06.05.11

Würth-Gruppe schließt Geschäftsjahr 2010 erfolgreich ab

  • Alle Zeichen auf Wachstum: Jahresumsatz 2010 steigt um 14,8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro.
  • Über Plan: Betriebsergebnis 2010 wächst um 63,8 Prozent auf 385 Millionen Euro.
  • Mehr Verkäufer: Mitarbeiteranzahl steigt um 5.565 auf 64.140 (Stand 31.03.2011).
  • Ehrgeizige Ziele: Segmentierter Vertrieb soll auch 2011 das Wachstum treiben.
  • Hohe Investitionen: 635 Millionen Euro im Jahr 2011 für Wachstum, Infrastruktur und Logistik
  • Erfolge im ersten Quartal 2011: Umsätze mit 18,6 Prozent deutlich gesteigert.

„Die Unternehmungslust treibt uns an. Ein Schlüssel für unsere langfristig erfolgreiche Entwicklung liegt in der Fähigkeit, immer wieder die wesentlichen Wachstumstreiber zu identifizieren und dann auch konsequent und konzentriert auf diese zu setzen.“ So erklärte Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe bei der Bilanzpressekonferenz des Konzerns am 6. Mai in Schwäbisch Hall das erfolgreiche Geschäftsjahr 2010. Der Wachstumsmotor 2010 sei einmal mehr das ausgefeilte Vertriebssystem des Konzerns gewesen. „Auch 2011 werden wir stark auf unsere Kernkompetenz, den Vertrieb, setzen, um weitere Marktanteile zu gewinnen.“ In das erste Quartal 2011 startete der Konzern dynamisch mit 18,6 Prozent Umsatzsteigerung.

Segmentierte Vertriebskanäle führen zum Erfolg

Der Vertrieb ist schon immer Kern des Erfolgskonzepts der Würth-Gruppe. Wichtig sei aber, wie das Unternehmen diese Kernkompetenz jeweils entsprechend der Marktgegebenheiten und der Kundenbedürfnisse entwickle. „2010 war weltweit ein Wachstumsjahr. Entsprechend war es unser Ziel, schnell und überproportional zu wachsen, um insgesamt Marktanteile zu gewinnen. Bei einem eventuell verlangsamten Wachstum der Weltwirtschaft können wir diese Marktstellung dann aus einer Position der Stärke heraus weiter verbessern“, erläuterte Friedmann.

Um dieses überproportionale Wachstum zu realisieren, setzt Würth neben Produktinnovationen vor allem auf maßgeschneiderte Services für die unterschiedlichen Kundensegmente. Die Würth-Gruppe wächst damit sowohl mit ihren Handwerkskunden als auch im Industriebereich. Den unterschiedlichen Bedürfnissen dieser Kundengruppen trägt das Unternehmen durch eine spezifische Segmentierung des Vertriebs Rechnung, die auch für die Zukunft ein wesentliches Erfolgsrezept sein soll. „Mit über 30.000 Außendienstmitarbeitern sind wir weiterhin der weltweit größte Arbeitgeber für fest angestellte Verkäufer. Hier wachsen wir durch Multiplikation. Ein wichtiger Stellhebel neben dem Ausbau des Außendienstes wird 2011 auch die erneute Erweiterung des Verkaufsniederlassungsnetzes sein. Die aktuell über 1.000 Niederlassungen weltweit dienen den Würth Kunden als Anlaufstelle, um ihren Sofortbedarf an Verbrauchsmaterial und Handwerkzeugen zu decken“, sagte Friedmann.

Alle Regionen auf Wachstumskurs

Mit einem Wachstum von 14,8 Prozent erzielte die Würth-Gruppe im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro. Deutschland war dabei der stärkste Wachstumsmarkt: Die Umsatzsteigerung betrug hier 17,6 Prozent (3.881 Millionen Euro). Aber auch international lag der Konzern im zweistelligen Bereich mit einem Umsatzwachstum von 12,6 Prozent (4.752 Millionen Euro).

Im Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial für Handwerk und Industrie, wuchs die Würth-Gruppe 2010 um 11,5 Prozent. In den angrenzenden Geschäftsfeldern waren unter anderem die Würth Elektronik Gruppe (+63,6 Prozent) und die Geschäftseinheit Produktion (+18,7 Prozent) starke Umsatztreiber.

Würth-Gruppe weiter finanzstark

„Auch die gute Entwicklung des Betriebsergebnisses, das höher ausgefallen ist als geplant, ist das Resultat unserer Kräftebündelung im Vertrieb“, erläuterte Friedmann die Zahlen. Das Betriebsergebnis der Würth-Gruppe stieg 2010 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 63,8 Prozent auf 385 Millionen Euro (2009: 235 Millionen Euro). Dadurch stieg auch die Eigenkapitalquote auf 42,0 Prozent (2009: 41,3 Prozent). Das Eigenkapital der Würth-Gruppe beläuft sich insgesamt auf 2,9 Milliarden Euro (2009: 2,6 Milliarden Euro).

