09.10.09

Zehn Jahre Swiridoff-Verlag – „Das schönste Geschenk ist der Literaturnobelpreis an Herta Müller“

Künzelsau. Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse feiert der Swiridoff-Verlag, eine Tochtergesellschaft der Würth-Gruppe, am Freitag, 16. Oktober, das zehnjährige Bestehen. „Das schönste Geschenk ist der Literaturnobelpreis an Herta Müller“, freut sich Geschäftsführerin C. Sylvia Weber.

Der Swiridoff-Verlag war 1999 mit dem Ziel gegründet worden, den zahlreichen Publikationen, die aus dem kulturellen Engagement von Würth entstehen, eine gemeinsame Plattform zu geben. Zu diesem kulturellen Engagement gehört auch der alle zwei Jahre vergebene Würth-Preis für Europäische Literatur. Er war 2006 an Herta Müller verliehen worden. Bei der Überreichung dieses Preises in Stuttgart hatte Herta Müller ihr Verhältnis zur Sprache definiert: „Ich traue Sprache nicht. Denn am besten weiß ich von mir selbst, dass sie sich, um genau zu werden, immer etwas nehmen muss, was ihr nicht gehört. […]. Erst die erfundene Überraschung bringt die Nähe zum Wirklichen zustande. Erst wenn eine Wahrnehmung die andere ausraubt, ein Gegenstand das Material des anderen an sich reißt und benutzt – erst wenn das, was sich im Wirklichen ausschließt, im Satz plausibel geworden ist, kann sich der Satz vor dem Wirklichen behaupten.“ Die gesamte Rede von Herta Müller ist in der Publikation „Herta Müller. Fünfter Würth-Preis für Europäische Literatur“ veröffentlicht – erschienen im Swiridoff-Verlag.

Auch der diesjährige Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Claudio Magris, wurde mit dem Würth-Preis für Europäische Literatur ausgezeichnet. Der Preis war ihm im Jahr 2000 anerkannt worden.

Der Swiridoff-Verlag stellt weitere Veröffentlichungen wie den Katalog zur aktuellen Ausstellung „Albtraum und Befreiung- Max Ernst in der Sammlung Würth“ in der Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall, bei einer Happy Hour im Rahmen der Frankfurter Buchmesse am Freitag, 16. Oktober, ab 17 Uhr, am Messestand M 543 in Halle 4.1. vor.

Info: Der Würth-Preis für Europäische Literatur, der alle zwei Jahre verliehen wird und mit 25.000 Euro dotiert ist, wurde von der Adolf Würth GmbH & Co. KG im Jahre 1997 gestiftet und einer Jury anvertraut, der unter dem Vorsitz von Harald Unkelbach zurzeit sieben Personen angehören: Anna Maria Carpi, Lars Gustafsson, Harald Hartung, Jutta Limbach, Hans Maier, Harald Weinrich und Jürgen Wertheimer. Im Hinblick auf den besonderen Satzungszweck, „den Blick auf ein Europa der kulturellen Vielfalt zu richten“, wurden mit diesem Preis ausgezeichnet: Hermann Lenz (1997), Claudio Magris (2000), Claude Vigée (2002), Harald Hartung (2004) Herta Müller (2006) und Peter Turrini (2008). An Ilija Trojanow wird der Preis im Januar 2010 im Neuen Schloss in Stuttgart überreicht.

Weitere Informationen zum Swiridoff-Verlag finden Sie unter www.swiridoff.de