02.10.09

Unternehmer mit Weitblick und visionärem Denken: Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth begeht sein 60-jähriges Arbeitsjubiläum

Künzelsau. Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe, beging am 1. Oktober sein 60-jähriges Arbeitsjubiläum. Der 74-Jährige blickt auf eine herausragende Laufbahn zurück: Aus der Schraubengroßhandlung seines Vaters mit zwei Mitarbeitern baute er die Würth-Gruppe, den heutigen Weltmarktführer für Montage- und Befestigungsmaterial, auf.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Würth-Gruppe sowie zahlreiche geladene Gäste würdigten den Unternehmer mit einer Feier im Stil einer After-Work-Party am Firmensitz der Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau-Gaisbach.

„Reinhold Würth fordert und fördert Leistung zugleich”, sagte Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe. „Mit Beständigkeit steht er für die Werte ein, mit denen er das Unternehmen prägt.” Thomas Philippiak, Präsident der IHK Heilbronn-Franken, hob insbesondere die integrative Wirkung des Unternehmers hervor: „Sie bringen die Region voran. Ihr Engagement ist enorm vielfältig.” Mit der Verleihung des „Merkur”, der höchsten Auszeichnung der IHK Heilbronn-Franken für Personen, die sich in außergewöhnlichem Maß für die Region und die regionale Wirtschaft einsetzen, würdigte Philippiak das Wirken von Reinhold Würth. Die „herausragenden Dienste für den Hohenlohekreis und seine Bürger” zeichnete Landrat Helmut M. Jahn mit der „Großen Ehrenmedaille des Hohenlohekreises in Gold” aus. Sie ist die höchste Ehrung, die der Kreis vergibt, und wurde bisher nur ein Mal verliehen.

Zu den weiteren Gratulanten zählten Thomas Wagner, Vorsitzender des Vertrauensrats der Adolf Würth GmbH & Co. KG, Bettina Würth, Beiratsvorsitzende der Würth-Gruppe und Tochter von Reinhold Würth sowie Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG. Bettina Würth dankte ihrem Vater für dessen Leistung und den unermüdlichen Einsatz für das Unternehmen. In diesem Sinne wandte sich Reinhold Würth in seiner Ansprache auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gab diesen Dank an sie weiter.

Die Hohenloher Mundart-Band Annâweech sorgte während der Veranstaltung mit ihren lustig-launigen und teilweise speziell zu diesem Anlass getexteten Liedern für beste Unterhaltung.

Vom Zweimannbetrieb zum Weltmarktführer

Untrennbar ist die Geschichte der Würth-Gruppe mit dem Unternehmer Reinhold Würth verbunden. Der Aufbau des Familienunternehmens mit heute mehr als 400 Gesellschaften in 84 Ländern, rund 58.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 8,82 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2008 ist eine in der internationalen Unternehmerlandschaft beispielhafte Erfolgsgeschichte: 1945 wurde in Deutschland das Mutterunternehmen des Konzerns, die Adolf Würth GmbH & Co. KG, durch Adolf Würth gegründet. Reinhold Würth begann am 1. Oktober 1949 mit 14 Jahren in der väterlichen Schraubengroßhandlung eine kaufmännische Lehre. Nach dem frühen Tod des Vaters im Jahr 1954 übernahm der damals 19-Jährige das Unternehmen.

Mit Weitsicht und visionärem Denken führte Reinhold Würth das Unternehmen und bald stellten sich die ersten Erfolge ein. 1962 wurde die erste Auslandsgesellschaft Würth Niederlande gegründet, weitere Länder folgten rasch. 1987 war die Würth-Gruppe auf allen fünf Kontinenten vertreten.

1994 zog sich Reinhold Würth aus der operativen Geschäftsführung der Würth-Gruppe zurück und übernahm den Beiratsvorsitz der Würth-Gruppe. Am 1. März 2006 folgte ihm seine Tochter Bettina Würth in diesem Amt. Reinhold Würth fungiert weiterhin als Vorsitzender des Stiftungsaufsichtrats der Würth-Gruppe.

Unternehmer mit Dynamik und Leidenschaft

Von Anfang an war und ist die Würth-Gruppe trotz ihrer Internationalität ein Familienunternehmen geblieben. Reinhold Würth prägte eine Unternehmenskultur, die auf Grundwerten wie Optimismus, Dynamik, Hochachtung vor den Mitarbeitern und ihren Leistungen sowie leidenschaftlichem Einsatz für die Kunden basiert. Bereits in den frühen Jahren setzte er Impulse mit der Zielrichtung, nicht auf die Kunden zu warten, sondern aktiv auf sie zuzugehen. Mit dem Auf- und Ausbau eines Direktvertriebs wurde ein wichtiges Grundprinzip für den Erfolg des Unternehmens gelegt. Heute erreichen weltweit rund 29.000 Außendienstmitarbeiter täglich 300.000 Kunden.

Engagiert für die Gesellschaft

In seiner beruflichen Laufbahn hat sich Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth vielfältig sozial und kulturell engagiert. Der passionierte Sammler moderner und zeitgenössischer Kunst fördert seit langen Jahren Projekte im Bereich Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft sowie Bildung und Erziehung. Um dieses Engagement zu bündeln, gründete er 1987 gemeinsam mit seiner Frau Carmen die Gemeinnützige Stiftung Würth. Von 1999 bis 2003 leitete er zudem das Interfakultative Institut für Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe (TH).

Die von Reinhold Würth aufgebaute Sammlung Würth umfasst derzeit rund 12.000 Kunstwerke. Sie wird in vier Museen in Deutschland sowie in zehn Kunstdependancen an den Unternehmenssitzen der internationalen Gesellschaften gezeigt.

Zu den vielfältigen Interessen von Reinhold Würth, Vater von drei erwachsenen Kindern, gehört neben der Kunst auch die klassische Musik. Seine Freizeit nutzt der umtriebige Unternehmer unter anderem zu Spaziergängen, zum Schwimmen, Wandern oder Radfahren – in Bewegung zu bleiben, ist für ihn wichtig. Zudem besitzt der leidenschaftliche Pilot seit vielen Jahren eine Lizenz als Berufspilot/ATPL.