11.01.11

An der Spitze der Pyramide

Bundesjugendorchester mit Würth Preis ausgezeichnet

Der mit 20.000 Euro dotierte Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) ist am Montag, 10. Januar, in Stuttgart an das Bundesjugendorchester verliehen worden. In seiner Laudatio hob der Intendant des Kurt Weill Fests Dessau, Prof. Michael Kaufmann die Vorbildfunktion hervor, die dem Orchester als „Aushängeschild der musikalischen Nachwuchsförderung auf höchstem Niveau“ zukomme.

Im Jahr des 60-jährigen Bestehens der JMD zeichnet der musikalische Jugendverband das jüngste Spitzenorchester Deutschlands stellvertretend für viele hundert junge Orchester aus, in denen Jugendliche musizieren und sich engagieren. Das Bundesjugendorchester, so heißt es in der Begründung der Jury, steht „an der Spitze einer unvergleichlichen Pyramide von Jugendorchestern“, die es jungen Menschen erlaubt, „im Orchesterspiel ihre musikalischen Fähigkeiten und gleichzeitig ihre sozialen Kompetenzen zu entwickeln“. Das Bundesjugendorchester ist mehr als eine Talentschmiede für Nachwuchsmusiker, „es vermittelt jungen Menschen Werte wie Begeisterungsfähigkeit, Liebe zur Qualität, authentische Hingabe und individuelle Verantwortung im Kontext einer gemeinschaftlichen Teamleistung“, so JMD-Vizepräsidentin Barbara Haack, die die Auszeichnung gemeinsam mit dem Stifter des Preises, Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, an Prof. Martin Maria Krüger, den Präsidenten des Deutschen Musikrats als dem Träger des Orchesters überreichte.

„Gemeinsam schaffen die jungen Musiker einen tollen Klangkörper, der mit unglaublicher Präzision für neue Musik begeistert“, zeigte sich Reinhold Würth fasziniert.

Der Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland ist eine der exklusiven Auszeichnungen in der deutschen Musiklandschaft. Er wird an Künstler, Ensembles und Projekte verliehen, die Werte und Zielsetzungen der JMD vorbildhaft erfüllen. Seit 1991 erhielten ihn Persönlichkeiten wie der Komponist Philip Glass, die Dirigenten Claudio Abbado und Gustavo Dudamel, der Musikpublizist Theo Geißler, Ensembles wie die Junge Deutsche Philharmonie, das Artemis Quartett oder das Education-Programm der Berliner Philharmoniker.