06.05.09

Geschäftsjahr 2008 der Würth-Gruppe: Umsatzrekord und zweitbestes Betriebsergebnis der Firmengeschichte

  • Konsolidierter Welt-Umsatz steigt 2008 um 3,9 Prozent auf 8,82 Milliarden Euro; deutsche Würth-Gruppe wächst überdurchschnittlich mit 6,2 Prozent auf 3,66 Milliarden Euro.
  • Zweithöchstes Betriebsergebnis der Firmengeschichte: 545 Millionen Euro (2007: 640 Millionen Euro).
  • Zum Jahresende weltweit über 62.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Künzelsau. Die weltweit tätige Würth-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2008 trotz der bereits aufkommenden Wirtschaftskrise nochmals einen Umsatzrekord sowie ein hohes Betriebsergebnis erreicht und damit eine wichtige finanzielle Grundlage zur Bewältigung der aktuell schwierigen weltwirtschaftlichen Situation geschaffen.

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung: „Wir haben uns im abgelaufenen Geschäftsjahr gut geschlagen, insbesondere wenn man die globalen Verwerfungen im letzten Quartal 2008 betrachtet. Für das laufende Jahr erwarten auch wir einen deutlichen Umsatzrückgang. Wir bleiben aber ehrgeizig und wollen trotzdem ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften. Hierfür bearbeiten wir die weltweiten Märkte intensiv und senken gleichzeitig nachhaltig Kosten, womit wir aktiv gegen die Krise ankämpfen.“

In einem vor allem in der zweiten Jahreshälfte schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld erwirtschaftete die Würth-Gruppe 2008 weltweit 8,82 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, um Währungseffekte bereinigt von 5,1 Prozent.

Noch bis zum Ende des dritten Quartals 2008 konnte die Würth-Gruppe die Wachstumsgeschwindigkeit hoch halten. Das Umsatzwachstum des Konzerns lag bis Ende September 2008 bei 6,3 Prozent (7,8 Prozent währungsbereinigt) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

In den letzten drei Monaten des Jahres wurde das Geschäft allerdings weltweit durch die massive Eintrübung der globalen Konjunktur beeinflusst. Durch den Umsatzrückgang von 3,5 Prozent im letzten Quartal wurde auch das Wachstum des Jahresumsatzes stark gebremst. „Der Umsatzrückgang im letzten Quartal 2008 war im Wesentlichen mengenbedingt“, erklärte Friedmann.

Erfreulich war die Entwicklung der deutschen Würth-Gruppe. Sie trug mit einem Umsatzplus von 6,2 Prozent im Jahr 2008 (Gesamtumsatz in Deutschland: 3,66 Milliarden Euro) wesentlich zum Erfolg des Gesamt-konzerns bei. Bis einschließlich September 2008 konnte in Deutschland noch eine fast zweistellige Umsatzsteigerung erwirtschaftet werden.

Außerhalb Deutschlands erreichte die Würth-Gruppe im Jahr 2008 ein Umsatzwachstum von 2,3 Prozent (Gesamtumsatz außerhalb Deutschlands: 5,16 Milliarden Euro). Das gegenüber der deutschen Gruppe geringere Wachstum ist hauptsächlich auf die wirtschaftlich schwierige Situation in den Kernmärkten USA, Spanien und Großbritannien zurückzuführen sowie den ungünstigen Dollarkurs im abgelaufenen Geschäftsjahr. Um Währungseffekte bereinigt betrug das Umsatzwachstum der Würth-Gruppe außerhalb Deutschlands 4,1 Prozent.

Weiterhin hohe Eigenkapitalquote

Im Betriebsergebnis erreichte das weltweit führende Handelsunternehmen für Befestigungs- und Montagematerial das zweitbeste Resultat seiner Firmengeschichte nach 2007: Es liegt bei 545 Millionen Euro (2007: 640 Millionen Euro).

Das Eigenkapital der Würth-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2008 um 115 Millionen Euro auf 2,52 Milliarden Euro an. Der Konzern verfügt damit weiterhin über eine beachtliche Eigenkapitalquote von 41,2 Prozent (Vorjahr: 42,3 Prozent), mit der er nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt europäischer Handelsunternehmen liegt. „Diese hohe Eigenkapitalquote ist die Basis für eine sehr solide Finanzierung und damit auch eine wesentliche Stärke in der aktuell schwierigen Situation. Wir festigen damit auch das Vertrauen der Kunden und Lieferanten in den Konzern“, so Friedmann. Ausdruck dieser soliden Finanzierung ist auch die Bewertung der führenden Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Fitch Ratings für die Würth-Gruppe mit „A“. Ein Rating, das die Würth-Gruppe bereits seit 2003 durchgängig erreichte.

Weltweite Investitionen in Höhe von 453 Millionen Euro

Im Geschäftsjahr 2008 investierte die Würth-Gruppe weltweit 453 Millionen Euro. Wie auch in den Jahren zuvor konnten die Investitionen vollständig aus dem selbst erwirtschafteten Cash Flow getätigt werden.

Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf dem Ausbau der Lager-kapazitäten und des Niederlassungsnetzes für die Vertriebsunternehmen des Konzerns sowie im Bereich technische Anlagen und Maschinen für die Produktionsunternehmen.

In Deutschland, dem bedeutendsten Einzelmarkt, investierte die Würth-Gruppe 240 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 13 Millionen Euro gegenüber 2007.

Herzstück des Unternehmens ist der Vertrieb

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Würth-Gruppe sank 2008 weltweit im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent auf insgesamt 62.811.

Außerhalb Deutschlands beschäftigte die Würth-Gruppe Ende 2008 46.011 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Ende 2007: 47.139). In Deutschland wurden 2008 innerhalb der Würth-Gruppe 240 Arbeitsplätze neu geschaffen, sodass hier Ende des Jahres insgesamt 16.800 Beschäftigte arbeiteten.

Nach wie vor ist der Vertrieb das Herzstück des Unternehmens. Zum 31. Dezember 2008 beschäftigte die Würth-Gruppe 30.831 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst und bleibt damit der weltweit größte Arbeitgeber für fest angestellte Verkäufer.