20.10.10

Würth Bildungspreis 2010: Baden-württembergische Schulprojekte mit Wirtschaftsbezug ausgezeichnet – Erich Kästner-Schule Karlsruhe erhält ersten Preis

Künzelsau/Stuttgart. Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Gemeinnützigen Stiftung Würth hat den Würth Bildungspreis 2010 für herausragende ökonomische Schulprojekte aus Baden-Württemberg verliehen: Den ersten Preis, der mit 4.000 Euro verbunden ist, nahm die Erich Kästner-Schule Karlsruhe am Mittwoch, 20. Oktober 2010 im Neuen Schloss in Stuttgart entgegen. Sie wurde für die gelungene Erweiterung ihrer Schülerfirma um ein Schülercafé ausgezeichnet.

„Die Erich Kästner-Schule hat den Aufbau ihres Cafés engagiert voran-gebracht und dabei sehr vernetzt gearbeitet. Externe Firmen sowie die Eltern wurden als Experten bei verschiedenen Themen eingebunden“, so die Jury. „Gleichzeitig waren die Schülerinnen und Schüler sehr kreativ bei der Präsentation ihres Projekts.“

Insgesamt sechs Schulen aus Baden-Württemberg hatten die Endrunde des Wettbewerbs erreicht und erhielten ihre Preise bei der offiziellen Verleihung aus der Hand von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Initiator des Preises und Stiftungsaufsichtsratsvorsitzender der Würth-Gruppe sowie Prof. Dr. Harald Unkelbach, Vorstand der Gemeinnützigen Stiftung Würth.

Prof. Dr. Marion Schick, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, sprach bei der Veranstaltung ein Grußwort. „Wer versteht, wie Wirtschaft funktioniert, kann sein Leben auch wirklich eigenverantwortlich gestalten. Die ökonomische Bildung hat deshalb einen hohen Stellenwert an unseren allgemein bildenden und beruflichen Schulen“, erklärte Ministerin Schick. „Der Würth Bildungspreis ist ein Glücksfall für Schule und Unterricht. Mit ihm wird die ökonomische Bildung an Schulen in Baden-Württemberg nachhaltig unterstützt, indem die Schulen professionelle

Begleitung bei der Umsetzung von innovativen und zukunftsgerichteten Ökonomie-Projekten erhalten.“

Der mit 3.000 Euro dotierte zweite Platz ging an das gemeinsame Projekt der Albertville-Realschule und der Robert-Boehringer-Werkrealschule aus Winnenden. Die beiden Schulen haben die Schülerfirma „Kla-mottenkiste“ ins Leben gerufen, die Schulkleidung selbstständig produziert und vertreibt. Den Bronzepreis in Höhe von 2.000 Euro erhielt das Gymnasium Karlsbad für den professionellen Aufbau der schuleigenen Cateringfirma „Platypus“.

Drei weitere Schulen zeichnete das Kompetenzzentrum mit dem vierten Platz aus, der jeweils mit 1.000 Euro verbunden ist: Die Grund- und Hauptschule Grötzingen aus Aichtal („Schülerfirma 3E: Von und mit Profis lernen“), die Pestalozzischule Göppingen („Ökonomieprojekt Laden-AG ‚Wir für euch’“) und die Eduard-Spranger-Schule aus Reutlingen („Edis Schreibshop: Aufbau eines Schreibwarenladens“).

Die Veranstaltung am Mittwoch bildete zugleich den Auftakt für den Würth Bildungspreis 2011: Schülerinnen und Schüler aus sechs baden-württembergischen Schulen, die sich um diesen Preis beworben haben, stellten zum ersten Mal ihre Projektvorhaben vor. Sie waren im Sommer aus allen Bewerbungen ausgewählt worden und erhalten im laufenden Schuljahr intensive Unterstützung beim Umsetzen ihrer Projekte.

Im Einzelnen sind dies folgende Schulen: Die Tulla-Realschule Mannheim, die Pestalozzi-Schule Friedrichshafen, die Auerberg-Werkrealschule Walldürn, die Integrierte Gesamtschule Mannheim, das Fichte-Gymnasium Karlsruhe sowie die Werkrealschule Klettgau.

Der Würth Bildungspreis

Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Gemeinnützigen Stiftung Würth schreibt den Würth Bildungspreis jährlich für zukunftsorientierte Ökonomie-Schulprojekte aus. Die erstmalige Auslobung fand im Frühjahr 2006 statt.

Initiator des Preises ist der Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, der seit vielen Jahren die ökonomische Bildung Jugendlicher aufmerksam im Blick hat und im Jahr 2005 mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums Ökonomische Bildung einen deutlichen Impuls dafür gegeben hat, dass Wirtschaftswissen verstärkt in den Schulen vermittelt wird. Das Kompetenzzentrum kooperiert in diesem Rahmen eng mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Stefan Mappus, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, hat die Schirmherrschaft über den Würth Bildungspreis übernommen.

Um den Würth Bildungspreis können sich alle weiterführenden, allgemein bildenden Schulen in Baden-Württemberg bewerben. Im Unterschied zu vielen anderen Preisen wird nicht ein bereits abgeschlossenes, in der Vergangenheit durchgeführtes Projekt bewertet, sondern es geht um ein Projektvorhaben, das die jeweiligen Schulen im folgenden Schuljahr umsetzen wollen. Die in diesem Rahmen durchgeführten Projekte sollen in erster Linie unternehmerisches und wirtschaftliches Denken und Handeln in der Schule stärken.

Unter allen Bewerbern werden in einem ersten Schritt jährlich sechs Schulen ausgewählt, die bei der Umsetzung ihrer Projekte professionelle Beratung und finanzielle Unterstützung erhalten. Nach Ablauf eines Jahres zeichnet das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung die besten dieser Projekte mit dem Würth Bildungspreis aus, der mit weiteren 12.000 Euro dotiert ist, und vergibt die Trophäe „Oscar-Fasty“.