Die Ratingagenturen bestätigen die Finanzstärke der Würth-Gruppe mit einer positiven Bonitätseinstufung: Standard & Poor‘s vergab 2010 erneut das „A Rating“, Fitch Ratings behielt ihr „A- Rating“ bei. Beide Agenturen honorierten die positive Entwicklung der Würth-Gruppe mit der Veränderung des Outlooks auf „stable“. „Eine hohe Liquidität steht grundsätzlich im Fokus unseres Handelns. So können wir immer sehr flexibel und schnell auf sich eröffnende Marktchancen reagieren“, sagte Friedmann. In Kürze werde der Konzern auch die günstige Situation am Kapitalmarkt nutzen, um eine Unternehmensanleihe zu begeben.

Mitarbeiteranzahl deutlich erhöht

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung hat die Würth-Gruppe die Zahl ihrer Beschäftigten im Jahresvergleich weltweit um 7,9 Prozent auf 62.433 erhöht (Stand 31.12.2010). In Deutschland kamen 1.525 Be-schäftigte hinzu (+9,4 Prozent). Außerhalb Deutschlands rekrutierte der Konzern 3.026 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (+7,3 Prozent).

Auch bei der Mitarbeitergewinnung lag der Fokus auf dem Ausbau des Vertriebs. Weltweit zählt die Würth-Gruppe 30.410 Mitarbeiter im Außendienst (+6,3 Prozent). Stark investiert wurde vor allem in die Außendienstmannschaft der 78 Gesellschaften in Deutschland. Hier arbeiteten 2010 5.323 fest angestellte Verkäufer für den Konzern (+7,5 Prozent).

Im ersten Quartal 2011 hat sich dieser Trend fortgesetzt: In den ersten drei Monaten wurden weltweit 1.707 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt, davon 424 in Deutschland. Insgesamt hat die Würth-Gruppe in den letzten 12 Monaten 5.565 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt.

Investitionen sollen zukünftiges Wachstum sichern – Vision „2020-20“

Bereits 2010 hatte die Würth-Gruppe mit insgesamt 283 Millionen Euro ihre Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr intensiviert (2009: 261 Millionen Euro). Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf dem Ausbau der Lagerkapazitäten und des Niederlassungsnetzes sowie im Bereich Produktionsgebäude, technische Anlagen und Maschinen für die Produktions¬gesellschaften des Konzerns.

Für 2011 plant der Konzern nun ein deutlich erhöhtes Investitions-volumen von insgesamt rund 635 Millionen Euro. Unter anderem wird der Standort in Künzelsau-Gaisbach ausgebaut und die Logistik der Adolf Würth GmbH & Co. KG sowie der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG erweitert. Zudem wird bis 2013 ein Konferenz-, Schulungs- und Ausbildungszentrum in Rorschach (Schweiz) errichtet. Gleichzeitig investiert Würth kontinuierlich weiter in den Ausbau des weltweiten Vertriebs.

„Unser Ausblick für 2011 ist optimistisch, auch wenn das Wachstum sicher kein Selbstläufer sein wird. Wir sind aber gut aufgestellt“, sagte Friedmann. Die Würth-Gruppe plant ein zweistelliges Umsatzwachstum und strebt ein Betriebsergebnis von rund 550 Millionen Euro an. Auch die Mitarbeiteranzahl soll um rund sieben Prozent steigen, um zukünftiges Wachstum zu sichern. Alleine rund 3.000 zusätzliche Außendienstmitarbeiter sollen eingestellt werden.

Die langfristige Planung des Konzerns unterstrich Friedmann nochmals mit der Vision der Würth-Gruppe für das Jahr 2020. Binnen neun Jahren will das Unternehmen mit rund 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit 20 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften.

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Sie besteht aktuell aus über 400 Gesellschaften in 84 Ländern und beschäftigt über 64.000 Mitarbeiter. Davon sind über 30.000 fest angestellte Verkäufer im Außendienst. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte die Würth-Gruppe einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro.

Im Kerngeschäft, der Würth-Linie, umfasst das Verkaufsprogramm für Handwerk und Industrie über 100.000 Produkte: Von Schrauben, Schraubenzubehör und Dübeln über Werkzeuge bis hin zu chemisch-technischen Produkten und Arbeitsschutz.

Die Allied Companies – Gesellschaften des Konzerns, die an das Kerngeschäft angrenzen oder diversifizierte Geschäftsbereiche bearbeiten – ergänzen das Angebot um Produkte für Bau- und Heimwerkermärkte, Elektroinstallationsmaterial, elektronische Bauteile (z.B. Leiterplatten) sowie Solarmodule und Finanzdienstleistungen. Sie machen über 40 Prozent des Umsatzes der Würth-Gruppe aus.

Die Würth-Gruppe ist Trägerin des Deutschen Logistik-Preises 2009 der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Das Unternehmen wurde mit diesem Preis für seine modulare Systemlogistik ausgezeichnet, die ganz speziell auf einzelne Kundengruppen zugeschnitten werden kann.

Dies unterstreicht den Anspruch des Unternehmens, das optimistisch, dynamisch und verantwortungsbewusst seine Kunden nicht nur zufriedenstellen, sondern begeistern will. Leistung zu fordern und zu fördern, gehört fest zur Unternehmenskultur.