22.10.09

Schulprojekte aus Baden-Württemberg mit dem Würth Bildungspreis 2009 ausgezeichnet – Erster Platz doppelt vergeben

Künzelsau/Stuttgart. Zum dritten Mal hat das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Gemeinnützigen Stiftung Würth am Donnerstag, 22. Oktober 2009, den Würth Bildungspreis verliehen. Mit der Haierschule Faurndau (Göppingen) und der Christlichen Schule im Hegau (Rielasingen-Worblingen) teilen sich in diesem Jahr im Neuen Schloss in Stuttgart gleich zwei Schulen den mit 4.000 Euro dotierten ersten Platz.

Die Haierschule Faurndau nahm diese Anerkennung für den professionellen und engagierten Aufbau ihrer Schülerfirma „Haiershop AG“ entgegen, die beispielsweise Schreibwaren vertreibt und Dienstleistungen wie den Verleih von Taschenrechnern anbietet.

Die Christliche Schule im Hegau zeichnete das Kompetenzzentrum für die gelungene Umsetzung ihres Konzepts „Unsere Schule – ein Unternehmen“ aus, mit dem Ökonomieprojekte über alle Jahrgangsstufen hinweg im Schulcurriculum verankert worden sind.

„Die doppelte Vergabe des ersten Preises verdeutlicht das Engagement und die Leistung aller Schulen und spiegelt die intensive Diskussion der Jury in der Entscheidung um die Platzierungen wider“, sagte Stefanie Wilhelm vom Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung.

Neben den zwei erstplatzierten hatten vier weitere baden-württembergische Schulen die letzte Stufe des Wettbewerbs erreicht und erhielten bei der offiziellen Verleihung ihre Preise von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe, sowie Georg Wacker MdL, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg.

„Mit dem Würth Bildungspreis wird die ökonomische Bildung an den Schulen in Baden-Württemberg nachhaltig gefördert. Wie wichtig eine umfassende ökonomische Allgemeinbildung für die Schülerinnen und Schüler ist, zeigt sich in der Krise des Finanzsystems und der Auswirkung auf die Konjunktur in unserem Land. Ohne grundlegende Kenntnisse des Marktes, seiner Zusammenhänge und Abhängigkeiten ist dieses weltweite Problem nur schwer zu verstehen. Die Zukunftsgewandtheit des Preises wird dadurch unterstrichen, dass er erst nach einem Jahr verliehen wird. Die Schulen können jetzt ihre innovativen Ökonomieprojekte erfolgreich umsetzen“, erklärte Kultusstaatsekretär Wacker.

Der Bronzepreis, der mit 2.000 Euro verbunden ist, ging an das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Hockenheim für das Projekt „gaußline – Vertrieb von Schulkleidung im eigenen Schulshop“.

Mit dem vierten Platz, der jeweils mit 1.000 Euro dotiert ist, wurden drei weitere Schulen ausgezeichnet: Das Gymnasium Friedrich II. Lorch („Wirtschaftskonzept 2GETHER“), das Ev. Paul-Distelbarth-Gymnasium Obersulm („Das Automobil als regionaler und globaler Wirtschaftsfaktor“) und die Schickhardt-Realschule Backnang („Buttons and more“).

Mit der Veranstaltung am Donnerstag fiel zudem der Startschuss für den Würth Bildungspreis 2010: Unter zwölf ausgewählten Bewerbungen aus Baden-Württemberg hatte die Jury in der Endauswahl sechs Schulen benannt, die im laufenden Schuljahr umfangreiche Unterstützung bei der Realisierung ihrer Projekte erhalten. Im Neuen Schloss stellten die Schülerinnen und Schüler nun erstmals ihre Projektvorhaben vor.

Im Einzelnen sind dies folgende Schulen: Die Albertville-Realschule Winnenden, die Eduard-Spranger-Schule Reutlingen, die Erich Kästner-Schule Karlsruhe, die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Grötzingen, das Gymnasium Karlsbad und die Pestalozzischule Göppingen.

Der Würth Bildungspreis

Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Gemeinnützigen Stiftung Würth schreibt den Würth Bildungspreis jährlich für zukunftsorientierte Ökonomie-Schulprojekte aus. Die erstmalige Auslobung fand im Frühjahr 2006 statt. Initiator des Preises ist der Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, der seit vielen Jahren die ökonomische Bildung Jugendlicher aufmerksam im Blick hat und im Jahr 2005 mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums Ökonomische Bildung einen deutlichen Impuls dafür gegeben hat, dass Wirtschaftswissen verstärkt in den Schulen vermittelt wird.

Das Kompetenzzentrum kooperiert in diesem Rahmen eng mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Günther H. Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, hat die Schirmherrschaft über den Würth Bildungspreis übernommen. Um den Würth Bildungspreis können sich alle weiterführenden, allgemein bildenden Schulen in Baden-Württemberg bewerben. Im Unterschied zu vielen anderen Preisen wird nicht ein bereits abgeschlossenes, in der Vergangenheit durchgeführtes Projekt bewertet, sondern es geht um ein innovatives Projektvorhaben, das die jeweiligen Schulen im folgenden Schuljahr umsetzen wollen. Die in diesem Rahmen durchgeführten Projekte sollen in erster Linie unternehmerisches und wirtschaftliches Denken und Handeln in der Schule stärken.

Unter allen Bewerbern werden in einem ersten Schritt jährlich sechs Schulen ausgewählt, die bei der Umsetzung ihrer Projekte professionelle Beratung und finanzielle Unterstützung erhalten. Nach Ablauf eines Jahres zeichnet das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung die besten dieser Projekte mit dem Würth Bildungspreis aus, der mit weiteren 12.000 Euro dotiert ist, und vergibt die Trophäe „Oscar-Fasty“.