10.05.16

Umsatzrekord: Würth erzielt 11 Milliarden Euro

  • Umsatz steigt um 9,1 Prozent
  • Betriebsergebnis in Höhe von 525 Millionen Euro
  • Akquisitionen verstärken Marktpräsenz in den USA
  • Mitarbeiterstand erhöht sich um 2.934

Künzelsau. 11 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete die Würth-Gruppe im Geschäftsjahr 2015 – ein Plus von 9,1 Prozent, der höchste Umsatz in der Unternehmensgeschichte.

„Wir haben 2015 einen Rekordumsatz erwirtschaftet und verzeichnen in nahezu allen Geschäftsbereichen Umsatzzuwächse. Das stimmt uns zuversichtlich, dass wir auch 2016 weiter kräftig wachsen werden. Die Zahlen aus dem ersten Tertial 2016 belegen, wir sind auf Kurs: Der Umsatz stieg um 7,2 Prozent. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Plus bei 8,6 Prozent“, so Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe. „Erfreulich ist die Situation in Südeuropa: Diese Region erzielte 2015 einen Umsatz von 1.174 Millionen Euro und steigerte das Umsatzwachstum von 5,5 Prozent 2014 auf ein Plus von 21,5 Prozent 2015 – eine beachtliche Entwicklung.“

Deutschland wichtigster Markt

Der Heimatmarkt Deutschland ist mit einem Umsatzanteil von 40 Prozent weiterhin der wichtigste Markt für den Konzern: Insgesamt erwirtschafteten die deutschen Gesellschaften 4,8 Milliarden Euro Umsatz (+ 4,5 Prozent) und 291 Millionen Euro Betriebsergebnis. Die ausländischen Gesellschaften wuchsen um 12,9 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro.

Wachstum profitiert von Akquisitionen

USA ist mit einem kursbereinigten Wachstum von 15,1 Prozent wichtiger Fokusmarkt. Die Würth-Gruppe tätigte dort 2015 drei Akquisitionen und stärkt damit vor allem das Würth Industrial Network (WINWORK®) – ein globaler Verbund zur Versorgung der weltweit tätigen Industriekunden.

Northern Safety Co., Inc. mit Sitz in Frankfort/New York mit einem Umsatz von 179 Millionen US-Dollar erweitert das Sortiment im Bereich Arbeitsschutz, Wurth Des Moines Bolt Inc. ist die geografische Erschließung im Mittleren Westen. 2015 erzielte der Spezialist für Verbindungselemente einen Umsatz von 42 Millionen US-Dollar. Die Akquisition von House of Threads im ersten Quartal 2016 (Umsatz 2015: 42,1 Millionen US-Dollar) knüpft an diese Strategie an. Eine weitere Akquisition erfolgte 2015 durch den Zukauf einer US-amerikanischen Gesellschaft für die Division Holz. Das Wachstum in Italien mit 28,4 Prozent profitierte stark von der Übernahme von 65 Prozent der Anteile an der Elektrogroßhandelsgesellschaft MEF S.r.l. mit Sitz in Florenz. Das auf Beleuchtung, Niederspannungsverteilung und –kontrolle sowie erneuerbare Energien spezialisierte Unternehmen erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von 130 Millionen Euro.

Steigerung beim Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis liegt mit 525 Millionen Euro um 1,9 Prozent leicht über dem Vorjahr (2014: 515 Millionen Euro). Positiv beigetragen haben die Adolf Würth GmbH & Co. KG mit über 100 Millionen Euro sowie die Würth Industrie Service, Würth Elektronik eiSos, Arnold Umformtechnik, die Reca Norm und Würth Finnland. „Optimistisch stimmt uns die gute Entwicklung in Südeuropa. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs das Ergebnis der Gesellschaften außerhalb Deutschlands mit 4 Prozent deutlich schneller. Zu Lasten des Betriebsergebnisses 2015 wurden 1.000 zusätzliche Außendienstmitarbeiter eingestellt, als Investition für das Geschäftsjahr 2016“, erläutert Friedmann das Ergebnis.

