06.05.13

100. Geburtstag von Alma Würth, Mitbegründerin der Adolf Würth GmbH & Co. KG

Künzelsau. Am 8. Mai 2013 wäre Alma Würth, die Ehefrau des Firmengründers Adolf Würth, 100 Jahre alt geworden. Die Familie und das Unternehmen denken an Alma Würth an diesem Tag in Dankbarkeit und mit großem Respekt zurück.

Ihr Sohn Reinhold Würth erinnert sich: „Ein Rückblick: Als unser Vater im Frühsommer 1945 nach Ende des 2. Weltkriegs zu entscheiden hatte, ob er einen beruflichen Neuanfang im Angestelltenverhältnis oder in der Selbstständigkeit suchen sollte, war unsere Mutter Alma resolut und entscheidend dafür, dass der Vater das Wagnis und Risiko einer selbstständigen Firmengründung auf sich nähme.

Ob Adolf Würth ohne den kraftvollen Rat seiner Frau alleine den risikoreichen Weg in die Selbstständigkeit genommen hätte, würde ich auch heute noch mit 68 Jahren Zeitabstand bezweifeln.

Unsere Mutter Alma war eine liebevolle, aber auch strenge Mutter: In den kargen Zeiten des 2. Weltkriegs nähte sie für mich Kleider und Russenkittel, in denen ich sicher besonders hübsch anzuschauen war, was mir aber bei meinen Schulkameraden den Spitznamen einbrachte, ich sei der „immer schöner“ – für mich nicht leicht zu ertragen!

Unsere Mutter führte einen perfekten Haushalt, geschleckt, sauber, geordnet und sehr christlich orientiert. Sie war bis ins hohe Alter durchsetzungsstark und konnte fast dickköpfig sein.

Bis ins hohe Alter war Alma Würth der Familienmittelpunkt. Ich selbst bin ihr besonders dankbar für ihre große Liebe, die sie mir entgegenbrachte, auch für die Unterstützung, die sie mir moralisch gegeben hat, als ich nach dem Tod des Vaters in dieser leidvollen Zeit 1954 die Schraubengroßhandlung weiterführen musste.

Fazit: Wäre Alma Würth in den Gründertagen nicht gewesen, wäre zu bezweifeln, ob es die Würth-Gruppe in ihrer heutigen Form überhaupt je gegeben hätte. Bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist also große Dankbarkeit und hoher Respekt für diese tüchtige Frau angesagt.“

Die zentralen Lebensstationen von Alma Würth dokumentiert eine kleine Ausstellung, die ab dem 8. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten des Museum Würth im Foyer des Verwaltungsgebäudes in Künzelsau-Gaisbach zu sehen ist.