin. Im Jahr 1996 wechselte er zur Würth Elektronik eiSos und wurde dort 2002 zum Geschäftsführer Vertrieb und Marketing ernannt.

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist weltweiter Marktführer in ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Sie besteht aktuell aus über 400 Gesellschaften in 86 Ländern und beschäftigt über 60.000 Mitarbeiter. Davon sind mehr als 30.000 angestellte Verkäufer im Außendienst.

Im Kerngeschäft, der Würth-Linie, umfasst das Verkaufsprogramm für Handwerk und Industrie über 100.000 Produkte: Von Schrauben, Schraubenzubehör und Dübeln über Werkzeuge bis hin zu chemisch-technischen Produkten und Arbeitsschutz.

280 Gesellschaften operieren unter ihrem eigenen Namen. Bei diesen so genannten Allied Companies handelt es sich um an das Kerngeschäft angrenzende oder diversifizierte Unternehmensbereiche. Sie vertreiben beispielsweise Produkte für Bau- und Heimwerkermärkte, Elektroinstallationsmaterial, elektronische Bauteile (z. B. Leiterplatten), Finanzdienstleistungen und Solarmodule.