22.10.09

Universität Tübingen verleiht Universitätspreis an Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth – Fokus auf Führungskultur

Künzelsau/Tübingen. Im Rahmen des Festaktes des alljährlichen Dies Universitatis verlieh die Eberhard Karls Universität Tübingen am Mittwoch, 21. Oktober 2009 den Universitätspreis an den Künzelsauer Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth. Die Auszeichnung wurde durch Universitätsrektor Bernd Engler übergeben. In seiner Dankesrede wies Prof. Würth darauf hin, dass bei aller Vermittlung von Wissenstechnik vor allem die Führungskultur und die Menschlichkeit wichtig seien.

Mit dem im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Tübinger Universitätspreis ehrt die Eberhard Karls Universität herausragende Freunde und Förderer, die wichtige Akzente für die Entwicklung der Universität und die Beförderung von Forschung und Lehre gesetzt haben. Die diesjährige Ehrung von Reinhold Würth galt einem langjährigen und bedeutenden Förderer der Universität. Rektor Engler würdigt ihn als „herausragenden Mäzen, einen Förderer der bildenden Künste und der Literatur“, der sich ganz entscheidend auch zur Sicherung des kulturellen Erbes engagiert habe, z. B. beim Erwerb der Sammlung mittelalterlicher Kunst aus dem Hause Fürstenberg und bei der Restaurierung der von einem Erdbeben nachhaltig geschädigten „Cappella Palatina“ in Palermo. Für die Universität Tübingen sei Reinhold Würth seit Jahren ein treuer und großzügiger Unterstützer gewesen, ohne dessen Förderung vieles nicht hätte realisiert werden können. Engler hob besonders die Tübinger Poetik Dozentur hervor, die vom Hause Würth seit vielen Jahren gefördert wird und ein auch international bekanntes Markenzeichen der Universität geworden ist. Nicht zuletzt war Reinhold Würth sechs Jahre lang externes Mitglied des im Jahre 2000 neugegründeten Universitätsrates und zeigte sich dabei „als eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die sich für das Gemeinwohl in die Pflicht nehmen lässt oder selbst nimmt und ehrenamtlich Verantwortung jenseits aller Geschäftsinteressen trägt“, wie Rektor Engler betonte.

Reinhold Würth hatte bis 1994 die Geschäftsführung der Würth-Gruppe inne und übernahm dann den Beiratsvorsitz der Würth-Gruppe. Von 1999 bis 2003 baute er als Leiter das Interfakultative Institut für Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe (TH) auf. Seit 2006 ist Würth Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe. Schon 1991 erhielt er die Ehrensenatorenwürde der Eberhard Karls Universität. 1999 verlieh ihm die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät die Ehrendoktorwürde.

Reinhold Würth bedankte sich in seiner Rede nicht nur für die erhaltene Auszeichnung, sondern vor allem auch bei all seinen Mitarbeitern, durch die das Wachstum der Würth-Gruppe erst ermöglicht worden sei. Er bat die Universität, die Führungskultur nicht zu vernachlässigen, da sie maßgeblich für den Erfolg sei. Reinhold Würth: „Bei aller Vermittlung von Wissenstechnik sind vor allem die Führungskultur und die Menschlichkeit wichtig.“