12.01.10

Vorläufiger Jahresabschluss 2009 der Würth-Gruppe: Positives Betriebsergebnis erwirtschaftet

  • Jahresumsatz sank um 14,9 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro
  • Betriebsergebnis von mehr als 200 Millionen Euro vor Steuern erwartet
  • Weltweit rund 58.000 Mitarbeiter
  • Veränderungen im Top-Management

Künzelsau/Rorschach. Die Würth-Gruppe verzeichnet 2009 gemäß vorläufigem Jahresabschluss einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro, was einem Umsatzrückgang von 14,9 Prozent entspricht. In einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld erwirtschaftete der Konzern ein Betriebsergebnis von mehr als 200 Millionen Euro vor Steuern (2008: 545 Millionen Euro).

Die Umsätze der deutschen Würth Gesellschaften gingen im Vergleich zu 2008 um 10,0 Prozent zurück. Außerhalb Deutschlands sank der Umsatz der Würth-Gruppe im Jahr 2009 um 18,3 Prozent.

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung: „Unsere Umsatzentwicklung im Jahr 2009 war wie zu erwarten stark geprägt von der schwierigen konjunkturellen Lage. Besonders stark waren unsere Kunden in der Automobilbranche, aber auch im Maschinenbau betroffen. Im zweiten Halbjahr zeigte sich aber eine gewisse Bodenbildung. Die Auftragseingänge haben sich stabilisiert mit der Tendenz zurück zum Wachstum.“

Dafür steht beispielhaft, dass das Mutterunternehmen der Würth-Gruppe, die Adolf Würth GmbH & Co. KG, im September und Oktober 2009 Rekordumsätze verzeichnete.

Würth zählt mit diesem Ergebnis zu den Unternehmen, die es schaffen, trotz Krise erfolgreich und profitabel zu wirtschaften. Friedmann erläutert: „Es war richtig, dass wir sehr frühzeitig reagiert haben. Wir haben uns stark auf den Vertrieb konzentriert, das hat sich ausgezahlt. Hinzu kommt, dass wir in den guten Jahren vorgesorgt haben – etwa indem wir stets auf eine hervorragende Liquidität und eine hohe Eigenkapitalquote geachtet haben. Davon profitieren wir jetzt.“

Die Wachstumschancen im Jahr 2010 lägen neben einer konjunkturellen Erholung insbesondere darin, die Kundenbasis zu verbreitern. „Wir setzen daher weiterhin auf einen intensiven Vertrieb mit dem Ziel, unsere Kunden auch im Jahr 2010 nicht nur zufriedenzustellen, sondern zu begeistern.“

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Würth-Gruppe sank weltweit 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent auf insgesamt 57.882. Würth ist auch in Personalfragen dezentral aufgestellt. Die Entscheidungen zum Auf- oder Abbau von Personal liegen bei den Verantwortlichen in den einzelnen Ländern. In bestimmten Gesellschaften waren einschneidende Maßnahmen notwendig, zum Beispiel in Spanien oder den USA. „Wobei bei der Trennung von Mitarbeitern die Sozialverträglichkeit an erster Stelle stand“, so Friedmann. Insgesamt wurde sehr gezielt und individuell vorgegangen: So wurden bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG im Vertrieb sogar zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.

Den testierten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wird die Würth-Gruppe auf ihrer Bilanzpressekonferenz am 19. Mai 2010 in Zürich vorlegen.

Veränderungen im Top-Management der Würth-Gruppe

Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 haben der Stiftungsaufsichtsrat und der Beirat der Würth-Gruppe Michel Kern (51), Jürg Michel (58) und Wolfgang Rampmaier (57) zu Mitgliedern der Konzernführung der Würth-Gruppe berufen. Sie verstärken das oberste Entscheidungsgremium des Konzerns. Diese Veränderung war bereits im vergangenen Jahr angekündigt worden.

Die Konzernführung der Würth-Gruppe besteht mit den neuen Mitgliedern aus folgenden Personen:

  • Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung
  • Peter Zürn, stellvertretender Sprecher der Konzernführung
  • Joachim Kaltmaier
  • Michel Kern
  • Jürg Michel
  • Wolfgang Rampmaier
  • Dr. Reiner Specht

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist weltweiter Marktführer in ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Sie besteht aktuell aus rund 400 Gesellschaften in 84 Ländern und beschäftigt rund 58.000 Mitarbeiter. Davon sind mehr als 28.000 angestellte Verkäufer im Außendienst.

Im Kerngeschäft, der Würth-Linie, umfasst das Verkaufsprogramm für Handwerk und Industrie über 100.000 Produkte: Von Schrauben, Schraubenzubehör und Dübeln über Werkzeuge bis hin zu chemisch-technischen Produkten und Arbeitsschutz.

269 Gesellschaften operieren unter ihrem eigenen Namen. Bei diesen so genannten Allied Companies handelt es sich um an das Kerngeschäft angrenzende oder diversifizierte Unternehmensbereiche. Sie vertreiben beispielsweise Produkte für Bau- und Heimwerkermärkte, Elektroinstallationsmaterial, elektronische Bauteile (z.B. Leiterplatten), Finanzdienstleistungen und Solarmodule.

Die Würth-Gruppe will optimistisch, dynamisch und verantwortungsbewusst ihre Kunden nicht nur zufriedenstellen, sondern begeistern. Leistung zu fordern und zu fördern, gehört fest zur Unternehmenskultur.