Mitarbeiteraufbau 2015

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist zum 31. Dezember 2015 um 4,4 Prozent auf 68.978 gestiegen (2014: 66.044). In Deutschland zählte die Würth-Gruppe 21.145 Beschäftigte (2014: 20.226), im Ausland 47.833 (2014: 45.818). Die Zahl der Außendienstmitarbeiter stieg weltweit auf 31.080 Beschäftigte (2014: 29.923).

E-Business etabliert sich weiter

Im Jahr 2015 investierte die Würth-Gruppe parallel zum Direktvertrieb in den weiteren Ausbau von E-Business-Lösungen. Das Einkaufen über Onlineshops, Smartphone Applikationen, E-Procurement-Lösungen und automatisierte Bestellsysteme etabliert sich neben den Niederlassungen und der Betreuung durch den Außendienst weiter. Der Umsatz über E-Business wuchs im Geschäftsjahr 2015 auf Gruppenebene um 17 Prozent und entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 12 Prozent. Auch im Jahr 2016 wird das Online-Angebot weiter ausgebaut und die Digitalisierung der Serviceangebote vorangetrieben.

Hohe finanzielle Stabilität

Das Eigenkapital stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 400 Millionen Euro auf 4.083 Millionen Euro (2014: 3.683 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 44,3 Prozent (2014: 45,2 Prozent). Die Ratingagentur Standard & Poor‘s bestätigte 2015 das Rating für die Würth-Gruppe mit „A/outlook stable“. Der operative Cashflow lag mit 630 Millionen Euro 2,9 Prozent über dem Vorjahr. Zum 31.12.2015 verfügte die Würth-Gruppe über liquide Mittel in Höhe von 616 Millionen Euro (2014: 602 Millionen Euro).

Investitionen in Infrastruktur

Die Investitionsausgaben lagen 2015 mit 525 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (2014: 367 Millionen Euro). Schwerpunkt war der Ausbau der Lagerkapazitäten für die Vertriebsgesellschaften sowie Investitionen in Produktionsgebäude, technische Anlagen und Maschinen für die Produktionsgesellschaften. Hauptinvestition war der Wiederaufbau des Leiterplattenwerks der Würth Elektronik in Niedernhall nach dem Brand im Dezember 2014. Arnold Umformtechnik, Spezialist für Schrauben und Verbindungstechnik legte in Dörzbach den Grundstein für drei weitere Produktionshallen, die Würth Elektronik eiSos investierte in ein neues Logistikgebäude in Waldenburg. Im Juni 2016 eröffnet die Adolf Würth GmbH & Co. KG das neue Niederlassungs- und Bürogebäude am Standort Gaisbach. 550 Arbeitsplätze und 800 Quadratmeter Niederlassung finden darin ihren Platz.

Ausblick

„Unser Fokus liegt auf dem ausgewogenen Verhältnis von E-Business, Niederlassung und Direktvertrieb. Für 2016 plant die Würth-Gruppe einen Umsatz von 11,8 Milliarden Euro und rechnet mit einer angemessenen Steigerung des Betriebsergebnisses.“ (Robert Friedmann)

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Sie besteht aktuell aus über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern und beschäftigt 69.000 Mitarbeiter. Davon über 31.000 fest angestellte Verkäufer im Außendienst.

Im Kerngeschäft, der Würth-Linie, umfasst das Verkaufsprogramm für Handwerk und Industrie über 125.000 Produkte: von Schrauben, Schraubenzubehör und Dübeln über Werkzeuge bis hin zu chemisch-technischen Produkten und Arbeitsschutz.

Die Allied Companies – Gesellschaften des Konzerns, die an das Kerngeschäft angrenzen oder diversifizierte Geschäftsbereiche bearbeiten – ergänzen das Angebot um Produkte für Bau- und Heimwerkermärkte, Elektroinstallationsmaterial, elektronische Bauteile (z.B. Leiterplatten) sowie Finanzdienstleistungen. Sie machen über 40 Prozent des Umsatzes der Würth-Gruppe aus.